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Eklat

Wirbel beim Kneitinger Bierschlegl

Manuel Wolf gewann den Kabarett-Wettbewerb in Regensburg. Ein anderer Beitrag war dem Publikum zu anzüglich.
Von Ingrid Kroboth, MZ

Rudy Christl (r.) überreicht den „Kneitinger Bierschlegl“ an Sieger Manuel Wolf.
Rudy Christl (r.) überreicht den „Kneitinger Bierschlegl“ an Sieger Manuel Wolf. Foto: Kroboth

Regensburg.Wie kommt ein „Kneitinger Bierschlegl“ nach Köln? Mit Manuel Wolf, dem Gewinner dieser hölzernen Trophäe, der sich in Bayern auch gern mal beschimpfen lässt. „Weil ich ohnehin kein Wort versteh“, sagt er. Beim dritten Drei-Länder-Kabarett-Wettbewerb im Zaubertheater des Prüfeninger Schlossgartens kämpften am Samstag fünf Schlappmäuler um den begehrten Bierschlegl und die Preisgelder.

Kandidaten aus Deutschland und Österreich

Angekündigt waren Kabarettisten aus drei Ländern. „Aber die Schweizer sind beim Zaubern stärker“, sagte Veranstalter Rudy Christl über die auf Deutschland und Österreich reduzierte Teilnehmerriege. Die fünf Finalisten – sie wurden aus 61 Bewerbern gewählt – gestalteten das Abendprogramm. Die Fachjury mit Charivari-Moderator Wolfgang Subirge, BR-Moderator Matthias Matuschik und Christl bewertete die Auftritte.

Als Erster betrat Manuel Dospel die Bühne im vollen Schlossgarten-Saal. Er bezeichnete sich selbst als einen junger Mann „aus dem Gebirg in der Nähe von Wien“. Dospel machte sich Gedanken um das Leben einer heute 106-Jährigen, die noch die Anfänge von Radio und Fernseher erleben durfte. Weiter ging es mit Julian Wittmann aus Erding, der von den Wohnungs-Problemen beim „Bappa“ erzählte und den Anfängen seiner Dichter- und Komponistenkarriere. Aber selbst seine Oma lasse sich „liaba Krampfadern rausmacha“, als dass sie ihm „beim Spuin“ zuhören müsste.

Eine Frau mit Kindern verließ den Saal

Ihm folgte „Die Puderdose“, zwei Damen aus München, die für einen Eklat sorgten. Zusammen mit Toni am Klavier trugen sie die menschlichsten aller Themen auf die Bühne: Sex und Liebe. Doch nicht allen Gästen gefielen die unverblümten Lustbeschreibungen. So gab es Zwischenrufe von Gästen, die deutlich machten, was sie von der Nummer halten. Eine Frau mit zwei Kindern verließ den Saal sogar.

Der Kabarett-Wettbewerb

  • Der „Kneitinger Bierschlegl“:

    Das Zaubertheater veranstaltet den Wettbewerb. Er findet alle zwei Jahre im Wechsel mit einer Zaubershow. Die Leitung hat Profi-Zauberer und Kabarettist Rudy Christl aus Regensburg inne.

  • Das Finale:

    Die fünf Finalisten hatten am Samstag jeweils 20 Minuten Zeit, Ausschnitte aus ihren Kabarett-Programmen vorzustellen. Der Gewinner bekam den mit 200 Euro dotierten Pu-blikumspreis.

  • Die Jury:

    Ausgewertet wurden die Beiträge von Charivari-Moderator Wolfgang Subirge, dem BR3-Moderator und Kabarettisten Matthias Matuschik und Veranstalter Rudy Christl. Außerdem hatte jeder Gast eine Stimme. (lik)

Nach einer kurzen Verschnaufpause bewies dann auch der Kölner Manuel Wolf sein Talent als schlagfertiger Stehgreif-Dichter und Komponist.

Er fasste vom Publikum vorgegebene Lieder in neue Musikstile: „Die schöne blaue Donau“ als Techno, Hardrock, Klassik und Tango. Den Schlusspunkt setzte Markus Kapp aus Karlsruhe mit seinem Vorschlag zu neuer Unterhaltung in der Kirche. Nach einer rasanten Auswertung der Stimmzettel standen die Sieger fest. Jury und Publikum waren sich einig: Der Kneitinger Bierschlegl ging an Manuel Wolf und damit auch das Preisgeld von 500 Euro (Jury) und 200 Euro Publikumspreis. Mit 300 Euro war der zweite Platz von Markus Kapp dotiert und mit 200 Euro Rang drei von Julian Wittmann.

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