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Regensburg
Donnerstag, 21. Juni 2018 29° 8

Technik

Viel Spaß an der „Wunderwelt Physik“

Die Schüler waren beim Ferienkurs an der Uni mit Feuereifer bei der Sache. Gebastelt wurde auch ein kleiner Roboter.
Von Daniel Steffen

Der zwölfjährige Oliver baute sich einen Metalldetektor. Foto: Steffen
Der zwölfjährige Oliver baute sich einen Metalldetektor. Foto: Steffen

Regensburg.Einen Metalldetektor könnte er doch gut gebrauchen, dachte sich der zwölfjährige Oliver. Schließlich sei dieser „gut für den Haushalt“ – zum Beispiel dann, wenn man einen Schlüssel verliert oder sein ausgeschaltetes Handy irgendwo liegengelassen hat. Beim Fund mach es dann „Piep“, womit der Detektor signalisiere, dass ein metallischer Gegenstand ganz in der Nähe ist.

Solch einen Metalldetektor hat sich Oliver in den Räumen der Universität Regensburg gebaut. Dort, genauer gesagt im Schülerlabor der Fakultät Physik, kostete er gemeinsam mit neun weiteren Schülern die „Wunderwelt Physik“ voll aus. Die gleichnamige Ferienaktion hatte die Fakultät gemeinsam mit dem Amt für kommunale Jugendarbeit veranstaltet.

„Das Piepen vom Detektor kann man mit einem Regler einstellen“, sagte Oliver. „Je feiner die Einstellung, desto kleinere Dinge kann der Detektor finden.“ Die sensible Technik ist mit einem einfachen Installationsrohr verbunden – und dank des Rohrs könne man den Detektor prima in der Hand halten und führen. Als das Gerät dann auch noch funktionierte, wähnte sich Oliver glücklich. Er resümierte eine „super Woche“, die er an der Fakultät Physik verbracht hat. „Anfangs habe ich noch Bedenken gehabt, ob mir das wirklich Spaß macht. Aber die waren schnell weg“, sagte er.

Auch technikbegeisterte Mädchen waren mit von der Partie. Sie standen den Jungs in nichts nach und bastelten sich zum Beispiel einen kleinen Roboter. Dieser sah wie eine Miniaturausgabe des Film-Lieblings „R2-D2“ aus der „Star Wars“-Reihe aus. Nachdem die Jugendlichen ihren Roboter fertig gebaut hatten, verpassten sie diesem einen bunten Anstrich und einen lustigen Namen. So hörte einer auf den Namen „Apollo“.

Physik-Studenten begleiteten sie bei der anspruchsvollen Arbeit. So wies etwa Andreas Haag, der das Fach im 5. Semester studiert, die Schüler an, wie man ein Levitron baut. Das Levitron ist ein Gerät, das kleinere Dinge dank magnetischer Kräfte schweben lässt. Die Jugendlichen bauten es aus Holz und verbauten darin jede Menge Elektronik. Andere testeten Papierflieger in einem Windkanal aus und tüftelten aus, wie sie die Flugeigenschaften des Fliegers noch verbessern konnten. Auch das machte den Jugendlichen Spaß – so wie der 15-jährigen Julia vom Gymnasium Neutraubling. Sie sei schon das „dritte Mal“ beim Osterferienkurs dabei, sagte sie, und peile entweder ein Physik- oder Chemiestudium an der Universität Regensburg an.

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