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Tragödie

Ex-Freundin erstochen und Feuer gelegt

Der 41-Jähriger hat die 37-Jährige getötet, bevor er ihre Wohnung in der Schottenstraße anzündete und selbst starb.
Von Christian Eckl

In diesem Haus in der Regensburger Schottenstraße spielte sich die Tragödie ab, bei der zwei Menschen starben.
In diesem Haus in der Regensburger Schottenstraße spielte sich die Tragödie ab, bei der zwei Menschen starben.

Regensburg.Jetzt ist es schreckliche Gewissheit. Die beiden Toten aus der Schottenstraße kannten sich nicht nur, sie waren bis vor wenigen Jahren ein Paar. Das hat die Polizei nun bekanntgegeben. Am vergangenen Mittwoch meldeten Anwohner einen Brand in der Schottenstraße in der Regensburger Altstadt. Auch der Brandmelder der Wohnung im ersten Stock des Wohngebäudes wurde ausgelöst. Als die Rettungskräfte in das Wohnhaus gegenüber dem Priesterseminar eindrangen, fanden sie bereits Spuren von Blut am Boden vor. In der Wohnung fanden sie dann eine 37-Jährige sowie einen 41-Jährigen. Beide wiesen schwere Verletzungen auf.

Schon am Mittwoch stand im Raum, dass es sich um ein Gewaltverbrechen mit anschließender Selbsttötung gehandelt haben könnte.

Tragödie

Zwei Leichen geben Rätsel auf

Bei einem Feuer sind eine 37-jährige Frau und ein 41-jähriger Mann ums Leben gekommen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Dieser Verdacht wurde nun durch die angeordnete Obduktion bestätigt. „Da Hinweise für eine Gewalttat vorlagen, ist eine gerichtsmedizinische Untersuchung der Verstorbenen angeordnet worden“, teilte Dietmar Winterberg vom Polizeipräsidium Oberpfalz mit. Sowohl die 37-Jährige als auch der 41-jährige Mann wiesen schwere Verletzungen auf, die nicht auf den Brand zurückzuführen waren.

„Das Motiv der Tat wird im persönlichen Bereich vermutet, das Opfer und der Täter standen bis vor wenigen Jahren in einer Beziehung.“

Polizeisprecher Dietmar Winterberg

Die bisherigen Erkenntnisse der polizeilichen Ermittlungen und der Spurensicherung lassen den Schluss zu, dass der 41-Jährige die Frau in der Schottenstraße aufgesucht hatte. Der Mann soll seiner Ex-Freundin dann mit einem Messer „multiple Stichverletzungen“ zugefügt haben.

Kriminalität

Vieles deutet auf Gewalttat hin

Die beiden Toten in der Regensburger Schottenstraße kannten sich gut. Was in der Wohnung passierte, ist immer noch unklar.

Das heißt, dass er offenbar mehrmals zugestochen haben muss. Das sind jedenfalls die Schlussfolgerung der obduzierenden Gerichtsmediziner. Die Polizei geht weiter davon aus, dass die Frau bereits an den schweren Stichverletzungen verstorben war.

Die Obduktion

  • Leichenfund:

    Sind Anhaltspunkte dafür vorhanden, dass jemand nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, darf eine Leiche nicht bestattet werden. Die Staatsanwaltschaft ordnet dann eine Obduktion an.

  • Leichenschau:

    In einem rechtsmedizinischen Institut wird dann untersucht, was die Todesursache ist und wann der Tod eingetreten ist. Im konkreten Fall musste auch ausgeschlossen werden, dass ein Dritter an der Tat beteiligt war.

Doch nicht nur sie wies schwere Stichverletzungen auf. Offenbar hatte der Mann anschließend versucht, sich selbst mit dem Messer zu töten. Dann legte er den Brand. Er ist wohl an einer Rauchvergiftung gestorben, eine Reanimation am Tatort scheiterte.

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