MyMz
Anzeige

An der Jugendfarm nagt die Corona-Krise

Die beliebte Einrichtung in der Taunusstraße sieht ihren Betrieb langfristig gefährdet. Sie bittet um Unterstützung.
Von Daniel Steffen

Petra Schrod von der Kinder- und Jugendfarm kümmert sich liebevoll um die Tiere. Aber auch an der Taunussstraße macht sich die Corona-Krise finanziell bemerkbar.  Foto: Daniel Steffen
Petra Schrod von der Kinder- und Jugendfarm kümmert sich liebevoll um die Tiere. Aber auch an der Taunussstraße macht sich die Corona-Krise finanziell bemerkbar. Foto: Daniel Steffen

Regensburg.Sie ist ein Magnet für Familien mit Kindern aus dem gesamten Stadtgebiet: Die Kinder- und Jugendfarm in der Taunusstraße lockt mit ihren Tieren große und kleine Besucher an. Rund 60 davon gibt es dort an der Zahl – und etwa 100 Tauben extra. Von kleinen Schweinen über Enten und Hühner bis hin zu Schafen und Alpakas ist die Fauna zum Greifen nah und manch ein Bewohner der Idylle mag von den Gästen gern gestreichelt werden.

Strich durch die Rechnung

Gerade, weil Kinder aus der Stadt mit Farmtieren sonst kaum oder nicht mehr in Berührung kommen, ist die Einrichtung sehr gefragt. Höhepunkt wie das Frühlings- oder das Herbstfest ziehen gar Hunderte von Besuchern an und der zweimal wöchentlich stattfindende Offene Betrieb ermöglicht es Besuchern, mal selbst für die Tiere Hand anzulegen. Doch die Corona-Krise macht auch dem Farm-Team einen Strich durch die Rechnung, denn seit dem 14. März hat die Farm für jegliche Besucher geschlossen.

Gestrandet

Zirkus steht wegen Corona vor dem Aus

Keine Aufführungen, kein Stellplatz und Rücklagen für höchstens zwei Wochen: Francesco Medrano sitzt in Mintraching fest.

„Alle pädagogischen Aktionen und Buchungen, wie zum Beispiel für Schulkassen, mussten deshalb storniert werden“, teilt Vorstand Friederike Langhammer vom Trägerverein JuFatreff mit.

Da (vorübergehend) nun gar kein Publikumsverkehr mehr herrscht, wurde auch der Offene Betrieb eingestellt, ebenso wie Kindergeburtstage und ähnliche Aktionen. Flach fällt auch das beliebte Frühlingsfest der Kinder- und Jugendfarm, das eine besonders wichtige Einnahmequelle darstellt. Rechnet Langhammer die ausbleibenden Einnahmen im Zeitraum bis Ende April zusammen, dann kommt sie auf gut 5000 Euro, die der Einrichtung unterm Strich fehlen.

Die Jugendfarm

  • 4000 Quadratmeter:

    Die Kinder- und Jugendfarm in der Taunusstraße verfügt über ein rund 4000 Quadratmeter großes Gelände. Dort leben artgerecht Kaninchen, Meerschweinchen, Ziegen, Schafe, Alpakas, Mini-Schweine, Enten, Hühner und Tauben.

  • Mitarbeiter und Helfer:

    Vier hauptamtliche Mitarbeiter und zahlreiche „Ehrenamtliche“ gewährleisten den Betrieb.

Das schmerze die Kinder- und Jugendfarm sehr, zumal diese auf Spenden und die Einnahmen aus den verschiedenen Veranstaltungen angewiesen sei. „Zwar haben wir noch Rücklagen, aber irgendwann werden diese aufgebracht sein“, skizziert sie die brisante Lage. Langfristig sei damit der Betrieb der Kinder- und Jugendfarm gefährdet und darum bittet sie die Bevölkerung, die Einrichtung mit einer Spende zu unterstützen. „Egal in welcher Höhe, bei uns ist jede Spende willkommen“ sagt sie, um im gleichen Atemzug zu betonen, dass die Besucher auch nach den aufgehobenen Ausgangsbeschränkung „herzlich willkommen“ seien.

Tiere werden gut versorgt

Wie die hauptamtliche Mitarbeiterin Petra Schrod betont, geht es den Tieren weiterhin gut. „Sie werden täglich durch unser Team gut versorgt“, sagt sie. Neben den vier hauptamtlichen Mitarbeitern seien auch acht „Ehrenamtliche“ im Einsatz, die sich um das Wohl der Farm-Bewohner kümmern.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht