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Wegen eines BGH-Urteils: Rewag passt Verträge für Erdgas an

Alle, die für die Erdgasversorgung durch die Rewag einen Sondervertrag abgeschlossen haben, rund 17000 Kunden, erhalten demnächst eine Kündigung. Im selben Brief steckt freilich auch gleich ein neuer Vertrag. Wer unterschreibt, sichert sich die Versorgung mit Gas zu den alten Konditionen.

Hintergrund für die aufwendige Aktion ist ein jahrelanger, bundesweiter Streit mit Kunden, die die Berechtigung der wiederholten Gaspreisverteuerung bezweifelten. Zwar bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) die Billigkeit der Preiserhöhungen unter bestimmten Voraussetzungen; die sogenannte Preisanpassungsklausel in den Sonderverträgen beanstandete er aber. Die bisherige Formulierung konnte den Eindruck erwecken, als ob Anpassungen nur in eine Richtung stattfinden würden, nicht aber, wenn es dem Energieversorger gelingt, Energie günstiger einzukaufen.

Diese Klausel wird nun geändert. Bereits im Herbst haben rund 250 Rewag-Kunden, die die Höhe ihrer Rechnungen nicht akzeptierten, die Kündigung sowie neue Verträge erhalten. Jeder Zweite hat laut Rewag-Sprecher Ludwig Bergbauer, das neue Angebot unterzeichnet. Der neue Sondervertrag ist übrigens nicht mehr ein Jahr lang bindend, er kann von Monat zu Monat gekündigt werden.

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