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Protest

Fridays demonstrierten 24 Stunden lang

Mit einer Mahnwache protestierten Klimaaktivisten vor dem Alten Rathaus. Einige von ihnen verbrachten dort auch die Nacht.
Von Luis Münch

Mit Spruchbändern machen die Klimaaktivisten vor dem Alten Rathaus in der Regensburger Innenstadt auf sich aufmerksam. Foto: Münch
Mit Spruchbändern machen die Klimaaktivisten vor dem Alten Rathaus in der Regensburger Innenstadt auf sich aufmerksam. Foto: Münch

Regensburg.Vom Regen und von der Kälte ließen sich die Demonstranten nicht verscheuchen. Ihren Protest hielten die Fridays for Future diesmal als Mahnwache vor dem Alten Rathaus ab. 24 Stunden lang protestieren die Klimaaktivisten dort. Rund 20 Aktivisten verbrachten dort sogar die Nacht in Schlafsäcken.

Mit heißem Tee gegen die Kälte

Beginn war am Freitag um kurz nach zwölf Uhr mittags. Um die Nacht trocken zu überstehen, hatten die Protestierenden Pavillons aufgebaut. „Wir haben viele warme und regendichte Klamotten dabei“, sagt Malin Horstmann. Auch Thermoskannen mit Heißem Tee und Wärmflaschen wurden über Nacht regelmäßig aufgefüllt. Für Joshua Woldrich stelle der Protest eine Symbolwirkung dar. Im Fokus der Bewegung liegt der Klimavorbehalt, den die Stadt im September beschloss. Er sieht vor, Entscheidungen auf klimarelevante Folgen zu prüfen. Geht es nach den Fridays for Future soll der Klimavorbehalt mindestens auf einer Stufe mit dem Finanzvorbehalt stehen.

Umweltschutz

Fridays planen 24-Stunden-Mahnwache

Die Aktivisten wollen vor dem Alten Rathaus übernachten. Der Klimavorbehalt der Stadt Regensburg geht ihnen nicht weit genug.

Einerseits wollte die Bewegung den 24-Stunden-Protest nutzen, um untereinander Dialoge zu führen und zu besprechen, was in der nächsten Zeit auf dem Plan steht. Andererseits suchten die Demonstranten während ihrer Mahnwache auch das Gespräch mit den Passanten. In der sogenannten Speakers Corner hatten Besucher die Chance, ihre Gedanken mit ihnen zu teilen.

Organisatoren sind mit Aktion zufrieden

„Wir erinnern die Politik 24 Stunden lang an ihren eigentlichen Job, unsere Zukunft zu retten“, sagt Malin Horstmann. Das Fazit der Organisatoren war am Samstagmittag positiv: „Es war mal eine neue Form der Demonstration. Man kann eher mit Passanten reden, als bei einer normalen Demo“, sagt Mariam Daher von Fridays for Future. „Es war ein bisschen kalt, aber es hat Spaß gemacht.“

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