MyMz
Anzeige

Stadtbahn

Hammerl: Massiv in Stadtbahn investieren

Der SPD-Bundestagskandidat spricht bei der Arbeitsgemeinschaft „60plus“ und fordert mehr barrierefreie Bahnhöfe.
Von Daniel Geradtz, MZ

Der SPD-Bundestagskandidat Dr. Tobias Hammerl referierte bei der Unterbezirkskonferenz. Er gab dabei Einblick in den bevorstehenden Bundestagswahlkampf.
Der SPD-Bundestagskandidat Dr. Tobias Hammerl referierte bei der Unterbezirkskonferenz. Er gab dabei Einblick in den bevorstehenden Bundestagswahlkampf. Foto: Geradtz

Regensburg.Mit einer Unterbezirkskonferenz startete die Arbeitsgemeinschaft „60plus“ des SPD-Unterbezirks Regensburg Stadt und Land am vergangenen Samstag ins neue Jahr. Referent Dr. Tobias Hammerl gab unter anderem einen Einblick in den bevorstehenden Bundestagswahlkampf. Er stellte einige Punkte heraus, die eine hohe Priorität auf seiner Agenda genießen.

Zunächst nannte er das Stichwort Mobilität. „In 13 Jahren werden im Großraum Regensburg 450 000 Menschen leben. Die Straßen wachsen aber gleichzeitig nicht mit“, blickte er voraus.

1000 Bahnhöfe in Bayern nicht barrierefrei

Deswegen müsse massiv in eine Stadtbahn investiert werden, die auch die Stadtrandgemeinden mit einbeziehe. Auch müsse die Verkehrsinfrastruktur barrierefrei gestaltet werden, um fit für den demografischen Wandel zu sein. Das gelte nicht nur für die Stadt und den Landkreis. Schließlich sind laut Hammerl bayernweit derzeit 21 000 Gebäude in staatlicher Hand, 4000 Schulen und 1000 Bahnhöfe noch nicht barrierefrei zugänglich. Damit verbunden sei auch die Frage nach einer langfristigen und nachhaltigen Stadtplanung und Flächennutzung.

Schon bald müssten daher die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Hammerl nannte auch zwei überregionale Themen, die für ihn wichtig sind. „Wir brauchen eine Bürgerversicherung, eine Krankenversicherung, in der alle drin sind.“ Damit könne dem Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung und wieder zurück ein Riegel vorgeschoben werden. Dieser sei häufig davon angetrieben, welches Modell für den Versicherten günstiger sei. „Die Rosinenpickerei im Sozialsystem geht nicht“, forderte Hammerl energisch.

Zum Abschluss seines Vortrags nahm er Bezug auf die Stellung Europas. „Europa steht auf der Kippe. Es geht entweder den Bach runter oder wir schaffen die Rettung.“ Deswegen seien aktuelle Entscheidungen nicht nur richtungsweisend für die kommenden vier Jahre, sondern für eine ganze Generation. Für Europa forderte Hammerl eine Fiskalunion, damit es keinen Steuerwettbewerb mehr gebe. Auch sei es wichtig, dieselben Sozialstandards in den Ländern zu schaffen.

In ihrer Unterbezirkskonferenz wählte die Arbeitsgemeinschaft ihren Vorstand neu. Die Vorsitzende Brigitte Wilhelm wurde mit 30 von 31 Stimmen in ihrem Amt bestätigt. Als Stellvertreter wurden Martin Auer und Dr. Hans Berger mit einer 100-prozentigen Zustimmung ebenfalls in ihren Positionen bestätigt.

Weitere Nachrichten aus Regensburg lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht