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Volksfest

Hinter den Kulissen der Dult

Süßigkeiten, schnelle Karussells und geballtes Dult-Wissen: Die MZ-Backstage-Tour in Regensburg begeisterte zwölf Gewinner.
Von Daniel Steffen

„The Tower“: Eine Fahrt mit dem Sky Loop ist das „Sahnehäubchen“ in 25 Metern Höhe. Foto: Steffen
„The Tower“: Eine Fahrt mit dem Sky Loop ist das „Sahnehäubchen“ in 25 Metern Höhe. Foto: Steffen

Regensburg.Die Balance zwischen den verschiedenen Altersgruppen halten – darum geht es den Veranstaltern der Regensburger Dulten. Aus diesem Grund sind die Fahr- und Fluggeschäfte sowohl für die Jugend als auch für die etwas „älteren Semester“ ausgerichtet. Mal darf die Fahrt rasant sein, mal soll aber auch ein nostalgisches Geschäft die Besucher begeistern.

Im Großen und Ganzen, so hielt Dultmeister Reinhard Kellner fest, ist die Dult als Veranstaltung für die ganze Familie ausgerichtet. Dass Kinder dort ebenso ihren Spaß haben wie die Großeltern der Kleinen, darauf käme es an, sagte Reinhard Kellner. Neugierig hörten die zwölf Gewinner der MZ-Backstage-Tour zu, was der Experte über das traditionelle Volksfest zu berichten hatte und folgten ihm auf eine rund dreistündige Tour, bei der auch hinter die Kulissen geschaut werden konnte.

Sehen Sie hier eine Bildergalerie von der Tour:

Backstage auf der Dult

Eine abenteuerliche Tour

Zu kurz kam aber auch keineswegs der abenteuerliche Aspekt der Rundtour. Wer wollte, konnte sich auf eines der rasanten Fahrgeschäfte schwingen oder zumindest den Gutschein dafür aufbewahren. Dieses Mal war die Backstage-Tour von Schönwetter gesegnet, so dass alle Teilnehmer trockenen Fußes die Erlebnisführung mitmachten.

Mitbetreiber Arnd Bergmann vom XXL Racer, der wohl spektakulärsten Attraktion der Maidult, bot den Teilnehmern einen Einblick in seine eigenen vier Wände. Das mobile Daheim steht einer Wohnung beim Komfort in nichts nach. Foto: Steffen
Mitbetreiber Arnd Bergmann vom XXL Racer, der wohl spektakulärsten Attraktion der Maidult, bot den Teilnehmern einen Einblick in seine eigenen vier Wände. Das mobile Daheim steht einer Wohnung beim Komfort in nichts nach. Foto: Steffen

Und sie bekamen einen Eindruck davon, wie sich das Leben der Schausteller gestaltet und mit wie vielen Transportern diese eigentlich zum Volksfest angereist sind. Die Alleinstellungsmerkmale der unterschiedlichen Dult-Attraktionen hob Reinhard Kellner freilich ebenso hervor.

Nostalgie kommt auf dem Karussell von Alexander Köhler auf. Die 32 Repliken historischer Karussellpferde lassen die Dultbesucher von einer Welt anno dazumal träumen – außerdem kann man auch in zwei alten Vehikeln Platz nehmen.Foto: Steffen
Nostalgie kommt auf dem Karussell von Alexander Köhler auf. Die 32 Repliken historischer Karussellpferde lassen die Dultbesucher von einer Welt anno dazumal träumen – außerdem kann man auch in zwei alten Vehikeln Platz nehmen.Foto: Steffen

Bei Dora Hörmandinger und ihrem „Süßen Paradies“ machten sich die Besucher ein erstes Bild vom Dult-Beschickerleben: Das Geschäft ist insofern eine Rarität, als es dank seines geschlossenen Raums bei jedem Wetter begangen werden kann. Da es Schokolade und viele andere temperaturempfindliche Süßigkeiten beherbergt, ist eine Klimatisierung beziehungsweise Kühlung unerlässlich. Wie Dora Hörmandinger erklärte, reise sie mit ihrem Team mit insgesamt sieben Transportern an. Aus drei Containern bestehe das Geschäft, ferner sei sie mit zwei Kühlcontainern unterwegs. So viel Kühlung habe auch ihren Preis: Auf rund 1000 Euro Stromkosten komme sie pro Dult, sagte Hörmandinger. In ihrem Geschäft konnten sich die Backstage-Tourteilnehmer einen Schokotaler als kleines Geschenk aussuchen.

