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Ermittlungen

Viele Hinweise nach Missbrauch

Es gibt noch keine heiße Spur nach dem Vergehen an einem Kind in Kumpfmühl. Die Kripo gründete jetzt eine Ermittlungsgruppe.
von Heike Haala

In einer Tiefgarage im Bereich der Boelckestraße soll ein Unbekannter am Donnerstag ein Kind missbraucht haben. Foto: Haala
In einer Tiefgarage im Bereich der Boelckestraße soll ein Unbekannter am Donnerstag ein Kind missbraucht haben. Foto: Haala

Regensburg.Inzwischen arbeitet eine Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei Regensburg die Hinweise zu dem Fall ab, in dem ein Unbekannter am Donnerstag ein Kind angesprochen und sich im Bereich einer Tiefgarage in der Boelckestraße an ihm vergangen haben soll. Die EG „Kumpfmühl“ hat aber noch keine heiße Spur und auch keinen Tatverdächtigen, das teilte Albert Brück, Pressesprecher des Polizeipräsidiums, am Montag auf Anfrage der Mittelbayerischen mit. Gerade gebe es „vermehrt Hinweise“. Auf die Frage, ob sich aus den Rückmeldungen der Bevölkerung Hinweise auf einen weiteren Fall ergeben hätten, sagte Brück: „Nichts, was mit diesem Fall vergleichbar wäre.“

Missbrauch

Kind in Regensburg missbraucht

Ein Unbekannter hat sich laut Polizei in der Boelckestraße an einem Kind vergangen. Eine heiße Spur gibt es noch nicht.

Wie die Polizei am Freitag bekannt gab, soll der Unbekannte das Kind am Donnerstag zwischen 13 und 14 Uhr bei den Grünflächen im Kreuzungsbereich der Theodor-Storm-Straße mit der Ludwig-Thoma-Straße angesprochen haben. Der Mann habe das Kind entlang der Ludwig-Thoma-Straße, zur Augsburger Straße, vorbei am dortigen Lebensmittelmarkt auf der anderen Straßenseite und in die Boelckestraße geführt. „Hier kam es im Bereich eines Treppenabganges zu einer Tiefgarage zu Handlungen, die von der Kriminalpolizei als sexueller Missbrauch eines Kindes eingestuft wurden“, hieß es in der Pressemitteilung der Polizei. Auf die Frage, ob es sich bei dem Unbekannten um einen Patienten der nahegelegenen forensischen Abteilung handeln könnte, sagte Brück: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Wer hat Beobachtungen gemacht?

  • Beschreibung:

    Die Kriminalpolizei sucht nach einem Mann mittleren Alters, der zwischen 170 und 180 Zentimeter groß ist und eine normale Statur hat. Seine Bekleidung wird folgendermaßen beschrieben: Er trug eine zu groß wirkende, herunterhängende blaue Jeans, eine hüftlange, grüne oder graue Winterjacke mit Kapuze. Zudem hatte der Mann ein dunkles Baseball-Cap auf und auf dem Rücken einen ebenfalls grünen oder grauen Rucksack bei sich.

  • Kontakt:

    Die Bürger sollen also keine Hemmungen haben, sich an die Polizei zu wenden. Personen, die sachdienliche Angaben zu dem geschilderten Ereignis oder dem beschriebenen Mann machen können, werden dringend gebeten, sich bei der Kripo unter der Telefonnummer (0941) 5 06 28 88 zu melden.#

  • Hinweise:

    Die Kriminalpolizei ist in diesem Fall dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. „Jeder noch so kleine Hinweis kann hier entscheidend sein“, sagt Albert Brück, Pressesprecher am Polizeipräsidium Oberpfalz. Schließlich können die Ermittler nur die Dinge auf einen Zusammenhang zur Tat überprüfen, die sie auch erfahren.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Unbekannter in den vergangenen Wochen in diesem Umfeld ein Kind angesprochen haben soll. Bereits am 10. Januar meldete die Polizei zwei solcher Vorfälle. Der erste habe sich gegen 12.15 Uhr zugetragen im Bereich der Simmernstraße und Bischof-Wittmann-Straße. Auch hier sollen das angesprochene Kind und der Unbekannte ein Stück weit nebeneinander hergegangen sein. Als sich den beiden ein Radfahrer näherte, soll der Mann nach Schilderung des Kindes unvermittelt davongerannt sein. Wenige Stunden später, in der Zeit zwischen 14.30 und 14.45 Uhr, soll ein Unbekannter im Bereich Augsburger Straße/Kriemhildstraße ein weiteres Kind angesprochen haben. Im Hof zwischen den beiden Straßen sollen sie auf einer Treppe gesessen sein, bevor sich der Mann entfernte. Auch in diesen Fällen hat die Polizei noch keine Spur zu einem Tatverdächtigen.

Ob es sich in allen drei Fällen oder bei zwei von ihnen um den gleichen Unbekannten handelt, ist zwar im Moment noch unklar. Allerdings sagt Brück vom Polizeipräsidium auch, dass die Wahrscheinlichkeit dafür schon wegen der räumlichen und zeitlichen Nähe der Vorfälle gegeben ist.

Hier soll es zu dem Vorfall gekommen sein.

Kinder sollen laut „Nein“ sagen

Polizeisprecher Brück rät besorgten Eltern, das Thema an ihre Kinder zu vermitteln. Sollten Kinder von Fremden angesprochen werden, sollen sie bestimmt auftreten, entschlossen „Nein“ sagen und auf keinen Fall mit ihnen gehen. Sollte eine Person versuchen, entsprechend auf das Kind einzuwirken, soll es laut schreien und auf diese Weise andere Menschen auf den Versuch aufmerksam machen.

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