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Rückblick

25 Jahre Versuch, Irrtum und Erfolge

Musicals, Chor- und Rockkonzerte – das heutige Cantemus-Repertoire ist das Ergebnis zahlreicher Experimente der Regensburger.
Von Sandra Adler

  • Auch klassische Werke gehören zum Repertoire, etwa Händels „Dixit Dominus“. Foto: Flemme
  • Im Steinbruch war Cantemus bei Beethovens 9. Symphonie dabei. Foto: Altrofoto.de

Regensburg.Für aufwendige Musical-Produktionen, zuletzt die „Addams Family“ und „Die Schöne und das Biest“, ist der Cantemus-Chor mittlerweile bekannt. Erste Theater-Luft schnupperte der Chor im Jahr 2000, als das Theater Regensburg für „Hänsel und Gretel“ einen Kinderchor suchte. Chorleiter Matthias Schlier war nicht sicher, ob seine Kinder das können, wollte sich aber die einmalige Gelegenheit nicht entgehen lassen. Tatsächlich wirken seitdem immer wieder Cantemus-Mitglieder bei Produktionen des Theaters mit. Zuletzt wurden sechs junge Sänger in der Wiederaufnahme der „Zauberflöte“ besetzt.

Regisseur und Choregraphin an Bord

2019 „lieh“ der Chor dem Stadttheater Sänger für „Die Zauberflöte“.
2019 „lieh“ der Chor dem Stadttheater Sänger für „Die Zauberflöte“.

Mit der Theatererfahrung im Rücken inszenierte der Chor mit „Das Mädchen und das Einhorn“ 2000 eigenständig ein Musical in der Alten Mälzerei. Mit Regisseur und Choreographin arbeitete er bereits professionell an der Gangsterparodie „Bugsy Malone“, die zwei Jahre später im Audimax aufgeführt wurde. Für Schlier sind solche Projekte immer Experimente – nach dem Motto „Versuch und Irrtum“. Trotz stressiger Vorbereitungen kam das Musical so gut an, dass der Chor es im Velodrom noch mal aufführen durfte. „Grease“, „Das Dschungelbuch“, „Der Sommernachtstraum“ oder „Monty Pythons Spamalot“ – viele weitere Musiktheaterstücke folgten über die Jahre.

Zu Gast im Stephansdom

Besonderes Konzert 2016: Mozart Requiem im Wiener Stephansdom Foto: Besl
Besonderes Konzert 2016: Mozart Requiem im Wiener Stephansdom Foto: Besl

Auch für das andere große Standbein, Konzerte klassischer Chorwerke, gaben Kooperationen mit dem Theater bei der „Matthäus-Passion“ und „Carmina Burana“ den Anstoß. Mit Haydns „Schöpfung“ wagte sich der Chor 2004 an das erste große Werk. „Da war mir schon mulmig zumute“, erinnert sich Schlier. Das Experiment glückte. Weitere anspruchsvolle Chorliteratur wurde umgesetzt. Ein Höhepunkt war die Aufführung von Mozarts „Krönungsmesse“ im Wiener Stephansdom.

Rockkonzerte veranstaltet Cantemus regelmäßig, zuletzt 2018. Foto: Effenhauser
Rockkonzerte veranstaltet Cantemus regelmäßig, zuletzt 2018. Foto: Effenhauser

Auch Rockkonzerte veranstaltete der Chor in den letzten Jahren regelmäßig. Im Februar gab es erstmals eine Swing Revue.

International unterwegs: Zusammen mit dem Kinderchor Pilsen inszenierte Cantemus 2013 die Kinderoper „Brundibár“. 2015 folgte zum Chorfestival ein weiterer Besuch in Pilsen. 2016 und 2017 ging der Chor auf Tournee in China. Nachdem das Xia-Hai-Yan Ensemble aus der Partnerstadt Qingdao im April in Regensburg zu Besuch war, werden nächstes Jahr wieder etwa 60 Cantemus-Sänger unterschiedlichen Alters nach China reisen.

Welches Musical – erraten Sie es anhand der Bühnenbilder und Kostüme? Klicken Sie einfach auf das Bild, um zu erfahren, was der Chor wann aufgeführt hat.

Musik

Cantemus: Proben für die große Bühne

25 Jahre Cantemus: Zum Start unserer Reihe über den Regensburger Laien-Chor blicken wir bei den Proben hinter die Kulissen.

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