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Alles sitzt zum Start der Kurzfilmwoche

Durchatmen kann Leiter Philipp Weber dann, wenn der erste Film des Regensburger Festivals läuft. Auch das Rahmenprogramm wartet mit Highlights auf.
Von Heike Haala, MZ

So entspannt, wie es auf dem Foto aussieht, ist die Vorbereitung der Internationalen Kurzfilmwoche für Philipp Weber, den organisatorischen Leiter, lange nicht. Foto: Haala

Regensburg.Die riesigen roten Sitzkissen im Theatersaal des „W1 – Zentrum für junge Kultur“ sind dann doch zu verführerisch. Philipp Weber, der organisatorische Leiter der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg, lässt sich vor der Leinwand hineinplumpsen. Länger als eine halbe Minute hält es ihn in dieser Position einen Tag vor der Eröffnung des Festivals aber nicht – schließlich soll am Mittwochabend alles perfekt sein, wenn die Jubiläumsausgabe startet.

Dann wird im Theatersaal des W1 ein Kinosaal mit 100 Sitzplätzen bereit stehen. Das Zentrum für junge Kultur ist in diesem Jahr zum zweiten Mal Spielort. Hier gibt es außerdem eine dokumentarische Fotoausstellung zum Länderschwerpunkt, dem Libanon: „Hier zeigen wir, wie ein Land funktioniert, das so groß ist wie Niederbayern, 4,5 Millionen Einwohner hat und 18 Religionen beheimatet.“

Neu in diesem Jahr ist auch ein Webprojekt, auf das Weber schon gespannt ist: Die Filmproduzenten Bernadette Klausberger und Niklas Hlawatsch sowie Constanze Langer, Professorin für Visual Interace Design an der FH Potsdam, werden anhand des Themas Panik zeigen, welche neuen Darstellungsformen das Internet bietet. Es startet am Sonntag um 17 Uhr im Café des W1. Außerdem gibt es zwei Workshops im W1, bei denen regionale Filmmacher etwas über das Licht im Film lernen können: am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr.

Die eigentlichen Stars aber sind die Kurzfilme, die das Organisatorenteam aus über 5000 Einsendungen ausgewählt und in vier Kategorien eingeordnet hat. Auch bei dieser Ausgabe gibt es wieder den Internationalen und den Deutschen Wettbewerb, das Bayernfenster und das Regionalfenster, in denen die Filme ausgestrahlt werden. Wem das nicht reicht, der kann sich auch bei den Sonderprogrammen wie den Plattenfilmen oder bei Poetry in Motion vergnügen.

Bei aller Freude über das Programm und die Möglichkeit, an dem inzwischen traditionellen Festival mitarbeiten zu können, liegt in diesem Jahr doch auch ein Schatten über der Kurzfilmwoche: Die Organisatoren fragen sich, was aus dem Festival wird, sollte das Ostentorkino wirklich schließen müssen. Immerhin ist es der größte Spielort des Festivals. Zudem befürchtet das Team, dass die Miete in einem anderen, ähnlich großen Kinosaal teurer sein könnte.

Daran will am Dienstag vor dem Festivalstart aber weder Philipp Weber noch sonst jemand aus seinem Team denken. Sie werden nicht aufhören, zu arbeiten, bis die letzte Sekunde Kurzfilm auf ihre Server geladen ist.

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