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Polizei

Widerstand gegen Schließung der PI Nord

Verbände und Politik warnen vor einer Verschlechterung der Sicherheitslage in Regensburg. Dies betreffe über 80 000 Bürger.

MdB Peter Aumer (von links) und die Stadträte Hans Renter, Dagmar Schmidl, und Dr. Armin Gugau besuchten die PI Regensburg-Nord zu einem Sicherheitsgespräch. Foto: Büro Aumer
MdB Peter Aumer (von links) und die Stadträte Hans Renter, Dagmar Schmidl, und Dr. Armin Gugau besuchten die PI Regensburg-Nord zu einem Sicherheitsgespräch. Foto: Büro Aumer

Regensburg.Gegen die Pläne, die Polizeiinspektion Nord in Stadtamhof zu schließen und eine einzige Polizeiinspektion am Minoritenweg zu installieren, regte sich breiter Widerstand. Bürger aus dem Stadtnorden und aus dem nördlichen Landkreis sind mit ihren Bedenken an die Politiker herangetreten, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten Peter Aumer. Auch die Landtagsabgeordnete Margit Wild der SPD spricht sich per Pressemitteilung gegen die Schließung der PI aus.

Aumer nahm diese Ängste zum Anlass, zusammen mit den Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer und Dr. Franz Rieger beim Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann vorstellig zu werden. In Gesprächen und einem Schreiben wandten sich die Politiker an den Innenminister und zeigten zahlreiche Probleme auf, die mit einer Schließung der PI Nord verbunden sind. Auch Wild wendete sich an das Ministerium. „Vom Staatssekretär, den ich am Rande einer Veranstaltung darauf angesprochen habe, wurde mir gesagt, dass am Gerücht nichts dran sei“, erklärt Wild.

Keine Streifenfahrzeug mehr im Norden

„Die PI Nord ist ein Sicherheitsanker im Stadtnorden und damit ein wichtiger Baustein für die Sicherheit in der Region Regensburg. Eine Zentralisation mag verwaltungstechnisch interessant sein, für die Präsenz vor Ort und die Sicherheit der Bürger bringt sie eher Verschlechterungen“ ist sich Aumer sicher. Bei einer Schließung wäre zum Beispiel nicht mehr gewährleistet, dass wie momentan, immer ein Streifenfahrzeug im nördlichen Gebiet unterwegs ist. Unterstützung erhält er von Sicherheitsexperten der Polizei und der Vereinigung der Kaufleute Pro Stadtamhof e.V.

Sicherheit

Ein neues Zentrum für die Polizei?

Die Inspektionen Nord und Süd könnten fusionieren und zu einer Super-Inspektion werden. Derzeit läuft eine interne Prüfung.

In dem Schreiben des MdB an den Innenminister heißt es unter anderem, „aufgrund der zahlreichen Verkehrsstaus in Regensburg und die geringe Zahl der Donauquerungen, die ebenfalls regelmäßig überlastet sind, hat eine Schließung der PI Nord erheblich längere Anfahrtszeiten zu den Einsätzen zur Folge. Durch die Nähe zur A93 und den Pfaffensteiner Tunnel kommt der PI auch hier eine große Bedeutung zu.

Vergangene Woche hat die Regensburger Abgeordnete und Stadträtin Margit Wild das Gespräch mit Staatsminister Joachim Herrmann gesucht und ihm die Sorgen der Menschen in Regensburg geschildert. „Die PI Nord steht auch für das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger im Regensburger Norden. Deswegen ist mit der Erhalt der Inspektion ein Anliegen“, so Wild. Minister Herrmann habe der Abgeordneten daraufhin zugesagt, sie über den Stand der Überlegungen zu informieren.

Eine eigene Wache während der Dult?

In unmittelbarer Nachbarschaft der PI befinden sich zahlreiche überregionale Einrichtungen. Der Dultplatz, der größte Veranstaltungsplatz in Regensburg. Sollte die PI Nord geschlossen werden, wäre es notwendig, zu den Volksfestzeiten eine eigene Wache zu installieren. Diese ist sicher mit der momentanen Personalausstattung nicht darstellbar. Zudem finden auf dem Platz regelmäßig weitere Großveranstaltungen (z.B. Arber Radmarathon, Triathlons, Zirkus, Weinfest, Weihnachtsmarkt…) statt.“

Aumer bittet den Innenminister um einen Gesprächstermin, um zusammen mit den beiden Landtagsabgeordneten Stierstorfer und Rieger die Situation nochmals persönlich zu besprechen. Vorab hat er sich zusammen mit den Regensburger Stadträten Dagmar Schmidl, Hans Renter und Dr. Armin Gugau ein Bild vor Ort gemacht und die PI Nord zu einem Sicherheitsgespräch besucht. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Zeiten der Zentralisation bei der Polizei vorbei sind. „Der Freistaat und der Bund investieren massiv in weiteres Personal und eine Verbesserung und Modernisierung der Ausrüstung. Da kann es nicht sein, dass gleichzeitig so gut funktionierende Standorte wie die PI Nord in Stadtamhof geschlossen werden und die Sicherheitslage der Bevölkerung darunter leidet!“ so Peter Aumer.

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