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Leckereien

Die Käse-Expertin der Regensburger Dult

Vom 67-Kilo-Käse-Laib zur hauchdünnen Scheibe: Berta Roth liebt ihren Job an der kalten Theke im Hahn-Zelt.
von Daniel Steffen

Ein Dult-Original: Berta Roth bedient seit 26 Jahren an der kalten Theke im Hahn-Zelt. Foto: Daniel Steffen
Ein Dult-Original: Berta Roth bedient seit 26 Jahren an der kalten Theke im Hahn-Zelt. Foto: Daniel Steffen

Regensburg.Nach dem ersten Muskelkater ist alles gut, sagt Berta Roth. Wenn die Regensburger Dult beginnt und sie täglich Käse zu schneiden hat, dann tun ihr die Arme nur am Anfang weh. Schnell wird die Arbeit zur Routine, wie es die Wenzenbacherin seit 26 Jahren auf den Regensburger Dulten gewohnt ist. „Das ist jetzt meine 51. Dult“, sagt die 62-Jährige, deren Gesicht man gut kennt, wenn man auf der Dult gerne Käse isst. Anzutreffen ist sie im Hahn-Zelt an der „kalten Theke“, wo es außer Käsespezialitäten auch Ofenflecke, Brezen, Obatzda-Brot und andere kleinere Speisen für den Sofortverzehr gibt.

Ein gigantisches Käserad wird pro Tag verkauft

Zum Käse gehört natürlich auch eine frische Brezn. Foto: Daniel Steffen
Zum Käse gehört natürlich auch eine frische Brezn. Foto: Daniel Steffen

Dass ihr die Arbeit seit mehr als einem Vierteljahrhundert immer noch so viel Spaß macht wie am ersten Tag, ist für Bertha Roth leicht zu erklären. „Wir haben hier ein tolles Team und viele nette Stammkunden, auf die man sich immer wieder gern freut“, sagt sie. Jüngere Leute seien ebenso vertreten wie „ältere Semester“ und genau das mache den Reiz aus. Und oft komme auch jemand aus einer Firma vorbei, um sich für den Mittagstisch unter Kollegen einzudecken.

Volksfest

Happige Preise: Das sagen Dultbesucher

Bei der wilden Preis-Fahrt auf der Maidult in Regensburg steigen nicht alle ein. Andere lassen sich davon nicht abschrecken.

Ins Auge fällt ein gigantisches Käserad in der Mitte. Es handelt sich um einen Emmentaler Käse aus den Alpen – jener Käse, der den Dultbesuchern in zumeist dünnen Scheiben serviert wird. Stolze 67 Kilo ist das Käserad im konkreten Fall schwer. Das Gewicht sei aber von Käse zu Käse verschieden, weiß Bertha Roth. Mit einem speziellen Käsemesser, das beidhändig zu benutzen ist, schneidet sie aus dem Käse größere Stücke heraus.

Sehen Sie hier mehr Bilder vom Kindernachmittag auf der Dult:

So schön war der Kindernachmitttag auf der Dult

Millimeter-dünne Scheiben

Diese sind dann klein genug, um auf der Käseschneidemaschine zu mundgerechten Portionen verarbeitet zu werden. Zumeist sind die Scheiben nur einen Millimeter dünn, so wie es sich ein Großteil der Dult-Gäste wünscht. Meist darf es noch ein wenig Salz und Pfeffer zum Käse sein, andere begnügen sich mit dem Salz allein. „Manche lieben zum Käse auch Paprika“, sagt Berta Roth, die die passenden Streuer stets zur Seite hat.

Umfrage

Sind die Preise auf der Dult angemessen?

Der Bierpreis kratzt an der 10-Euro-Marke. Und auch das halbe Hendl kostet fast schon so viel. Eine Fahrt mit dem Riesenrad gibt es für fünf Euro. Ist das für Sie noch im Rahmen?

Wie sie weiß, ist solch ein Käserad an einem durchschnittlichen Dult-Tag binnen eines Tages aufgebraucht. Mehrere Hundert Portionen haben sich die Kunden dann durch den Magen gehen lassen. Am Wochenende ist freilich mehr los – bis zu fünf, sechs Kräfte haben dann an der kalten Theke Dienst. Berta Roth macht ihren Job quasi „im Urlaub“, denn hauptberuflich ist sie in der Altenpflege tätig.

Alle Informationen zur Dult finden Sie hier

Nachrichten, Bilder und Videos von der Maidult

Sehen Sie hier mehr Bilder vom Dult-Auftakt:

Die Dult läuft sich warm

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