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Dult 2014
Sonntag, 22. Juli 2018 24° 4

Zwischenbilanz

Dultgäste knausern mit dem Geld

Das erste Wochenende der Herbstdult verlief ruhig. Obwohl Tausende am Dultplatz feierten, registrierte die Polizei nur zwei Körperverletzungen.
Von Marion Koller, MZ

Das schöne Wetter am Samstag nutzten viele für einen Dultbummel.Foto: Steffen

Regensburg. Die Polizei äußerte sich zufrieden über den Volksfest-Auftakt, die Schausteller weniger. „Für das erste Dultwochenende und das schöne Wetter ist nichts Ungewöhnliches passiert“, bilanzierte Kommissar Marcel Kastler von der PI Nord am Protzenweiher. „Ein paar Betrunkene und Schlägereien.“

Dreimal mussten seine Kollegen eingreifen. Am Samstag gegen 20 Uhr zog ein Unbekannter bei einer Auseinandersetzung vor dem Glöckl-Festzelt ein Klappmesser und drückte es seinem Gegner an die Wange. Dieser erlitt eine Schnittwunde. Das BRK verarztete den Mann, so dass er seinen Dultbummel fortsetzen konnte. Weil der Täter flüchtete, bittet die Polizei um Zeugenhinweise.

Am Samstag um Mitternacht beobachtete eine Streife in der Nähe der Dult, dass zwei Männer einen am Boden liegenden Kontrahenten schlugen und traten. Zum Glück erlitt das Opfer nur leichte Verletzungen.

Die Polizei trennte die drei. Die beiden Schläger erwartet eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der wohl skurrilste Fall beschäftigte die Polizei am Samstag kurz vor 22 Uhr. Zwei Jungs im Alter von zehn und 13 Jahren klingelten bei der PI Nord, weil sie Hilfe brauchten. Sie waren mit ihrem Vater auf der Dult unterwegs gewesen. Doch der betrank sich und verschwand. Polizeibeamte trafen den Mann in der Nähe der PI an.

Er war jedoch nicht mehr in der Lage, sich um seine Buben zu kümmern. Die Polizei verständigte den Opa, der die Kinder abholte.

Eine durchwachsene erste Bilanz zogen die Dultbeschicker. Hanneliese Lindner vom gleichnamigen Autoscooter beklagte, die Leute seien am Freitag erst spät, gegen 20.30 Uhr, auf den Dultplatz geströmt – und früh heimgegangen. Den 22-Uhr-Termin für das Eröffnungsfeuerwerk hält sie für zu früh. Samstag sei aber „ganz gut“ gewesen. Während sie grüne Fahr-Chips an die wenigen Kunden ausgab, sagte die Grande Dame der Dult zur MZ: „Sie dürfen nicht vergessen, wir haben Ende des Monats. Man merkt, dass die Leute kein Geld mehr haben.“

Sandra Juranek von der Popcorn-Rösterei urteilte, das Wochenende sei „kein Reißer“ gewesen, aber in Ordnung. Die 37-Jährige weiß, wovon sie spricht. Sie hat 72 Dulten erlebt. Bei der Schießbude von Karl und Charline Agtsch dagegen ist das Geschäft an den ersten beiden Tagen sehr gut gelaufen. „Heute macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung“, bedauerte Karl (27). Festwirt Alfred Glöckl studierte besorgt seine Wetter-App. „Morgen noch Regen, dann wird es besser“, hoffte er. An den Auftakttagen habe sich sein Bierzelt zu 75 Prozent gefüllt. „Das war gut für die Herbstdult, die traditionell schwächer besucht wird als die im Mai.“

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