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Zwei Organisationen unter einem Stern

Johanniter und Malteser leben eine vorbildliche ökumenische Gemeinschaft. Jetzt feierten sie in Regensburg einen gemeinsam Gottesdienst.

Regensburg.Das achtspitzige weiße Kreuz ist das Jahrhunderte alte „Logo“ der Johanniter Unfallhilfe und des Malteser Hilfsdienstes. Gemeinsam feierten sie an St. Johanni einen ökumenischen Gottesdienst. „Unsere Bruderschaft wird unvergänglich sein, weil der Boden, auf dem diese Pflanze wurzelt, das Elend der Welt ist“, zitierte Malteser-Kaplan Monsignore Dr. Roland Batz in seiner Predigt den „Vater“ der beiden Hilfsdienste, Meister Gerhard, der zu Beginn des zwölften Jahrhunderts lebte. Beide Hilfsorganisationenarbeiten vorbildlich zusammen. „Das gibt es in Deutschland so schnell nicht noch einmal!“, sagte Dr. Rainer Tichy, Diözesanleiter der Malteser. Ein gutes Beispiel dafür sei der Mahlzeitendienst. Wenn das Personal dieses Dienstes bemerke, dass ein älterer Mensch vereinsame, könne man auf das vielschichtige Netz des Hilfsdienstes zurückgreifen und Ehrenamtliche mit einbinden, so Dr. Tichy.

Was die Veranstaltung auch zeigte: Helfen ist bei der jungen Generation nicht out. Viele junge Leute sind gekommen. So wie Monika Heubl und ihre Kollegin Kathrin Stuber aus Wenzenbach. Monika Heubl arbeitet bei den Johannitern mit dem Nachwuchs. Zehn bis 15 Kinder und Jugendliche betreut sie regelmäßig. Sie lernen bei ihr das Handwerkszeug der Ersthelfer. Wie die Jugendbetreuer vieler Vereine kennt auch sie das Problem, dass Jugendliche ab einem gewissen Alter wegbrechen, andere Interessen entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt müsse man schauen, sie einzubinden. Im richtigen Rettungsdienst mitfahren können sie erst ab 18 Jahren, erzählt Kathrin Stuber. Aber bei Veranstaltungseinsätzen könnten sie zum Beispiel schon eher dabei sein und erste Erfahrungen sammeln.

Oliver Braun ist als Ortsbeauftragter der Johanniter von Regensburg auch für den Nachwuchs zuständig und er beurteilt die Situation recht optimistisch. Groß Werbung müsse er nicht machen, um junge Leute zu motivieren. „Durch Mundpropaganda bekommen wir immer wieder Helfer.“ Attraktiv mache den Rettungsdienst seiner Meinung nach die Gemeinschaft, die untereinander und mit den Maltesern herrsche. „Wir haben ein familiäres Verhältnis, das zeichnet uns aus.“

Offensichtlich wohl im Kreis der Helfer fühlen sich an diesem Abend auch Timo Tauer und Stefan S., zwei 14-jährige Domspatzen. Sie sind Schulsanitäter der Malteser, gut ausgebildet in Erster Hilfe und werden über Handy gerufen, wenn es in der Schule einen Notfall gibt. Bei ihren Mitschülern werde das sehr gut angenommen, erzählen die beiden Jungs, und sie finden es schön, Verantwortung zu tragen. Auf der anderen Seite der Altersskala stehen Josef und Alma Pröll aus Weiden. Sie waren beide lange ehrenamtlich im Krankenfahrdienst tätig. Heute organisieren sie Seniorengruppen. (lhl)

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