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Notfall

Brandstiftung im Regensburger Westen

Die Feuerwehr rückte zu zwei Einsätzen am Roten-Brach-Weg und in der Killermannstraße aus. Jetzt ermittelt die Kripo.

Regensburg.In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mussten Berufsfeuerwehr und Löschzug Winzer gleich zweimal zu Bränden im Westenviertel ausrücken. Gegen 22.20 Uhr hatten Anwohner zunächst Rauch gemeldet, der aus einem Keller am östlichen Ende des Roten-Brach-Weges austrat. Laut einer Pressemitteilung der Feuerwehr arbeiteten sich die Einsatzkräfte über den Treppenraum und die Tiefgarage in den Keller vor. So konnten sie den Brand schnell unter Kontrolle bringen. „Ich habe gar nicht viel mitgekriegt“, sagte ein Nachbar am Mittwoch. „Als ich aufgewacht bin, standen die Leute schon draußen und die Feuerwehr war da.“

Zweiter Brand in der Nähe

Nur fünf Minuten nach der ersten Meldung ging ein zweiter Notruf in der integrierten Leitstelle ein: Ein paar Straßen vom ersten Brand entfernt, in der Killermannstraße, stand eine Garage in Flammen. Da diese als Lager benutzt worden war, mussten die Feuerwehrleute die Garage hier erst per Hand ausräumen, bevor sie die Flammen löschen konnten. So konnten die Einsatzkräfte auch verhindern, dass der Brand auf ein angrenzendes Wohnhaus übergriff.

Insgesamt waren bei den beiden Einsätzen 32 Feuerwehrleute im Einsatz. Zwei Personen mussten laut der Pressemitteilung vom Rettungsdienst versorgt werden. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei nach ersten Einschätzungen auf etwa 2 000 Euro im Roten-Brach-Weg und 15 000 Euro in der Killermannstraße.

Noch in der Nacht übernahm die Kriminalpolizei Regensburg die Ermittlungen zu den beiden Brandfällen. Nach ersten Erkenntnissen ist zumindest für das Feuer in der Garage keine technische Ursache erkennbar, weshalb von einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandstiftung ausgegangen werden muss. Weitere Details zu den Brandursachen in beiden Fällen waren laut Albert Brück, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, auch am Mittwochnachmittag noch nicht bekannt.

Aus dem Keller drang Rauch. Foto: Anna Jopp
Aus dem Keller drang Rauch. Foto: Anna Jopp

Aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe der beiden Brände schließen die Ermittler zudem nicht aus, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen geben könnte. „Wichtig ist jetzt erstmal eine sorgfältige Spurensicherung“ sagte Polizeisprecher Brück. Erst dadurch könnten belastbare Zusammenhänge zwischen den Fällen oder Verbindungen zu früheren Bränden hergestellt werden.

Frühere Fälle bleiben ungeklärt

Schon im vergangenen Jahr hatte es mehrere rätselhafte Brandfälle im Regensburger Stadtgebiet gegeben. So brannte im Herbst gleich zweimal hintereinander das Vereinsheim der Kleingärtneranlage „Land in Sonne“ in der Augsburger Straße. Wenige Straßen weiter war innerhalb weniger Wochen ebenfalls zweimal Feuer in unterschiedlichen Gebäuden des Sportgeländes der SG Post/Süd am Kaulbachweg ausgebrochen. Für den jüngeren dieser beiden Brände machte eine Untersuchung im Oktober einen technischen Defekt als Brandursache aus. Die übrigen Vorfälle seien jedoch auch weiterhin nicht geklärt, sagte Brück auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Auch einen Zusammenhang zu den aktuellen Bränden könnten die Ermittler deswegen derzeit nicht ausschließen.

Bei den aktuellen Bränden im Stadtwesten bitten die Ermittler um Mithilfe von Zeugen aus der Bevölkerung: Wer in der fraglichen Nacht etwas Ungewöhnliches beobachtet hat, soll sich unter der Nummer (0941) 5 06 28 88 an die Regensburger Kriminalpolizei wenden.

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