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Dult 2014
Montag, 16. Juli 2018 30° 8

Volksfest

Echte Dultfans trotzten dem Regen

Das schöne Wetter vom Eröffnungstag hielt nicht. Am Sonntag öffnete der Himmel seine Schleusen über Regensburg und trieb den Beschickern Sorgenfalten auf die Stirn.
von daniel steffen, mz

Zwei Dirndlträgerinnen auf der Dult Foto: Daniel Steffen

REGENSBURG.Nach einem vergnüglichen, wohltemperierten Start am Freitag folgte am Sonntag die pitschnasse und kalte Ernüchterung: Das Wetter zeigte sich bei der Regensburger Herbstdult 2013 von seiner launischen Seite. Wie schon im Mai war der sonnige Auftakt ein trügerischer. Wieder stehen die Händler und Schausteller vor der Frage: Wird es dieses Mal eine gute, erfolgreiche Dult? Geht es nach Walter Metzger, dem Sprecher der Dult-Kaufleute, steht am Ende unter dem Strich eine „positive Bilanz“, sagte er bei der Dultversammlung am Donnerstag.

So gehe das im Regelfall bei jeder Mai- und Herbstdult vor sich. Wer einen genaueren Blick auf das Dult-Geschehen am Freitagabend warf, dem wird aufgefallen sein, dass der Auftakt ein passabler, doch keineswegs ein bombastischer war. Gut besucht, aber keineswegs bis auf den letzten Platz besetzt waren die beiden Festzelte.

Stimmung mit Froschhaxn-Express

Bei einer Auslastung von gut 85 bis 90 Prozent war selbst am späteren Abend noch das eine oder andere Plätzchen frei. Die Stimmung war wie gewohnt klasse: Während im Hahn-Zelt die „Stoapfälzer Spitzbuam“ die Menge rockten, ging im Glöckl-Zelt bei den „Wilderen“ die Post ab. Mit dem „Froschhaxn Express“ folgte dort am Samstagabend gleich der nächste Kracher.

Da es am Sonntag abwechselnd vom Himmel tröpfelte und wie aus Gießkannen goss, war sowohl auf der Waren- als auch auf der Vergnügungsdult entsprechend wenig los: „Wir wollen doch nach zwei Tagen noch nicht die Flinte ins Korn werfen“, ließ sich Walter Metzger von der Schlechtwetterperiode nicht beeindrucken. Vielmehr kam er richtig in Verkaufs-Fahrt: Den Überkoch-Stop, den er neu im Sortiment hat, verkaufte er am Sonntag trotz Dauerregens zahlreich: „Der Deckel hält 300 Grad Hitze aus, verfärbt sich nicht einmal von Roter Bete – und das Beste ist: Auf ihn gibt es zehn Jahre Garantie“, sprudelten die Verkaufs-Argumente nur aus so ihm heraus.

Auch wenn die Annahme nahe liegt: Ein warmer Sommertag ist nicht unbedingt für alle Dult-Kaufleute das ideale Geschäftswetter. Bei Socken-Händler Franz Stey zum Beispiel: „Wenn’s 30 Grad heiß ist und die Sonne scheint, dann denken nur wenige daran, dass sie neue Strümpfe brauchen.“ Herbstliche Kühle lasse viel eher den Wunsch nach wohliger Wärme an den Füßen aufkommen. Die neue Herbst- und Winterware sei kürzlich in das Sortiment aufgenommen worden, erklärt er.

Stimmung mit Topsis

Mit der Hoffnung auf anständigeres Wetter in den nächsten Tagen freuen sich (nicht nur) die Organisatoren auf das weitere Programm: So lockt am Montag der traditionelle Dult-Seniorennachmittag ins Glöckl-Zelt: Der veranstaltende Seniorenbeirat um seinen Vorsitzenden Josef Mös geht von rund 1200 bis 1500 Gästen aus. Bürgermeister Joachim Wolbergs kommt zum Anzapfen extra aus dem Urlaub zurück. Die „Regenstaufer Musikanten“ kümmern sich um die Unterhaltung. Am Abend sollen die Gäste erst richtig in Stimmung kommen: Mit den „Topsis“ spielt eine der beliebtesten Dult-Bands auf.

Auch das Hahn-Zelt feiert gebührend: Zum 20-jährigen Jubiläum der Familie auf der Regensburger Dult soll es mit bunten Luftballons geschmückt werden, musikalisch gegeben sich die Waidhauser Musikanten die Ehre.

Wer flotten Fahrgeräten den Vorzug gibt, der kann sich bis zum 8. September zum Beispiel auf den „Cyberspace“ wagen. Der schüttelt in seinem 50 Meter langen Arm die Fahrgäste ordentlich durch und lässt diese mit einem Affenzahn in die Tiefe sausen. Nervenstark sollte der Besucher auch in der Nostalgie-Geisterbahn von Robert Eckl sein: Das Geschäft erführt seine Besucher in eine Horror-Welt der alten Schule. Von den Besuchern des Münchner Oktoberfests wurde es jüngst zur beliebtesten Geisterbahn gekürt. Auf die Dult zurückgekehrt ist auch das „Mäuse-Spektakel“, wo die flinken und putzigen Nager praktisch ihr eigenes Dorfleben führen: Auf Burgen, Flugzeugen und in der Zirkusmanege im Mini-Format sind sie zu Hause.

Wer auf die aktuelle Wettervorhersage baut, der kann spätestens am Donnerstag mit passablem Wetter rechnen. Das wird dann vor allem den Frauen zugute kommen: Bei der „Ladies Night“, die ab 19 Uhr beginnt, können sich die weiblichen Gäste sich zum Spar-Preis von einem Euro auf den Fahrgeräten so richtig austoben. Und sollte Petrus schon einen Tag vorher gnädig sein, dann wird möglicherweise auch der Familientag am Mittwoch zu einem Publikumsmagneten: Reduzierte Preise gibt es sowohl bei den Fahr- und Laufgeschäften als auch an den Imbissständen.

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