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DrugStop hält Angebot aufrecht

Die Ausnahmesituation treffe in der Gesellschaft gerade diejenigen am härtesten, die schon vor Corona „mit massiven gesundheitlichen und psychischen Problemen belastet“ waren, betont Maria Heilmeier.
Steffen Daniel

Unterstützung in doppelt schwierigen Zeiten: Kontaktstellen-Leiterin Maria Heilmeier reicht für ihre Klienten ein Care-Paket über den Zaun.  Foto: Steffen
Unterstützung in doppelt schwierigen Zeiten: Kontaktstellen-Leiterin Maria Heilmeier reicht für ihre Klienten ein Care-Paket über den Zaun. Foto: Steffen

Regensburg.Die Leiterin des Kontaktladens der „DrugStop“-Drogenhilfe an der Landshuter Straße 10 bietet ihren Klienten auch in kontaktarmen Zeiten vollumfänglich Hilfe an.

„In der Schnittmenge zwischen dem sozialen Anliegen sowie dem Auftrag des Vereins und der gebotenen Vorsicht verbleiben eine ganze Menge an Unterstützungsmöglichkeiten“, sagt sie. Damit Corona-Ansteckungen auch in der Drogenhilfe vermieden werden, ging der Verein unter anderem dazu über, sein Angebot auf telefonische und Online-Beratung umzustellen. So findet die telefonische Beratung montags bis freitags von 11 bis 15 Uhr statt, ferner besteht für die Klienten weiterhin das Angebot der Essensausgabe. Care-Pakete, die nun an allen sieben Tagen der Woche von 12 bis 14 Uhr kontaktlos über den Zaun ausgegeben werden, ersetzen das gemeinsame Frühstück und Mittagessen im Haus. Dank zahlreicher Lebensmittel-Spenden konnte dieses Angebot, bei dem das Kontaktladen-Team unter anderem Backwaren, Wurst, Süßigkeiten und Obst verteilt, gestemmt werden.

Wie Heilmeier berichtet, machen täglich rund 30 Klienten von diesem Angebot Gebrauch. „Sollten Klienten uns nicht persönlich erreichen können, dann liefern wir Care-Pakete auch an die Haustür. Zu diesem Zweck ist unser Streetworker mit dem Fahrrad unterwegs“, sagt Heilmeier. Ebenso aufrechterhalten bleiben konnte der Spritzentausch, der nun ebenfalls über den Zaun erfolgt. „Es ist schließlich sehr wichtig, dass unsere Klienten mit möglichst hygienischem Material arbeiten, damit sie sich zum Beispiel nicht auch mit Hepatitis C anstecken“, erklärt Heilmeier.

Bei der telefonischen Beratung indes würden immer mehr Fragen rund um das Corona-Virus angesprochen. Entsprechend häufig sei die Nachfrage nach Mundschutz-Masken, die der Kontaktladen (dank Spenden) seinen Klienten ebenfalls zur Verfügung stellt. „Auch bieten wir die Möglichkeit, sich bei uns die Hände zu desinfizieren. Dafür haben wir an unserem Tor einen Spender aufgestellt“, sagt Heilmeier. Abschließend bedankt sie sich herzlich für die bisher geleisteten Hilfen. Wer mit Spenden die Arbeit des Kontaktladens unterstützen möchte, möge sich bei ihr telefonisch unter (0176) 473 670 18 melden. (mds)

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