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Kultur

Promi-Andrang bei Fürstin Gloria

Rund 3000 Menschen erlebten am Freitag beim Auftakt der Schlossfestspiele die „Zauberflöte“. Der Ehrengast von Fürstin Gloria war Viktor Orbán.
von marianne sperb, mz

  • Gloria von Thurn und Taxis vor der imposanten Zuschauerkulisse im Schlosshof Foto: altrofoto.de
  • Dirndl-Fans: Claudia Effenberg (rechts) zeigte Dirndl-Couture von Astrid Söll
  • Viktor Orbán, Beatrix von Schönburg-Glauchau, die Fürstin und Orbán Frau Anikó Lévai (von links)

Regensburg. Bei kühlen Temperaturen, aber regenfrei, feierten die Thurn- und Taxis-Schlossfestspiele am Freitagabend glanzvollen Auftakt im Hof von Schloss St. Emmeram. Gloria von Thurn und Taxis hatte zur Premiere des Festivals 2012, das heuer zum zehnten Mal über die Bühne geht, eine Reihe von VIPs zu Gast. Ranghöchster Besucher war Viktor Orbán. Ungarns Ministerpräsident kam mit seiner Frau, der Juristin Anikó Lévai, nach Regensburg. Die Fürstin hat über ihre Mutter enge Beziehungen zu dem Land; Gräfin Beatrix von Schönburg-Glauchau ist die Urenkelin des ungarischen Sozialreformers und Nationalhelden István Széchenyi und stammt aus einer der führenden Familien Ungarns.

Rangeleien mit Fotografen

Bevor die ersten Takte von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ erklangen – eine Produktion des Opernhauses Chemnitz – begrüßte Gloria den Regierungschef auf Ungarisch und ließ ihm zu Ehren die ungarische Nationalhymne spielen. Die 3000 Zuschauer erhoben sich geschlossen von ihren Sitzen.Im Vorfeld der feierlichen Szene war es beinahe zu Rangeleien gekommen: Als der Tross der Fotografen die Sitze von Gloria und Orbán hartnäckig belagerte, um Bilder zu schießen, erteilten die Leibwächter teils robuste Platzverweise. Orban ist in Europa äußerst umstritten. Vor allem die Einschränkung der Pressefreiheit wurde auch seitens der EU mehrfach kritisiert, ebenso wie sein Umgang mit der Justiz. Kritiker werfen ihm vor, das Land autokratisch umgestalten zu wollen. Dass Gloria Orban in ihrer Begrüßung als „Helden“ bezeichnete, sorgte für teils heftige Reaktionen.

Die Schlossherrin eröffnete die Veranstaltungsreihe, zu der bis 22. Juli rund 30 000 Menschen erwartet werden, mit einem Kompliment: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum: Herzliche Gratulation zu unseren Festspielen, auch an den Veranstalter und sein Team und an unsere Crew von St. Emmeram und Thurn und Taxis – denn ohne Sie alle gäbe es diese Festspiele nicht.“

„Ganz tolle Gäste hier“

Die Fürstin zeigte sich stolz auf „ganz tolle Gäste, die wir dieses Jahr hier haben“. Neben Orbán kamen unter anderem aus der Wirtschaft Bertelsmann-Chefin Liz Mohn, aus der Politik Bayerns Europaministerin Emilia Müller und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, aus dem Jet-Set Claudia Effenberg, die Frau des Ex-Fußballstars, die Dirndl-Couture von Astrid Söll präsentierte, und aus der internationalen Gesellschaft der Investor und Kunstsammler Kari Gahiga aus Ruanda und der Archäologe Professor Dr. Emilio Marin aus Zagreb, früher in Rom Botschafter der Republik Kroatien beim Heiligen Stuhl.

Nach der Opernvorstellung verwöhnte Sternekoch Thomas Kellermann rund 350 Gäste im Zeltrestaurant von Monika Schmid; bis weit in die Nacht wurde gefeiert.

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