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Volksfest

Happige Preise: Das sagen Dultbesucher

Bei der wilden Preis-Fahrt auf der Maidult in Regensburg steigen nicht alle ein. Andere lassen sich davon nicht abschrecken.
Von Andreas Maciejewski

Anna-Lena Ford und Patrick Rieger planen 30 Euro für einen Dultbesuch ein. Foto: Maciejewski
Anna-Lena Ford und Patrick Rieger planen 30 Euro für einen Dultbesuch ein. Foto: Maciejewski

Regensburg.Knapp zehn Euro für eine Mass Bier, auch der Preis für ein halbes Hendl bewegt sich in diesen Dimensionen: Ein Dultbesuch ist ein teurer Spaß geworden. Das sieht man alleine schon am Bierpreis. In den vergangenen zehn Jahren ist dieser um fast ein Drittel gestiegen. Grund genug für viele Besucher, die Bierzelte zu meiden.

So auch Patrick Rieger und Anna-Lena Ford aus Etterzhausen. „Das Bier ist mir zu teuer“, sagt der 31-Jährige. Früher sei er noch ins Bierzelt gegangen, damit sei aber schon seit Jahren Schluss. Heute guckt sich das Pärchen lieber um, schlendert über die Dult und gönnt sich etwas Käse. „Sieben Euro haben wir gezahlt für zwei Personen, das finde ich okay“, sagt Rieger.

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Sind die Preise auf der Dult angemessen?

Der Bierpreis kratzt an der 10-Euro-Marke. Und auch das halbe Hendl kostet fast schon so viel. Eine Fahrt mit dem Riesenrad gibt es für fünf Euro. Ist das für Sie noch im Rahmen?

Und auch ohne Souvenirs rücken die beiden nicht ab. Seine Freundin hat sieben Rosen in der Hand, die sie an der Schießbude gewonnen haben. Außerdem hängt ein kleines Lebkuchenherz um ihren Hals. Aufschrift: Prinzessin.

Spaß auf der Dult müsse nicht teuer sein, finden die beiden. Ihr Budget haben sie bereits aufgebraucht. „Wir wollen nicht mehr als 30 Euro ausgeben“, so Riegert. Einen zweiten Besuch auf der Mai-Dult planen sie in diesem Jahr nicht mehr.

Mai-Dult sorgt für Funkeln in den Augen

Sebastian besucht mit Mama Sabrina und Oma Manuela die Maidult. Foto: Maciejewski
Sebastian besucht mit Mama Sabrina und Oma Manuela die Maidult. Foto: Maciejewski

Sabrina Birk ist mit ihrem zweieinhalb Jahre alten Sohn Sebastian und Oma Manuela auf der Dult. „Es ist schon teuer“, findet Birk. Doch aufs Geld schauen wolle sie heute nicht. Sie würden zugreifen, wenn sie auf etwas Lust haben. Der Kleine schaufelt sich Pommes rein, Mama und Oma essen jeweils einen Döner. Ihr Essen verzehren sie im Bierzelt und bestellen sich dort etwas zu trinken. Doch nicht für Sebastian, der hat seinen Trinkbecher sowieso dabei.

Sehen Sie hier mehr Bilder vom ersten Dult-Wochenende:

Die Dult läuft sich warm

Grob geschätzt gibt die Familie rund 45 Euro für den Dultbesuch aus. Wenn es mehr werden sollte, sei das nicht schlimm: „Wir machen uns keinen Stress“, sagt Birk. Die Mama will ihrem Sohn noch Zuckerwatte kaufen und wenn er Lust hat, fahren die beiden noch zusammen im Kinderkarussell.

Das Wichtigste sei ohnehin, dass der Kleine Spaß hat. Das freut Mama und Oma am meisten: „Man sieht an seinen Augen, dass heute etwas Besonderes ist. Die funkeln“, sagt Birk.

Sehen Sie in unserer Grafik, wie sich die Bierpreise in den vergangenen Jahren entwickelt haben:

Oma Irmgard düst im Autoscooter

Ein Prosit auf die Maidult: Alois und Irmgard Bertholl kommen regelmäßig her. Foto: Maciejewski
Ein Prosit auf die Maidult: Alois und Irmgard Bertholl kommen regelmäßig her. Foto: Maciejewski

Auch für Irmgard und Alois Bertholl ist die Dult etwas Besonderes – und das seit Jahrzehnten. Dieses Jahr plant das Ehepaar, das seit 55 Jahren verheiratet ist, mindestens vier Besuche auf der Mai-Dult ein.

Das Geld spielt dabei keine große Rolle. Montags gehen sie ins Bierzelt und gönnen sich ein halbes Hendl, mittwochs ist Fischessen angesagt. „Das ist einfach Regensburger Atmosphäre“, sagt Alois Bertholl.

Fest

Das Wichtigste zur Mai-Dult 2019

Die Regensburger Mail-Dult geht vom 10. bis 26. Mai. Die Mass kostet bis zu 9,75 Euro. Wir fassen die Highlights zusammen.

Vielleicht geht das Ehepaar auch ein fünftes Mal, wenn die 12 und 16 Jahre alten Enkelkinder Zeit haben – mit einem strammen Programm: Riesenradfahren, Schießen, Kegeln. „Da ist ein Fünfziger schnell weg“, sagt Alois Bertholl.

Oma Irmgard hat mit ihren 79 Jahren auch vor, mit ihrem Enkelsohn wieder Autoscooter zu fahren. Das hat schon Tradition bei den beiden. „Aber er darf nicht mehr so wild fahren“, sagt sie.

Alle Informationen rund um die Maidult finden Sie hier

Die Maidult hat begonnen

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