MyMz
Anzeige

Gastronomie

DJ-Petition knackt 1500-Teilnehmer-Hürde

Kneipenbesitzer beklagen zu strenge Vorgaben des Regensburger Ordnungsamts. Sie haben viele Unterstützer bekommen.

In Regensburg schwelt ein Streit um die Auflagen für DJs in der Gastronomie. Symbolfoto: Fredrik von Erichsen/dpa
In Regensburg schwelt ein Streit um die Auflagen für DJs in der Gastronomie. Symbolfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

Regensburg.Seit einiger Zeit schon schwelt der Streit um DJs in Regensburger Kneipen. Jetzt hat eine vor rund zwei Wochen gestartete Online-Petition die notwendige Zahl an Unterstützern erhalten. Bis Montagnachmittag kamen über 2300 Unterschriften zusammen - etwas mehr als 1500 davon aus Regensburg.

Szene

Krisengipfel wegen Regensburgs DJ-Streit

Ein Treffen zwischen Gastronomen und der Bürgermeisterin soll die Wogen glätten. Eine Online-Petition spitzt die Lage zu.

Die Urheber der Petition beklagen eine Überregulierung für gastronomische Betriebe durch das Ordnungsamt Regensburg, was aus ihrer Sicht zu einer drastischen Einschränkungen im kulturellen Angebot führe. Konkret geht es darum, dass ein Regensburger Wirt, der eine Kneipe oder eine Bar betreibt, einen DJ nur dann auflegen lassen darf, wenn dies als Veranstaltung angemeldet ist.

Maximal zwölf Veranstaltungen erlaubt

Der Haken an der Sache: Jeder Wirt bekommt maximal zwölf dieser Veranstaltungen im Jahr genehmigt - mit Ausnahmegenehmigung sind 24 solcher Auftritte möglich. Das ist nicht viel für eine Kneipe, die in der ein DJ allabendlich als Hintergrundmusik auflegen soll.

Das Ordnungsamt sieht das anders und kontrolliert nach: Viele Kneipen machen zu viele Veranstaltungen, um noch als Kneipe zu gelten, sondern eher als Diskothek, stellte die Behörde fest. Das Ordnungsamt verweist darauf, nur geltendes Recht anzuwenden und alle Kneipen gleich zu behandeln.

In der Petition, die jetzt die 1500-Unterzeichner-Marke geknackt hat, fordern die Initiatoren nicht nur auf weiteren Einschränkungen der gastronomischen Betriebe zu verzichten, sondern auch eine Lockerung der Veranstaltungsrichtlinien. Sie wollen für den Erhalt der Barkultur kämpfen. Dieser Kampf geht nun in die nächste Runde.

Kneipen-Szene ist verunsichert

Die Kneipen-Szene ist verunsichert. Um diese Unsicherheit zu beseitigen, hatte auch der örtliche Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Florian Mascarello, zusammen mit Karl von Jena (Café Anna) einen Brief an die Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer geschrieben. „Wir haben uns erkundigt: In anderen bayerischen Städten sehen die Ordnungsämter keinen Unterschied, ob Musik vom Band kommt oder ein DJ auflegt – so lange der Lärmschutz gewahrt bleibt, ist dies nicht genehmigungspflichtig“, schreiben von Jena und Mascarello. Sie fragen: „Woher kommt dieser Sinneswandel in Regensburg?“

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht