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Immobilien Zentrum baut auf Regensburg

Die Firmengruppe ist ein wichtiger Spieler in der Region. Doch die Oberpfälzer sind verstärkt auch rund um München aktiv.
Von Christine Hochreiter, MZ

Auf dem Areal des Alten Schlachthofs in Regensburg entstehen Lofts und Wohnungen. Illustration: Immobilien Zentrum
Auf dem Areal des Alten Schlachthofs in Regensburg entstehen Lofts und Wohnungen. Illustration: Immobilien Zentrum

Regensburg.Von den Skytowers im Candis-Viertel über das Stadtquartier „Grüne Mitte“ (der ehemaligen Ganghofer-Siedlung in Kumpfmühl) bis hin zum MarinaForum, dem neuen Tagungs- und Kongresszentrum – hinter vielen Bauprojekten in der Stadt Regensburg steht das Immobilien Zentrum. Längst ist das Unternehmen mit seinen über 60 Mitarbeitern aber auch in anderen prosperierenden Großstädten Bayerns aktiv.

Vor 25 Jahren hatte der heutige Vorstandsvorsitzende Thomas Dietlmeier gemeinsam mit Prof. Michael Bosch (er fungiert inzwischen als Aufsichtsratschef) das Immobilien Zentrum gegründet. Seither ging es immer weiter nach oben: Im Jahr 2003 erklomm das Unternehmen beim Umsatz die Milliardenschwelle. Vorstandsmitglied Ulrich Berger ist schon seit 15 Jahren mit federführend an Bord. Im Gespräch mit der MZ erläuterte er die Entwicklung des Immobilien Zentrums. Aus einem reinen Bauträger sei ein Kompetenzzentrum entlang der gesamten Wertschöpfungskette geworden.

Zweithöchstes Preisniveau Bayerns

Diese beginnt bei der Grundstücksakquise und der Schaffung von Baurecht, reicht über die Projektentwicklung und -realisierung sowie den Vertrieb bis hin zum Management von Privat- und Gewerbeimmobilien. Beim Immobilien Zentrum legt man laut Berger großen Wert darauf, Expertise im Haus zu haben. Aus diesem Grund beschäftige man auch viele eigene Architekten und Bauingenieure.

„Wir sind überall da, wo die Musik spielt.“

Vorstandsmitglied Ulrich Berger

„Begonnen haben wir in Regensburg eigentlich als Makler für andere – später mit dem Schwerpunkt der Projektentwicklung im Fremdauftrag“, so Berger. Trotz wichtiger Projekte in München oder auch Ingolstadt stehe Regensburg immer noch im Fokus der Aktivitäten. „Hier bewegen wir das meiste.“ 2014 hat das Immobilien Zentrum beispielsweise im Norden von München ein Boarding House konzipiert und das Grundstück samt Planung an einen privaten Investor verkauft. In Ingolstadt baut es derzeit 47 Doppel- und Reihenhäuser, die 2016 fertiggestellt sein sollen. Vorstand Wolfgang Herzog zufolge ist der ganze Münchner Speckgürtel bis Weilheim für die Unternehmensgruppe interessant. Das Münchner Umland werde mit einem strategischen Partner vor Ort „nachhaltig bearbeitet“.

Viele Eigennutzer

Der fünfköpfige Vorstand: Wolfgang Herzog, Reinhard Griebl, Thomas Dietlmeier, Dr. Roland Schungl und Ulrich Berger (v. l.)
Der fünfköpfige Vorstand: Wolfgang Herzog, Reinhard Griebl, Thomas Dietlmeier, Dr. Roland Schungl und Ulrich Berger (v. l.) Foto: Sebastian Pieknik

Berger ergänzt: „Wir sind überall da, wo die Musik spielt.“ Nach München werde im Freistaat in Regensburg aktuell das zweithöchste Preisniveau erzielt. Die Domstadt sei ein starker und äußerst attraktiver Immobilien-Standort – vor allem auch mit Blick auf die gut aufgestellte prosperierende Wirtschaft. Doch auch in der Audi-Stadt Ingolstadt fehlten Häuser.

In diesem Jahr liege das Projektvolumen des Immobilienzentrums bei 120 bis 150 Millionen Euro. Dies bedeute gegenüber dem Vorjahr ein Plus von rund 30  Prozent. Der niedrige Zinssatz mache es einem derzeit zwar leicht, sei aber kein Erfolgsgarant, betonte Herzog. Die meisten Käufer der Immobilien seien Eigennutzer.

Die Regensburger Unternehmensgruppe plant und baut vor allem Doppel- und Reihenhäuser. Seit dem Jahr 2012 ist das Immobilienzentrum aber auch zunehmend im Geschosswohnungsbau tätig. „Wir wollen unseren Kunden alles bieten, was sie brauchen“, so Herzog. Dem Vorstand zufolge ist dem Unternehmen an an einer hohen Umschlagsgeschwindigkeit mehr gelegen, als daran den „letzten Euro“ herauszuholen. Das spare im Übrigen auch Finanzierungskosten.

Kommentar

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Unterkünfte für Flüchtlinge

Das mittelständische Familienunternehmen baut inzwischen auch Flüchtlingsunterkünfte – derzeit gibt es ein Projekt im Stadtosten von Regensburg. Berger zufolge sollen aber „nicht einfach auf die Schnelle billige Wohnungen hochgezogen werden“. Man plane die Zwei- bis Dreizimmerwohnungen in Massivbauweise auch mit Blick auf eine Nachnutzung als Sozialwohnungen. Hierbei greift der Bau- und Immobilienspezialist eigenen Angaben zufolge auf eine neuartige und stetig weiter entwickelte Modulbauweise zurück. Die Module könnten inzwischen schnell in Serie erstellt werden und verfügten sogar über eine Fußbodenheizung, sagt Berger. Hinter diesem System stehe der Gedanke bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dies sei im Übrigen eines der Firmenziele.

Um frühzeitig qualifizierten Nachwuchs heranzuziehen, arbeitet das Immobilien Zentrum als Zustifter seit einiger Zeit eng mit dem IREBS Institut für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg zusammen. Das Ziel sei es, die nächste Immobilienunternehmer-Generation frühzeitig an den Start zu bringen, so Herzog.

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