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Kommunalpolitik

Wolbergs und Schweiger wollen Neubeginn

Ein Zusammentreffen auf Augenhöhe: Die neu gewählte Landrätin und der künftige Oberbürgermeister wollen in den nächsten Jahren an einem Strang ziehen.
Von Gabi Hueber-Lutz, MZ

„Gipfeltreffen“ Stadt-Land: Die künftigen Chefs Joachim Wolbergs und Tanja Schweiger trafen sich zum Gespräch in Pentling. Foto: Hueber-Lutz

PENTLING.Da sollten Zeichen gesetzt werden: Noch nicht im Amt, trafen sich am Freitag der designierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und die designierte Regensburger Landrätin Tanja Schweiger in Pentling. Von diesem Treffen solle ein Signal ausgehen in Richtung Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen der Stadt und dem Landkreis, da waren sich beide einig.

Er sei sicher, dass es gelingen werde, so miteinander umzugehen, dass das von gegenseitigem Respekt getragen sei, sagte Wolbergs und betonte: „Ein Oberbürgermeister ist nicht mehr wert als eine Landrätin und ein Bürgermeister.“ Tanja Schweiger bekundete, sie halte es für ganz wichtig, dass die Politik es künftig im Bewusstsein habe, dass die Menschen nicht in Landkreisgrenzen denken. „Es geht uns allen nur gut, wenn es uns gemeinsam gut geht!“, so ihre Überzeugung.

Direkter Austausch

Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land war in der Vergangenheit bekanntermaßen ja nicht immer einfach. Joachim Wolbergs sah deshalb durchaus einen Vorteil darin, dass beide Chefsessel nun neu bestzt sind. „Ich glaube, wenn zwei neu durchstarten, ist das eine Chance für einen echten Neubeginn.“ Auch Hans Schaidinger und Herbert Mirbeth hätten zusammengearbeitet, aber oft hätten sie sich über die Zeitung unterhalten. „Das werden wir nicht tun!“, versprach der künftige OB.

Wirklich konkret wurden die beide neuen Chefs in Stadt und Landkreis nicht. Nein, zu einzelnen Themen könnten sie noch nichts sagen. Jeder müsse sich erst finden, seine Gremien strukturieren, sagte Wolbergs. Man fange ja außerdem auch nicht bei Null an. Es gebe ja durchaus ein Gremium, das sich mit dem gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum beschäftige.

Ein paar gemeinsame Themen erwähnte Joachim Wolbergs er aber trotzdem. „Wir sind heilfroh, wenn das Umland Wohnraum bietet, das entlastet die Situation in Regensburg.“ Auch was den Tourismus betrifft, könnten beide voneinander profitieren. Die Stadt wolle ja nicht nur Tagestouristen, sondern auch Übernachtungstouristen. Und dazu brauche sie das Umland.

Und wenn es schwierig wird? Wenn Themen wie die Verkehrsinfrastruktur auf die Tagesordnung kommen? Interkommunelle Gewerbegebiete? Die Frage nach den Gymnasien? Zu keinem der Themen wollten sich Wolbergs und Schweiger Konkretes entlocken lassen.

Auch Trennendes anerkennen

Es werde immer Fragen geben, wo die Stadt und der Landkreis verschiedene Interessen hätten, sagte Wolbergs vorausschauend. Entscheidend sei es, darüber zu reden. Und im Zweifelsfall müsse man anerkennen, dass man nicht zusammenkommt, ohne das auf andere Punkte zu übertragen.

Man werde nun erst einmal die gemeinsamen Dinge ausloten, meinte Tanja Schweiger. Und dann kam die Noch-Landtagsabgeordnete durch: Jetzt führe Ministerpräsident Horst Seehofer das G 9 ein, dann müsse man die Schullandschaft sowieso auf andere Beine stellen.

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