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Kirche

Botschaft mit Mikro

Der Liedermacher Andi Weiß sprach bei der Feier der Freien Evangelischen Gemeinde im Cinemaxx mit seinen Liedern den Gläubigen aus der Seele.
Von Angelika Lukesch, MZ

Der evangelische Liedermacher und Sänger, Diakon Andi Weiß, sang für die Freie Evangelische Gemeinde Regensburg im CinemaxX. Foto: lla

Regensburg.Sonntagmorgen, 10 Uhr, beste Gottesdienstzeit. Im Cinemaxx ist die Seitentür geöffnet und den Menschen strömen hinein. Sie gehen jedoch nicht in eine ausnahmsweise am Vormittag terminierte Kinovorstellung, sondern zu einer Feier der Freien Evangelischen Gemeinde (FEG) Regensburg.

Ein Gottesdienst im CinemaxX? Für die Angehörigen der FEG ist dies kein Widerspruch. Sie treffen sich einmal in der Woche ins Kino 6 im CinemaxX, um miteinander Gottesdienst zu feiern. Sie feiern ihn anders, als man es gewohnt ist, doch mit genauso viel Andacht. In der Regel steht eine Predigt im Mittelpunkt. Pastor Florian Käppeler hat für diesen Sonntag jedoch einen besonderen Gottesdienst organisiert. Der evangelische Diakon Andi Weiß, der neben seinen Aufgaben in seiner evangelischen Kirchengemeinde auch als Musiker, Sprecher und Moderator live auf der Bühne, aber auch in Radio und Fernsehen auftritt, wird Hauptperson dieser gottesdienstlichen Feier sein. Rund 70 Menschen machen es sich in den weichen Polstern des Kinosaals bequem und schauen dem Konzert mit Freude entgegen.

Andi Weiß ist ein freundlicher, schalkhafter und angenehmer 37-jähriger Mann, der mit seiner Frau Martina und seinem drei Wochen alten Sohn in München lebt. Er spricht sein Publikum, respektive die Gottesdienstbesucher, an wie gute alte Bekannte, und er trifft sie auf der Ebene, der alle angehören: von Mensch zu Mensch. In seinen Liedern geht es um die Liebe zu den anderen, aber auch um die Liebe zu sich selbst.

Die nachdenklich stimmenden Texte erzählen von den Abgründen, denen jeder Mensch im Laufe seines Lebens gegenübersteht. Liebe ist das zentrale Thema seines Konzerts, es geht aber auch um den Tod und andere Prüfungen. Für alle, die mutlos sind, intoniert er „Komm, gib nicht auf!“ und attestiert allen Menschen, auch denen, die im Saal sitzen und zuhören, dass sie „Helden des Alltags“ seien. Jeder vollbringe in seinem Leben stets das Beste, was er nur zu leisten vermöge, zeigt sich der evangelische Liedermacher überzeugt. Mit „Du bist geliebt“ und „Nie allein“ schließt Andi Weiß ein beruhigendes Konzert, das sich in die Hektik der modernen Lebenswelt so angenehm einfügte wie ein weiches Kissen auf einem harten Lager.

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