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Auszeichnung

Ehrung für Noma e.V.

Die Regensburgerin Ute Winkler-Stumpf wurde für ihr Engagement mit der bayerischen Staatsmedaille geehrt. Sie ist bereits seit 1994 aktiv.
Von Sebastian Bäumler, MZ

Frau Ute Winkler-Stumpf (l.) mit Ministerin MüllerFoto: Gert Krautbauer

Regensburg.Bayerns Sozialministerin Emilia Müller vergab am Montag die bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste an 20 Personen. Neben Peter Maffay und Philipp Lahm durfte auch die Regensburgerin Ute Winkler-Stumpf die Ehrung entgegen nehmen. Mit ihrer Hilfsaktion Noma engagiert sie sich bereits seit 1994 für die Betroffenen der gleichnamigen Krankheit. Noma ist eine bakterielle Erkrankung, die durch Unterernährung, Vitaminmangel und mangelnde Hygiene ausgelöst wird. In Europa ist sie weitgehend unbekannt, aber viele Länder der dritten Welt werden von den Beschwerden, die das Krankheitsbild mit sich bringt, geplagt. Zu Beginn bilden wegen der Mangelernährung Geschwüre in der Wangenschleimhaut, die sich im Verlauf immer weiter ausbreiten und schließlich das gesamte Gesicht zerfressen.

So heimtückisch die Krankheit auch sein mag, so ist sie doch bis in ein fortgeschrittenes Stadium mit Antibiotika behandelbar. Dieses ist für viele Menschen in der dritten Welt aber unerschwinglich. Genau hier setzte Frau Winkler-Stumpf mit ihren gemeinnützigen Verein an: Dank großzügiger Spendengelder konnte sie zusammen mit ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern ihres Vereins ein Noma-Ausbildungszentrum und vier Kinderhäuser für die betroffenen Kinder errichten. Im Jahr 2002 schließlich sogar eine Klinik. Neben der medizinischen Versorgung kümmert sich der Verein auch um die Aufklärung der Bevölkerung.

„Aus Ihrem spontanen Entschluss, einem einzelnen an Noma erkrankten Kind zu helfen, ist inzwischen ein Verein mit beinahe 500 Mitgliedern geworden“, sagte Sozialministerin Müller bei der Laudatio für Winkler Stumpf. „Es ist bewundernswert, wie sie sich mit großen persönlichen Engagement und unter Zurückstellung eigener Interessen seit zwei Jahrzehnten für Kinder einsetzen, die aufgrund ihrer Krankheit von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Ich freue mich sie hierfür mit der Bayerischen Staatsmedaille auszeichnen zu dürfen.“

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