Im Eiszirkus von Wolfgang Beck gibt es nicht nur selbst gemachtes Eis, sondern auch selbst gemachte Eiswaffeln. Wie das schmeckt, davon konnten sich die Backstage-Tourgewinner bei einer Kostprobe im Eiszirkus überzeugen.Foto: Steffen
Im Eiszirkus von Wolfgang Beck gibt es nicht nur selbst gemachtes Eis, sondern auch selbst gemachte Eiswaffeln. Wie das schmeckt, davon konnten sich die Backstage-Tourgewinner bei einer Kostprobe im Eiszirkus überzeugen.Foto: Steffen

Kaum war dieser verdaut, lockte schon die nächste süße Versuchung. Bei „Beck‘s Eis-Zirkus“ gab es nicht nur eine Kugel nach Wahl zu verköstigen, sondern auch interessante Informationen zu dem Traditionsgeschäft. Dort werden auch heute noch die Eiswaffeln selbst hergestellt, was laut Reinhard Kellner bedeute, dass der „pappige Geschmack fertiger Waffeln“ ausbleibe. Zu bestaunen gab es am Stand auch eine 100 Jahre alte Eismaschine – die erste, die auf den Regensburger Dulten jemals war.

Dort, wo sich die Jugend trifft

Einen kurzen Stopp legten die Rundgang-Teilnehmer am „Break Dance“ von Schausteller Jörge Grünberg aus München ein. Sogleich wurde klar: Insbesondere die Jugend kommt hier auf ihre Kosten, wenn die Passagiere in den Gondeln ordentlich durchgeschüttelt werden.

Maidult

Dult: Feierbiester und Schickimickis

Wie viel Geld lassen Besucher auf dem Fest? Vier Rechnungen für vier (nicht ganz ernst gemeinte) Prototypen.

Bis heute gehört das Drehscheiben-Fahrgeschäft zu den beliebtesten Dult-Treffs für die heranwachsende Generation. Und wenn jemand den Eindruck hat, dass das Fahrgeschäft „Break Dance“ auf Volksfesten häufiger anzutreffen ist, liegt er damit richtig: „Es gibt 48 Stück in Deutschland, die so heißen“, erklärte Grünberg. Die meisten von ihnen seien mit vier Gondelkreuzen, wenige auch mit sechs Gondelkreuzen ausgestattet. Vier Gondeln sind an jedem Kreuz befestigt, weiß Grünberg. Etwa vier Minuten dauert die Fahrt auf der Dult-Attraktion.

Während man in Athen von den Dächern einiger Bars auf die Akropolis schauen kann, gibt es auf der Maidult eine Cocktailbar im siebten Stock von „The Tower“. Von dort gibt es eine herrliche Aussicht auf die Vergnügungsdult. Foto: Steffen
Während man in Athen von den Dächern einiger Bars auf die Akropolis schauen kann, gibt es auf der Maidult eine Cocktailbar im siebten Stock von „The Tower“. Von dort gibt es eine herrliche Aussicht auf die Vergnügungsdult. Foto: Steffen

Hoch hinaus ging es für die Tour-Teilnehmer auf dem „Tower“. Mit 35 Metern ist er das höchste transportable Hochhaus der Welt und bietet oben eine eindrucksvolle Aussicht auf das gesamte Festgelände. Einzigartig ist dort der „Sky Loop“: In 25 Metern Höhe geht es für besonders Mutige auf eine kurze, aber Adrenalin-anregende Loopingfahrt. Einigen „Rundgängern“ war das nicht geheuer: Sie genossen lieber einen Drink in der Cocktailbar im siebten Stock des Towers, ehe sie sich auf den Weg zu den weiteren Stationen machten.

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Sind die Preise auf der Dult angemessen?

Der Bierpreis kratzt an der 10-Euro-Marke. Und auch das halbe Hendl kostet fast schon so viel. Eine Fahrt mit dem Riesenrad gibt es für fünf Euro. Ist das für Sie noch im Rahmen?

Mehr Informationen zur Dult in Regensburg:

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