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Glaube

Weitere 40 000 Euro für die Synagoge

Der Bau der neuen Synagoge in Regensburg wächst und wächst. Jetzt wurde noch ein weiterer Baustein hinzugefügt.
Von Tino Lex

Dieter Weber (li.) und Dr. Josef Eckstein übergaben an Ilse Danziger 40 000 Euro. Foto: Lex
Dieter Weber (li.) und Dr. Josef Eckstein übergaben an Ilse Danziger 40 000 Euro. Foto: Lex

Regensburg.„Stein für Stein geben wir der Jüdischen Gemeinde ihr Gotteshaus zurück“. Unter diesem Motto sammelt der Förderverein Neue Regensburger Synagoge e.V. Geld für den Neubau der Synagoge, die im Februar 2019 eröffnet werden soll.

„Derzeit stehen die Zeichen nicht schlecht, dass wir Ende Februar 2019 eröffnen können“, sagte Ilse Danziger, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Regensburg. Vom Vorsitzenden des Fördervereins Neue Regensburger Synagoge Dieter Weber und seinem Mitstreiter Dr. Josef Eckstein wurden am Montagmittag im Namen des Vereins einmal 40 000 Euro übergeben.

Der Neubau der Synagoge wird immer mehr zum Bürgerprojekt. Neben Einzelpersonen haben bereits Vereine, Schulen oder Firmen für dieses für Regensburg sehr wichtige Projekt gespendet. Es wurden derzeit rund 900 000 Euro gespendet. Natürlich müssen wir auch einen Kredit aufnehmen, denn die Baukosten sind gestiegen“, weiß Ilse Danziger.

Projekt

Einblicke in die Regensburger Synagoge

Hinter Gerüsten und Bauplanen tut sich gerade viel in der Straße Am Brixener Hof. Wir haben uns auf der Baustelle umgesehen.

„Wenn die Synagoge im Februar 2019 eröffnet werden wird, liegt die erste Zerstörung der Regensburger Synagoge genau 500 Jahre zurück. Diese zeitgenaue Eröffnung ist unter anderen eines der Ziele des Fördervereins. „Es sieht sehr gut aus. Die Außenfassade ist fast fertig und innen müssen natürlich die Trockenbauten fertiggestellt werden“, erklärt Dieter Weber vom Förderverein.

Die Jüdische Gemeinde

  • Zerstörung:

    500 Jahre ist es 2019 her, dass die Jüdische Synagoge, die am Regensburger Neupfarrplatz stand, zum ersten Mal zerstört wurde. 1912 wurde eine neue Synagoge eingeweiht. 1938 wurde auch diese Synagoge abgebrannt.

  • Gemeinde:

    1000 Mitglieder zählt die Jüdische Gemeinde heute in Regensburg. Durch Zuzug ist die Jüdische Gemeinde sehr stark angewachsen, auf das 14-fache von vor 20 Jahren.

Bei einer kurzen Besichtigung der Synagoge wird schnell klar, dass es sich hier um einen gelungenen Neubau handelt. Alles ist sehr gut durchdacht: Wer in das Gotteshaus hinein möchte, muss – aus Sicherheitsgründen – durch eine Schleuse und sich ausweisen. Vorgeschaltet ist hier die Bibliothek, in der man auch einen Kaffee trinken kann. „Wir haben alles mit großen Fenstern ausgestattet. Jeder kann hineinsehen und zu uns kommen. Das ist einer unserer großen Wünsche – die Kommunikation“, so Ilse Danziger. Den Innenraum der Synagoge kann man bereits jetzt sehr gut erkennen: Holz, Stein und natürliches Licht wirken dort zusammen und werden eine meditative Stimmung erzeugen. Holzlamellen verjüngen sich von unten nach oben und sind drehbar, je nach Sonneneinstrahlung.

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