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Bühne

Weil anders sein in Ordnung ist

Mit dem Theaterstück „Das außergewöhnlichen Entlein“ setzten Jakob-Muth-Schüler in Regensburg ein Zeichen.
Von Daniel Steffen

Viele Akteure – ein Erfolg: Mit dem Theaterstück „Das außergewöhnliche Entlein“ verdienten sich die Schüler kräftigen Applaus. Foto: Steffen
Viele Akteure – ein Erfolg: Mit dem Theaterstück „Das außergewöhnliche Entlein“ verdienten sich die Schüler kräftigen Applaus. Foto: Steffen

Sallern.„Jeder ist einzigartig, einmalig und herrlich.“ Diese abschließende Botschaft, die sich gegen Rassismus und Mobbing richtet, nahmen Akteure und Besucher aus dem inklusiven Musik-Theaterstück „Das außergewöhnliche Entlein“ mit. Bis auf den letzten Platz hatte sich die Turnhalle bei der Aufführung der Jakob-Muth-Schule gefüllt, einige der Besucher verfolgten die Darbietung sogar von den Eingangstüren aus. 70 Schüler der Jakob-Muth-Schule sowie mehrere Unterstützer seitens des Albrecht-Altdorfer-Gymnasiums wirkten an dem 50-minütigen Stück mit. Der tüchtige Applaus signalisierte ihnen, dass sie ihre Aufgabe gut gemacht haben.

Anerkennung bekamen sie jüngst auch durch den Aumüller-Schulpreis, mit dem das Projekt und somit das Engagement von Schülern und Lehrern gewürdigt wurde. Dass der Titel des Stücks nicht etwa „Das hässliche Entlein“ hieß, war von der Schauspielerin und Verfasserin Luisa Zimmermann so gewollt. Zwar habe sie sich die Inspiration aus dem Original von Hans Christian Andersen geholt, das Märchen aber so umgeschrieben, damit die Kinder die Intention des Stücks noch deutlicher herauslesen können. So war es bei der Projektbeschreibung explizit gewünscht: „Die Kinder sollen anhand des Stückes erkennen, dass jeder Mensch individuelle Stärken und Besonderheiten hat, die ihn liebenswürdig und außergewöhnlich machen“, heißt es darin.

Yvonne Rademaker, die Verantwortliche für das Ganztagsangebot, setzte das Stück an der Jakob-Muth-Schule mit den Kindern ihrer Theater-AG um. Die Proben erstreckten sich über mehrere Monate – und mit Berufsmusiker Hubert Treml war ein weiterer Profi an Bord. Unter seiner Leitung wurde das Musikprogramm gestaltet, beteiligt waren die Ukulele-AG und die Samba-AG der Schule. Alle Künste zusammengefasst, diente das Projekt auch dazu, sozial benachteiligten Schülern einen Zugang zur Kultur zu bieten.

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