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Regensburg
Donnerstag, 19. Juli 2018 30° 1

Ausstellung

Werkschau aus 20 Jahren Photogilde

Tierfotografie, Portraits oder Landschaftsimpressionen: die Regensburger Fotojäger feiern ihr Jubiläum mit einer Ausstellung.

Astrid Lampe und Klaus Meichner zeigen Bilder aus 20 Jahren Fotogilde. Heute startet die Jubiläumsausstellung.
Astrid Lampe und Klaus Meichner zeigen Bilder aus 20 Jahren Fotogilde. Heute startet die Jubiläumsausstellung.Foto: Strasser

Regensburg.Klaus Meichner und seine kreativen Freunde leben für ihr Hobby. Das ist die Welt der Regensburger Photogilde, die es inzwischen seit 20 Jahren gibt. Beim Namen setzt die Gruppe auf historische Eckpfeiler: Fotografie wird mit „Ph“ geschrieben, das Wort Gilde steht für das Handwerk. „Und genau das wollen wir auch sein“, sagt Meichner, „filigrane Handwerker, die sich aufs Auge, auf Details und auf den Willen zur Verbesserung ihrer Schnappschüsse verlassen“. Kein Schnickschnack um schlechte Aufnahmen, die man als Kunst verkauft, sondern authentische Gestaltung – je nach Gusto und Vorlieben. Ganz egal, ob digital oder analog.

„Die meisten von uns sind ja mit dem Rollfilm aufgewachsen, da wird der Weg über den Photoshop und den Computer eher ein kurzer“, sagt Meichner. „Nachgearbeitet wird natürlich, aber wenn, dann nur marginal. Für mich ist es das Schlimmste, wenn man sich drei Sekunden mit der Aufnahme beschäftigt und dann drei Stunden das Bild am Computer bearbeitet“, so der Fotograf.

Eine Clique, so bunt wie ihre Bilder

Wenn Meichner von „uns“ spricht, meint er Fotografen, die sich als muntere Gruppe Gleichberechtigter verstehen, ein „bunter Haufen“, wie er schmunzelnd anmerkt. „Wir haben einen Kern von etwa 15, die sich regelmäßig treffen, dazu kommen bis zu 25 weitere Interessenten“, bemerkt Astrid Lampe, die die Pressearbeit der Photogilde übernimmt.

Lampe, häufig mit Nikon und Tamronobjektiv unterwegs, ist mittlerweile im achten Jahr mit dabei, den Verein gibt es schon seit 1995. „Damals noch als Arbeitskreis kreativer Fotografen“, erinnert sich Gründungsmann Meichner. Ein Zungenbrecher, wie er zugibt. „Das haben wir dann schnell geändert“, sagt Meichner. Seitdem heißt die Gruppe Photogilde.

Wer mit dem Licht spielt, mit Blickwinkeln und Ausschnitten, wer Bilder komponiert, will auch zeigen, was er kann. Die erste Ausstellung im September 1996 mit einer Fotodokumentation über die Westnerwacht im Landratsamt wurde zum Erfolg. Die Gäste: gefühlt halb Regensburg. „Das war praktisch unsere Geburtsstunde, da haben wir gemerkt: das hat Zukunft“, sagt Meichner

Und was für eine. Waren es anfangs noch Themenausstellungen, wie über den Westhafen, zeigten sie künftig das ganze Spektrum ihres Könnens. „Das ist unsere Stärke. So unterschiedlich unsere Mitglieder sind, so unterschiedlich sind die Fotografien“, betont Meichner. Von der Architektur über die Natur, von Portraits bis zur Momentaufnahme, Tierfotografie, Landschaften, Impressionen.

Die Kamera im Kopf läuft immer

Dabei spielen der Umfang und Wert der Ausrüstung kaum eine Rolle, „wichtiger ist das Auge und der Wille zur stetigen Verbesserung“. Knipser sind sie allesamt keine. „Wenn wir unterwegs sind und mal keine Kamera dabeihaben, setzen wir unsere Kopfkamera ein und sind instinktiv ständig auf der Suche nach der besten Bildkomposition“, erklärt Lampe.

Kennengelernt haben sich die Gründer der späteren Photogilde bei diversen Fotokursen bei der Volkshochschule. „Da sieht man immer die gleichen Gesichter, warum also keine Treffen außerhalb der Kurse?“ Soweit zur Gründung eines Vereins, der eigentlich keiner ist. „Nichts gegen Vereine“, stellt Meichner richtig, „aber unser Ziel sind keine Mitgliederbeiträge, Hierarchien und strenge Regeln, sondern ein Miteinander von Fotointeressen“. Jeder hilft jedem, lernt dazu, tauscht sich aus. Was folgte, sind 20 Jahre Schaffen und zwei Jahrzehnte Ausstellungen, zu denen Bürgermeister, Staatsminister, Regierungspräsidenten, Abgeordnete und Landräte gekommen sind und staunten.

Das werden sie auch bei der Jubiläumsausstellung tun, die mit einer Vernissage am Freitag, 15. April, um 18 Uhr in den Räumen des Bezirksklinikums (Institut für Weiterbildung und Personalentwicklung) in der Universitätsstraße 84 beginnt. Die Eröffnung erfolgt durch den Oberbürgermeister Joachim Wolbergs.

Photogilde

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