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Rede

Empfang: Klima in all seinen Facetten

Klimaschutz, Zusammenhalt, Verkehr und Wohnen: Diese Schwerpunkte setzte die Bürgermeisterin während ihrer Neujahrsrede.
Von Heike Haala

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei ihrer Rede im Alten Rathaus. Foto: altrofoto.de
Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei ihrer Rede im Alten Rathaus. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Klimaschutz, das gesellschaftliche Klima und Wohnbaupolitik als Beitrag dazu: Das war der rote Faden, den Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer am Freitag durch ihre Rede beim Neujahrsempfang im Historischen Reichssaal des Alten Rathauses legte. Nach einer knappen halben Stunde Redezeit kam sie mit einer Ankündigung für die Kreativszene der Stadt zum Schluss: „Uns schwebt ein Projekt vor, das den Arbeitstitel ,Kreativareal’ trägt“, sagte sie. Mehr könne sie noch nicht verraten.

Was wünschen sich die Gäste für 2019: Hier sehen Sie ein Video vom Neujahrsempfang.

Neujahrsempfang: Was wünschen Sie der Stadt 2019?

Auch für diese Ankündigung gab es Zwischenapplaus von den Gästen im Saal. 460 hatten der Stadt ihr Kommen angekündigt. Zum ersten Mal brandete der Zwischenapplaus an einer Stelle der Ansprache auf, an der die Bürgermeisterin persönlich wurde. Sie sagte, sehr froh zu sein, dass Geflüchtete auf dem Sea-Eye-Schiff „Professor Albrecht Penck“ nach zwölf Tagen auf hoher See in Malta anlegen konnten. Die Gäste klatschten auch für die Ankündigungen der Bürgermeisterin, noch mehr Wohnraum für Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen schaffen, die Quote für geförderten Wohnraum von 20 auf 40 Prozent erhöhen und den genossenschaftlichen Wohnungsbau in Regensburg verstärkt unterstützen zu wollen.

Wollen Sie wissen, wer alles zum großen Händeschütteln kam? Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie.

Neujahrsempfang der Stadt Regensburg

Premiere für Umweltverbände

Den Einstieg in die Rede fand Maltz-Schwarzfischer über die Themen Klimaschutz und Verkehrswende, während der sie etwa Elektrobusse, E-Car-Sharing oder Mieträder als städtische Projekte dazu ansprach. Überhaupt spielte das Thema Klimaschutz eine so große Rolle wie noch nie auf dem Neujahrsempfang: Zum ersten Mal in der Geschichte der Veranstaltung waren auch einige Vertreter der Regensburger Umweltverbände eingeladen.

Die Bürgermeisterin hatte sie laut Auskunft der Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra auf die Gästeliste setzen lassen. Raimund Schoberer, Vorsitzender beim Bund Naturschutz, Dr. Josef Paukner, Sprecher der Donau-Naab-Regen-Allianz, ADFC-Vorsitzender Dr. Klaus Wörle und VCD-Vorsitzender Wolfgang Bogie freuten sich über die Einladung und das Interesse an ihren Anliegen.

Unser Kollege Jan-Lennart Loeffler, hat sich unter die Gäste gemischt und sich mit ihnen unterhalten.

Ereignis

Optimistisch ins neue Jahr

Beim Neujahrsempfang der Stadt Regensburg überwiegt Zuversicht. Die Kreativbranche freut sich über ein neues „Kreativareal“.

Schoberer freute sich vor allem, weil die Bürgermeisterin mehr Grünflächen in Aussicht gestellt hatte. Paukner zeigte sich „vorsichtig optimistisch“. Die angesprochenen Themen gefielen ihm. Er hofft, dass jetzt auch Taten folgen. Bogie wollte noch eine Schippe Freude drauflegen. „Ich bin begeistert“, sagte er – schon wegen der Chance, zu netzwerken, die ihm der Neujahrsempfang bot. „So etwas haben wir ja sonst nicht“, sagte er.

Vor der Rede gab es ein zweistündiges Defilee, während dem Vertreter aus Wirtschaft, Sport und Politik den beiden Bürgermeistern ihre Neujahrswünsche überbrachten. Es war, als ob das alte und das neue Jahr während der Handshake-Phase in Form von Akteuren aus der Stadtgesellschaft an Maltz-Schwarzfischer und Bürgermeister Jürgen Huber vorbeizogen.

460 Gäste sagten zu

Sie schüttelten etwa Prof. Achim Hubel die Hand – er und seine Mitstreiter verhinderten in einem Bürgerentscheid im Herbst ein Kultur- und Kongresszentrum am Ernst-Reuter-Platz. Mit Dr. Wolfgang Schörnig und Dr. Walter Boeckh standen auch der alte und der neue Rechts- und Regionalreferent in der Schlange. Zum letzten Mal überbrachte auch Olaf Hermes, der scheidende Vorstandsvorsitzende der Rewag und Geschäftsführer der Stadtwerke, seine Neujahrswünsche.

Mit den beiden CSU-Stadträtinnen Dagmar Schmidl und Dr. Astrid Freudenstein kamen auch zwei Damen in den Historischen Reichssaal, die wie die Bürgermeisterin selbst als mögliche OB-Kandidatin bei den Kommunalwahlen im Jahr 2020 gehandelt werden. Nicht zuletzt begrüßte Maltz-Schwarzfischer auch Ilse Danziger, die am 27. Februar einen großen Termin hat. Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde freut sich schon riesig auf die Eröffnung der neuen Synagoge.

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