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Walter-Boll-Straße muss noch warten

Stadtrat Der ÖDP-Antrag wurde abgelehnt, weil der frühere Ehrenbürger bereits auf der Liste steht. Aber er ist nicht unumstritten.
Von Claudia Böken, MZ

REGENSBURG.Die ÖDP scheiterte im Stadtplanungsausschuss mit ihrem Antrag, eine Straße oder einen Platz nach dem 1985 verstorbenen Ehrenbürger Dr. Walter Boll zu benennen. Die Ablehnung in dem Ausschuss bedeutet allerdings nicht, dass der frühere Kulturdezernent und städtische Heimatpfleger auf diese posthume Würdigung für immer verzichten muss.

Vielmehr hatte OB Hans Schaidinger klar gemacht, dass Boll bereits auf einer Liste der Verwaltung stehe. Schließlich müsste es seiner Meinung nach eine nicht ganz unbedeutende Straße in der Altstadt oder zumindest in der Innenstadt sein, die nach dem Initiator verschiedener Regensburger Museen benannt werden soll, „und die fallen nicht vom Himmel“. Schaidingers Rat, den Antrag zurückzuziehen, befolgte ÖDP-Stadtrat Joachim Graf nicht und bestand auf einer Abstimmung.

In der Diskussion wurden aber auch Bedenken gegen eine Straßenbenennung laut, war Boll doch immerhin NSDAP-Mitglied, was Grünen-Fraktionschef Jürgen Mistol und SPD-Fraktionschef Norbert Hartl nicht außen vor lassen wollten.

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