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Hochschule

Zur Einweihung kam der Staatssekretär

Anfang Oktober ziehen wieder Studenten in das Wohnheim in Regensburgs Unterer Bachgasse. Drei Semester lang wurde renoviert.
Von Daniel Geradtz, MZ

Das Studentenwohnheim in der Unteren Bachgasse
Das Studentenwohnheim in der Unteren Bachgasse Foto: Geradtz

Regensburg.Die Farbe ist getrocknet und in der kommenden Woche findet die Schlüsselübergabe statt. Nach einer Sanierungszeit von etwa eineinhalb Jahren wird das Wohnheim des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz in der Unteren Bachgasse zu Beginn des kommenden Semesters wiedereröffnet. Am Freitag fand die offizielle Einweihung statt.

Dass die Arbeiten so schnell abgeschlossen werden konnten, ist für Gerlinde Frammelsberger keine Selbstverständlichkeit. „Wir haben es in drei Semestern geschafft. Das ist nicht ohne, weil es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt“, so die Geschäftsführerin des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz. Die Investitionssumme für die Maßnahme beliefen sich auf 1,45 Millionen Euro. Die Obersten Baubehörde bewilligte einen Zuschuss von 705 000 Euro.

Die Küchenzeile eines Apartments Foto: Geradtz
Die Küchenzeile eines Apartments Foto: Geradtz

Ohne die Förderung hätte das Studentenwerk die Modernisierung nicht durchführen können. „Durch die günstige Miete von rund 100 Euro zuvor konnten wir nur wenige Rücklagen bilden“, so Frammelsberger. Fortan müssen die Studenten der 25 Zimmer eine Kaltmiete von rund 175 Euro zahlen. Aufgeteilt sind die Wohneinheiten in 19 Apartments und sechs Zimmer ein Zweierwohngruppen.

Gebäude stammt aus drei Epochen

Jedes der zwischen 13 und 19 Quadratmeter großen Zimmer ist mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet. In den Wohngruppen teilen sich zwei Bewohner eine Küche, während jedes Apartment über eine eigene Pantry-Küche verfügt.

Die Sanierung des 1979 in Betrieb genommenen Wohnheims musste aus mehreren Gründen durchgeführt werden. Weil bisher nur das zentrale Treppenhaus vorhanden war, untersagte die Feuerwehr nach einer Brandschau vor etwa zwei Jahren die Nutzung des oberen Geschosses. Zudem konnte zwischenzeitlich an einigen Anschlüssen keine ausreichende Trinkwasserhygiene mehr sichergestellt werden.

Das Studentenwerk

  • Das Gebiet des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz

    erstreckt sich über die Hochschulestandorte Regensburg, Passau, Landshut und Deggendorf.

  • In Regensburg

    betreibt das Studentenwerk an der OTH und der Universität zwei Mensen und neun Cafeterien.

  • In den zehn Wohnanlagen

    stellt das Studentenwerk rund 1500 öffentlich geförderte Wohneinheiten zur Verfügung. Etwa die gleiche Menge stellen andere Träger bereit.

  • Etwa 30 Prozent der Studenten

    , die in Anlagen des Studentenwerks leben, stammen aus dem Ausland. Sie hätten in den Wohnheimen andere Träger keine Chance, einen Platz zu erhalten, sagt Gerlinde Frammelsberger.

Das Treppenhaus ist das Bindeglied zwischen verschiedenen Häusern: Es fasst drei Gebäude aus unterschiedlichen Entstehungszeiten zu einem zusammen. Aus diesem Grund ergeben sich auch innerhalb der Etagen Höhenunterschiede. Die Häuser stammen aus verschiedenen Epochen. Sie wurden im 12., 17. und 20. Jahrhundert errichtet.

Zur offiziellen Eröffnung der Wohnanlage kam am Freitag Bernd Sibler, Staatssekretär für die Fachbereiche Wissenschaft und Kunst im Staatsministerium für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst nach Regensburg. „Wir wissen, dass die studentische Infrastruktur wichtig ist“, so Sibler. Das Deutsche Studentenwerk bescheinigt uns, dass das kein anderes Bundesland so gut macht wie Bayern“, fügte er hinzu. Schließlich hätte sich der Freistaat spätestens seit dem doppelten Abiturjahrgang mit den Anforderungen vertraut machen können.

Weiterer Wohnraum wird entstehen

Mit dem Start des neuen Semesters am 1. Oktober kehrt dann auch Leben in das renovierte Wohnheim ein. Die Wohneinheiten waren schnell vergeben, als das Studentenwerk im August damit begann, die Zimmer zu vermieten.

Der studentische Wohnungsmarkt ist in Regensburg weiterhin angespannt. Durch die Sanierung eines Teilbereichs des Wohnheims in der Dr.-Gessler-Straße sind derzeit etwa 170 öffentlich geförderte Wohnungen nicht verfügbar. Doch es soll nachgerüstet werden: „Auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne werden 200 neue Wohneinheiten entstehen. Durch eine mögliche Zusammenarbeit mit einem Investor könnten noch einmal 200 weitere Wohnungen entstehen“, so Gerlinde Frammelsberger.

Ein Nachteil sei, dass bei den Neubauten auch neuer Parkraum bereitgestellt werden müsse, obwohl die meisten Studenten nachweislich diesen gar nicht benötigen würden. Eine Ausnahme dieser Regelung ist aber nicht in Sicht.

„Ich verstehe das schon. Aber wenn wir an einer Stelle anfangen, eine Ausnahme zu machen, bekommen wir an vielen Stellen ein Problem“, entgegnete Oberbürgermeister Joachim Wolbergs, der das Thema aber im Auge behalten will.

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