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Dult
Dienstag, 25. September 2018 15° 1

Jubiläum

„Ruheoase“ mitten im Dult-Trubel

Ein Vorbild für viele: Magdalena Kübler, die Chefin des Thurn-und-Taxis-Bierdorfs, feierte ihre 40. Regensburger Dult.
Von Daniel Steffen

  • Melissa Eckl, Robert Eckl jun. und sen., Wirtin Magdalena Kübler und Stefan Kübler (von links) sind ein unschlagbares Familienteam. Foto: Steffen

Regensburg.Als „Oase der Ruhe“ bezeichnet Magdalena Kübler ihr „Thurn und Taxis Bierdorf“ auf der Dult. Gemütlich-bayerisch geht es bei ihr zu, die vielen hölzernen Sitzbänke laden die Gäste zum Verweilen ein. Vor allem aber könne man ungestört ein Pläuschchen halten – und auch der Flirt-Faktor sei ein ganz anderer als in den großen Festzelten, sagt sie. Nun feierte Magdalena Kübler als Gastgeberin ihre 40. Regensburger Dult. Insbesondere aus den Reihen der Schausteller machten sich am Dienstag viele auf in den Biergarten, um ihr und ihrer Familie zum Jubiläum zu gratulieren. Pater Paul, der Dult-Seelsorger, gab den Jubilaren Gottes Segen mit auf den Weg.

Mit von der Partie war auch Rechts- und Regionalreferent Dr. Wolfgang Schörnig, der sich noch gut an die Anfangszeiten der Wirtin auf den Regensburger Dulten erinnert. Nachdem Magdalena Kübler bereits mehrere Jahre mit ihrem „Gaudischützen“-Geschäft vor Ort war, sprach Schörnig mit ihr über das damals neuartige Bierdorf-Konzept, das es so auf bayerischen Volksfesten noch nicht gegeben habe.

Aus der Idee wurde Wirklichkeit

Kübler willigte ein und fing erst einmal klein mit dem Biergarten an. „Lieber klein und voll als groß und leer“, sagte sie sich und wartete zunächst mit rund 150 Freisitz-Plätzen auf. Die Investition war nicht ohne Risiko, schließlich stehe und falle so ein Biergarten-Geschäft mit dem Wetter. „Wenn es an elf Dult-Tagen regnet, dann sieht die Lage für uns trüb aus“, weiß Kübler, die aus einer Artisten-Familie stammt.

Ein anderer Aspekt war zu Gründungszeiten auch, die Biermarke Thurn & Taxis weiter auf der Dult zu führen. Die Traditionsbrauerei war zwischenzeitlich aus der Domstadt weggezogen und kam somit für den Ausschank in den Festzelten nicht mehr in Frage. Wie Schörnig sagt, gab der damalige OB Hans Schaidinger jedoch sein „Okay“, dass die Brauerei weiter auf der Dult vertreten sein darf. Mit dem Biergarten sah Schörnig einen Lösungsansatz, wie dies am besten gelingen solle. Das war offenbar eine gute Idee: „Wir haben heute bayernweit viele Nachahmer gefunden“, sagt Schörnig stolz. Und Wirtin Magdalena Kübler erzählt von „vielen Stammgästen“, die sie im Laufe der Jahre habe gewinnen können.

„Auch ohne Halli Galli kann es sehr schön sein“, sagt Kübler, die bei der Konzeption des Geschäfts bewusst drauf geachtet habe, dass die Blickbeziehung zwischen ihren Gästen und den übrigen Dultbesuchern aufrecht erhalten bleibt. Schließlich solle das Motto „Sehen und gesehen werden“ gepflegt werden.

Schöne Erinnerungen gibt es für die Wirtin wie Sand am Meer. Diese fangen an bei der Eröffnung des Bierdorfs im Jahr 2005 – und auch der Ausbau des Geschäfts vier Jahre später sei groß gefeiert worden. Seitdem verfügt das Thurn und Taxis Bierdorf über 250 Außenplätze, recht neu ist auch die Front des Ausschankgebäudes mit seinen typischen Stadelfiguren.

Spaß mit der Gothic-Clique

„Am schönsten ist es, wenn man von den Gästen ein Lob bekommt. Dann hat man das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben“, sagt Kübler. Gerne erinnert sie sich an eine Gruppe schwarz gekleideter Gothics, denen zuvor der Eintritt in die Festzelte verwehrt worden war. „Die waren alle so nett und haben mir noch einen Strauß mit schwarzen Rosen geschenkt.“ Heute sieht sie die Leute der einstigen Clique regelmäßig als Gäste wieder –als stolze Familienväter und -mütter.

In ihrer eigenen Familie stehen die Zeichen gut. Ihr Mann Robert Eckl steht Magdalena Kübler stets zur Seite und Sohn Stefan (20) ist auf dem besten Weg, das Geschäft in absehbarer Zukunft zu übernehmen.

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