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Planung

Weihnachtscircus: Ziel ist perfekte Show

Ein Jahr dauert es, den Regensburger Weihnachtscircus auf die Beine zu stellen. Die Artisten müssen früh gebucht werden.
Von Angelika Lukesch

Das Finale des Regensburger Weihnachtscircus 2018: Unmittelbar danach gab es die ersten Überlegungen für die kommende Produktion. Foto: Tino Lex
Das Finale des Regensburger Weihnachtscircus 2018: Unmittelbar danach gab es die ersten Überlegungen für die kommende Produktion. Foto: Tino Lex

Regensburg.Der Regensburger Weihnachtscircus ist Tradition. In diesem Jahr werden die Artisten und Künstler rund um Regisseur Rodrigue Funke die Zirkusliebhaber vom 19. Dezember bis 5. Januar mit einem erstklassigen Programm unter dem Motto „Einfach himmlisch“ begeistern. Doch wie kommt eine solche Produktion überhaupt zustande? Meike Schütte ist neben ihrem Mann Thomas Schütte (Grandezza Entertainment) Mitproduzentin des Weihnachtscircus Regensburg. Sie plaudert für unser Medienhaus aus dem Nähkästchen.

Die Vorbereitungen für die diesjährige Show begannen schon ein Jahr zuvor. „Die ersten Ideen für das nächste Programm heckten wir schon während der laufenden Show 2018 aus. Man muss früh starten, um richtig gute Nummern buchen zu können. Auf manchen Traumartisten haben wir schon Jahre gewartet, bis er frei war“, erzählt die Produzentin. Sobald die erste Richtung für die Show feststeht, gehe es an die Werbung. „Man glaubt es nicht, aber es dauert viele Wochen und Monate, bis das alles perfekt ist!“

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Schon das Buchen der Artisten beruht auf langfristiger Vorarbeit. Meike und Thomas Schütte besuchen das ganze Jahr über Zirkusfestivals, sichten Bewerbungen – auch mithilfe von Videos, DVD und YouTube – und wählen aus, was zum geplanten Programm passt. Eine knifflige Aufgabe, denn gerade die guten Artisten sind oft durch langfristige Engagements, beispielsweise beim Cirque du Soleil, gebunden.

Meike Schütte ist Mitproduzentin des Regensburger Weihnachtscircus Foto: Wolfgang von Wieding
Meike Schütte ist Mitproduzentin des Regensburger Weihnachtscircus Foto: Wolfgang von Wieding

Besonders freut sich Schütte darüber, dass sie mit dem Trapezduo „High Tension“ die Nachfolgedarbietung der äußerst gefährlichen, legendären Trapeznummer der „Sorellas“ (Chris Gobet, Rodrigue Funke) gewinnen konnten. „Da bekomme ich richtig Gänsehaut. Ich habe schon zu meinen Roncalli-Zeiten immer im Zelt gestanden, wenn unser heutiger Regisseur Rodrigue und sein Partner Chris da oben die Luft brennen ließen.“ Trapezkünstler Gobet zeigt die berühmte Trapeznummer nun mit einem neuen Partner. Wenn man sich über die Gage einig sei und keine Verträge störten, sei es in der Regel nicht mehr schwierig, jemanden zu engagieren, sagt Schütte. Jedoch könnten sich manchmal Komplikationen aus den unterschiedlichen Nationalitäten der Artisten ergeben.

Regensburg ist eine Zirkusstadt

Eine große Herausforderung ist es auch, geeignete Leute für die Hintergrundarbeit zu finden. „Früher wollten alle zum Zirkus. Aber man muss das mögen, die Arbeitszeiten sind ja nicht nine to five.“ Meike und Thomas Schütte vertrauen auf Maik Romanski als Betriebsleiter, Nicole als Produktionsleiterin, den Zeltverleiher Alex Ramien und „unsere beiden österreichischen Kassenjungs“.

Die Circus-Macherin

  • Ausbildung:

    Maike Schütte (64) ist ein Handwerkerkind. Keiner aus ihrer Familie hatte mit einem Zirkus zu tun. Als Siebenjährige entschloss sie sich, Dompteurin zu werden. Tigerlilly wurde sie dann zwar doch nicht, jedoch Journalistin. Sie schrieb Reportagen über den Zirkus.

  • Beruf:

    Sie verliebte sich in den Geschäftsführer des Zirkus Roncalli, Thomas Schütte. Sie wurde Pressereferentin bei Roncalli, schreibt seit nunmehr 30 Jahren Texte und Geschichten für Zirkusprogramme und organisiert die PR. Maike Schütte sieht sich auch gerne andere Zirkusprogramme an.

Nach Regensburg kommt Meike Schütte ausgesprochen gerne. „Hier war für uns von Anfang an alles perfekt. So ein schöner Zirkusplatz, eine Stadtgemeinschaft, die uns mit offenen Armen empfangen hat.“ Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Zirkusprojekt mit so viel Wohlwollen aufgenommen wird. „Wir kommen unheimlich gerne nach Regensburg – eine lebens- und liebenswerte Stadt.“

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