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Politik

OB-Amt: Wer folgt auf Schaidinger?

In Regensburg hat das Rennen um die Nachfolge von Hans Schaidinger begonnen. Insgesamt wollen sieben Herren Oberbürgermeister werden. Die MZ stellt sie vor.
Von Claudia Böken, MZ

  • Hans Schaidinger kann aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Foto: Archiv
  • Die Linke dürfte Richard Spieß ins Rennen schicken. Foto: Lex
  • Die FDP setzt wieder auf Horst Meierhofer. Foto: altrofoto.de
  • Die FW nominieren erst im Herbst – vermutlich Ludwig Artinger. Archiv
  • Christian Schlegl möchte OB-Kandidat der CSU werden. Foto: Lex
  • Jürgen Huber ist der Kandidat der Grünen. Foto: Archiv/altrofoto.de
  • Die ÖDP will mit Benedikt Suttner in de Wahl gehen. Foto: Lex
  • Joachim Wolbergs wurde von der SPD ist bereits nominiert. Foto: Archiv

Regensburg. Oberbürgermeister von Regensburg zu werden, ist das erklärte Ziel von mindestens sieben Kommunalpolitikern. Einer von ihnen wird ab Mai 2014 auf dem Stuhl von Hans Schaidinger sitzen, der aus Altersgründen nicht mehr kandidieren kann. Sie alle sind als Stadträte für die Wähler keine gänzlich Unbekannten. Keine der Parteien schickt übrigens eine Frau ins Rennen.

SPD setzt auf Wolbergs

Den Reigen der Nominierungen eröffnete die SPD: Bereits am 24. Februar nahmen die Delegierten die Empfehlung des Stadtverbandsvorstands an und hoben Joachim Wolbergs auf den Schild des OB-Kandidaten. Der 42-Jährige, der bereits 2008 kandidierte und gegen Oberbürgermeister Hans Schaidinger in der Stichwahl knapp unterlag, ist seit fünf Jahren dritter Bürgermeister. In dieser Funktion ist er zuständig für das Seniorenamt, das Amt für Soziales, das Amt für Jugend und Familie sowie für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Fuhrpark.

Grüne mit Jürgen Huber

Weil Stadtrat Jürgen Mistol, der wiederholt als Oberbürgermeister kandidiert hatte, sich im Herbst um das freiwerdende Landtagsmandat von Maria Scharfenberg bewirbt, wird bei den Grünen Jürgen Huber ins Rennen geschickt. Der 58-jährige Künstler ist seit 2008 Stadtrat. Er war an der Gründung des Kunstvereins GRAZ beteiligt, dessen Vorsitzender er von 2005 bis 2010 war. Im Stadtrat vertritt er seine Fraktion u. a. im Kulturausschuss.

Christian Schlegl hofft noch

Der 41-jährige CSU-Fraktionsvorsitzende Christian Schlegl ist seinem großen Ziel, OB-Kandidat zu werden, am Freitagabend ein Stück näher gekommen. Durch den Wechsel an der Parteispitze könnte es die CSU nach mehr als sechs Jahren schaffen, die Streitigkeiten beizulegen und geeint – mit Schlegl an der Spitze – in den Kommunalwahlkampf zu ziehen. Den Weg dazu bereitet momentan noch MdL Dr. Franz Rieger vor, der vor 14 Tagen mit der Ankündigung einer „Urwahl“ Bewegung in das Drama der Kandidatensuche gebracht hatte. Dass Schlegl als Kandidat geeignet ist, war auch von seinen Gegnern in der Partei nicht angezweifelt worden, nur stand er als geistiger Ziehsohn von Hans Schaidinger auf der falschen Seite.

FW nominiert erst im Herbst

Die Freien Wähler lassen sich mit der Nominierung ihres OB-Kandidaten noch bis Oktober Zeit. Ludwig Artinger, der schon 2008 kandidiert hatte, wird es wohl wieder machen – falls er bis dahin nicht MdL ist. Der 57-jährige Direktor des Amtsgerichts Kelheim ist jetzt nämlich erst einmal Landtagskandidat. Sollte er den Sprung nach München schaffen, wären die Freien Wähler vielleicht die einzigen, die eine Frau ins OB-Rennen schicken könnten. Falls es mit dem Landtag nicht klappen sollte, wird Artinger wieder für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren.

FDP: Erst Bundestagskandidat

Ein ähnlicher Zeitplan gilt für Horst Meierhofer. Der FDP-Bundestagsabgeordnete wird zwar wieder als OB-Kandidat antreten („falls ich nominiert werde“), aber zunächst ist der FDP-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Bundestagskandidat. Der 41-jährige Familienvater sitzt seit 2005 im Bundestag. Als Meierhofer 2002 erstmals in den Stadtrat gewählt wurde, war er der einzige FDPler. Seit 2008 hat sein dreiköpfiges Team Fraktionsstatus.

ÖDP versucht es mit Suttner

Die ÖPD setzt auf Benedikt Suttner, davon ist Stadtrat Joachim Graf überzeugt. Die OB-Kandidatennominierung findet am 7. Mai statt, die Stadtratsliste wird erst nach der Landtags- und der Bundestagswahl aufgestellt. Graf, der als Einzelstadtrat dreimal selbst als OB-Kandidat angetreten war, freut sich, dass die ÖDP einen jungen Bewerber hat, der die Kandidatur wagen will. Einen weiteren Bewerber erwartet er nicht.

Die Linke erstmals mit OB-Kandidat

Die Linke will erstmals einen OB-Kandidaten küren. Bei der monatlichen Kreismitgliederversammlung am 14. Mai soll das passieren. Kandidat dürfte der 54-jährige selbstständige Handwerker Richard Spieß werden. „Bei uns läuft das unaufgeregt, ich denke, ich werde der Einzige sein, der sich bewirbt“, sagt er. Die Linke hatte 2008 erstmals eine Stadtratsliste aufgestellt und auf Anhieb zwei Mandate geholt. Einen OB-Kandidaten hatte man damals noch nicht.

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