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Regensburg-Stadt
Dienstag, 17. Juli 2018 30° 3

Berufswahl

Berufsmesse in der Donau-Arena eröffnet

Zwei Tage informieren sich 2500 junge Leute bei der Vocatium in Regensburg über Ausbildung. Die Firmen hoffen auf Nachwuchs.
Von Gabi Hueber-Lutz

Einzelgespräche sind das Herzstück der Vocatium Fachmesse für Ausbildung und Studium. Foto: Hueber-Lutz
Einzelgespräche sind das Herzstück der Vocatium Fachmesse für Ausbildung und Studium. Foto: Hueber-Lutz

Regensburg.Sie haben die Wahl, doch diese Wahl sollte gut überlegt sein. Wenn es um den zukünftigen Beruf geht, stehen jungen Leuten viele Türen offen. Bei der Vocatium Fachmesse für Ausbildung und Studium präsentieren sich in der Donau-Arena noch bis zum Freitag, 13. Juli, insgesamt 73 Aussteller überwiegend aus den Bereichen Unternehmen, Hochschulen und Berufsfachschule/Akademien. Sie alle geben jungen Leuten verschiedenster Schulrichtungen Einblick in eine Fülle an Ausbildungsberufen und Studienmöglichkeiten.

Werbung um Nachwuchs

Gleichzeitig werben sie natürlich auch um Nachwuchs. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Region seien derzeit sehr günstig, sagte die Schirmherrin, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, gestern bei der Eröffnung. In vielen Bereichen habe man einen leer gefegten Arbeitsmarkt. Nikolaus Windisch, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Regensburg, bestätigte die guten Aussichten für Berufseinsteiger: Auf jeden Bewerber kommen rein rechnerisch drei Stellen, sagte er. Des einen Freud, des andern Leid. Den Betrieben fehlen Fachkräfte, die Industrie ist ein Magnet, der aus den Handwerksbetrieben Fachkräfte abzieht, berichteten die Fachleute.

Ralf Kohl, Bereichsleiter Berufsbildung der IHK Regensburg-Kelheim, legte den Nutzern der Messe ans Herz, bei der Berufswahl unbedingt darauf zu achten, was einem liegt, und in welchem Berufsbild sich die individuellen Fähigkeiten widerspiegeln. „Wenn ich etwas gerne mache, habe ich Erfolg“, ist nicht nur sein Credo. Die Messe funktioniert nach einem speziellen Konzept. Interessierte Jugendliche bummeln nicht nur von einem Stand zum andern. Sie haben auch verbindliche Termine für Gespräche bei Anbietern ihrer Wahl. Diese Gespräche wurden bereits im Vorfeld ausgemacht, können aber bei Bedarf auch noch vor Ort vereinbart werden.

Das Einzugsgebiet der Messe ist groß. Die Nutzer kommen aus dem Bayerischen Wald, aus Weiden, aus Neumarkt, aus Kelheim und natürlich aus dem Bereich Regensburg. Wie überall gibt es auch im Bezug auf die Berufswahl Trends. Zum Beispiel seien Berufe in der Altenpflege derzeit stark nachgefragt, sagte Kerstin Lehne vom Veranstalter.

Auswahl

  • Auswahl:

    Es präsentieren sich 110 Ausbildungsberufe, 82 duale Studiengänge, 195 klassische Studiengänge, 33 andere Angebote;

  • Nutzer:

    4 500 Schüler waren im Vorfeld über die Messe informiert worden, davon meldeten sich 2 500 an und vereinbarten an die 5 400 Einzelgespräche mit den Ausstellern. (lhl)

Großes Interesse herrsche auch für Berufe in der Industrie oder für den Bereich Erzieher. Bei den künftigen Studierenden seien es Lehramtsstudiengänge und Psychologie. Victoria, Nina und Sabine sind aus Regen zur Messe gekommen. Die Schülerinnen der Fachoberschule finden die Bandbreite der Firmen und Berufe gut, über die sie sich hier informieren können. „Man bekommt sehr viel mit“, ist Ninas Eindruck. Noah besucht mit seiner Klasse aus Bad Abbach (Landkreis Kelheim) die Messe. Der 15-Jährige interessiert sich für einen handwerklichen Beruf und hat Gesprächstermine mit einem Optiker, mit einem Hörgeräteakustiker und mit einem Vertreter der Branche Hoch- und Tiefbau.

Verbindliche Termine

Lehrer Stefan Ketterl kommt gern mit seiner 8. Klasse des M-Zugs auf die Messe. In den Pflichtterminen sieht er einen großen Vorteil, weil sich Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten müssen. Mitunter liege das Augenmerk sonst mehr darauf, möglichst viele Gummibären und Luftballons bei den verschiedenen Ständen einzusammeln. Die Gespräche kämen bei den jungen Leuten sehr gut an, bestätigt auch Christine Wutz, Mitarbeiterin des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien der Oberpfalz. Für Maria Kinzinger, Ministerialbeauftagte für Realschulen in der Oberpfalz, ist die Messe ein gelungenes Gesamtpaket bei dem es viele Informationen gibt und Kontakte geknüpft werden.

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