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Volksfest

Was die Warendult-Besucher ausmacht

Sind die Preise auf der Regensburger Dult zu teuer? Walter Metzger, Sprecher der Kaufleute, wehrt sich und betont das Flair.
Von Daniel Steffen

Auf der Warendult verkauft er Töpfe, Pfannen und Deckel: Beschicker Walter Metzger liebt das Verkaufsgespräch und den Kundenkontakt. Foto: Steffen
Auf der Warendult verkauft er Töpfe, Pfannen und Deckel: Beschicker Walter Metzger liebt das Verkaufsgespräch und den Kundenkontakt. Foto: Steffen

Regensburg.Walter Metzger hat allen Grund zum Aufatmen. Endlich zeigt sich wieder die Sonne und das hebt natürlich bei den Beschickern der Warendult die Stimmung. „Jetzt wird es ein megatolles Wochenende“, prophezeit der Chef der Dultkaufleute und Schausteller. „Da freuen sich alle hier drauf“, sagt er und spricht für die rund 120 Beschicker, die auf der Maidult vertreten sind.

An dem dauerhaften Regen in den vergangen Tagen habe so manch einer zu knabbern gehabt, doch zum Glück lebten die Warendult-Händler vor allem von ihren Stammkunden, weiß Metzger. Denen sei das Wetter egal, aber nicht, bei wem sie die Sachen kaufen. Auf diese Weise könne man als Händler gut eine Schlechtwetteroperiode überbrücken. Schon kommt Kundschaft auf ihn zu: „Guten Morgen und Grüß Gott“, sagt Metzger fröhlich zu einer Dame, die gezielt auf seinen Stand mit den vielen Pfannen und Töpfen zugeht.

Stammkundschaft kommt am Vormittag

„Eine liebe Stammkundin“, erklärt er und beäugt, was sie mitgebracht hat. Drei Töpfe hat sie in der Hand und ist nun auf der Suche nach einem passenden Deckel. Den hat Metzger sogleich parat – und zwar aus Lebensmittel-Silikon. Wortgewandt führt er sein Verkaufsgespräch und schon wechselt der Universaldeckel den Besitzer. Es ist noch früh, gerade einmal 11.30 Uhr, 30 Minuten nach Warendult-Öffnung.

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Impressionen von der Warendult in Regensburg

Augenfällig schlendern vor allem ältere Menschen über das Gelände. „Das hat einen klaren Grund. Sie sind so früh da, damit sie noch einen Parkplatz bekommen“, weiß Metzger. Denn je später es ist, desto schwieriger ist es, in Dultnähe einen freien Stellplatz zu ergattern. Und außerdem sei es in den Vormittagsstunden ruhig und gemütlich, was der Kundschaft entgegenkomme.

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Viele dieser Stammkunden sind der Warendult schon seit Jahrzehnten treu, sagt Metzger. „Sie wissen genau, was sie einkaufen wollen und wenden sich stets an den gleichen Verkäufer“, erklärt Metzger. Er spricht von einer „familiären Atmosphäre“, die den gewissen Reiz ausmache. Gegen die Meinung, dass die Dult zu teuer sei, wehrt er sich vehement. „Es gibt hier teilweise Händler, die haben schon seit acht Jahren die gleichen Preise“, sagt Metzger.

Leute achten auf gute Ware

In seinen Augen könne auf der Warendult „günstig“ eingekauft werden, versichert er und fügt hinzu. „Hier schauen die Leute weniger auf die Preise, sondern auf die Ware, von der sie lange etwas haben wollen.“ Er habe eine 30-jährige Erfahrung als Dult-Händler und schon viele Volksfeste gesehen. Eins wisse er aber genau: „So schön wie hier auf der Warendult ist es auf keinem vergleichbaren Fest in Bayern.“

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Sind die Preise auf der Dult angemessen?

Der Bierpreis kratzt an der 10-Euro-Marke. Und auch das halbe Hendl kostet fast schon so viel. Eine Fahrt mit dem Riesenrad gibt es für fünf Euro. Ist das für Sie noch im Rahmen?

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