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Inklusion

Premiere für inklusives Fest

Am Wochenende findet ein dreitägiges „Sportfest für Alle“ in Regensburg statt. Es soll das Netzwerk in der Stadt stärken.
Von Elisabeth Angenvoort

Die Organisatoren Peter Hahn, Franz Hohenleutner, Johann Nuber, Dr. Hermann Hage, Carsten Schenk und Thomas Fink (hintere Reihe von links ) mit dem Inklusionsbeauftragten Frank Reinel und Sportbotschafterin Annke Conradi (vorne) Foto: E. Angenvoort
Die Organisatoren Peter Hahn, Franz Hohenleutner, Johann Nuber, Dr. Hermann Hage, Carsten Schenk und Thomas Fink (hintere Reihe von links ) mit dem Inklusionsbeauftragten Frank Reinel und Sportbotschafterin Annke Conradi (vorne) Foto: E. Angenvoort

Regensburg.Im Juli 2021 wird Regensburg Austragungsort der Landesspiele der Special Olympics Bayern (SOBY) sein. Nun findet unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer erstmalig und als vorbereitender „Zwischenschritt“ein dreitägiges Sportfest mit dem Schwerpunkt „Inklusion“ in Regensburg statt. Es sei nicht nur ein „Probelauf im kleinen Rahmen“, sagte Dr. Hermann Hage, Referent für Bildung, Sport und Freizeit bei der Pressekonferenz im Alten Rathaus, sondern eine „zentrale Angelegenheit“ für die Stadt.

Carsten Schenk, zuständig für die Leitung Sport der SOBY betonte, die Stadt habe sich bereits seit längerer Zeit beim Thema Inklusion positioniert. Es gehe nun in erster Linie darum, das Netzwerk in Regensburg zu stärken. Entsprechend stehen die kommenden drei Tage ganz unter dem Fokus „Begegnung“: damit sich die Menschen durch den Sport aufeinander zu bewegen können, ohne dass Alter, Herkunft oder Handicap eine Rolle spielen. „Der Strauß an Möglichkeiten ist groß“, sagte Schenk, „jeder hat die Chance, sich auszuprobieren“.

Barrieren auch im Kopf abbauen

Das Festprogramm umfasst insbesondere drei Schwerpunkte: Am Freitag werden die Schulen und Förderzentren eingebunden, um Inklusion für alle Schülerinnen und Schüler unmittelbar erlebbar zu machen. Es besteht die Möglichkeit der Abnahme des (Inklusiven) Sportabzeichens. Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes, Franz Hohenleutner, wird selbst vor Ort die Aufgabe des Sportabzeichenprüfers übernehmen.

Hohenleutner, der stellvertretend für 266 Vereine steht, verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung des Breitensports, gerade in Bezug auf das Thema Inklusion.

Gemeinsam stark

  • Veranstaltungsort:

    Städtische Sportanlage am Oberen Wöhrd; Infos: www.regensburg.de/sportfest

  • Zeitrahmen:

    Freitag, 12. Juli, 9 bis 13 Uhr Schulsport- und Wandertag. Samstag, 13. Juli, 10 bis 12 Uhr Mini-Triathlon, 12 bis 18 Mehrgenerationentag. Sonntag, 14. Juli, 10 bis 12 Uhr Regensburger Altstadtlauf, 15 bis 18 Uhr „Regensburg goes Fit“

Das Regensburger Sportfest stehe ausdrücklich für den „niederschwelligen Bereich“. Als Motto für den Samstag wurde „Mehrgenerationentag“ gewählt. „Wir wollen insbesondere die Vereine mit auf den Weg nehmen und Berührungsängste abbauen“, erklärte Johann Nuber, Leiter des Amts für Sport und Freizeit. In das Programm integriert ist am Vormittag der Mini-Triathlon (Tristar Regensburg).

Am Sonntag werden dann der Veranstalter des 36. Regensburger Altstadtlaufes, der BLSV-Sportkreis Regensburg, und alle Läufer in das Sportfest eingebunden. Das „Sportfest für Alle“ ist letztlich ein Versuch, das Thema Inklusion „in die Breite zu bringen“, sagte Dr. Hage; doch es sei viel mehr als das.

Der Aufwand, um ein Fest dieser Größenordnung vorzubereiten, ist enorm. Allein für Freitag haben sich bereits mehr als 800 Kinder und Jugendliche angemeldet, die eine entsprechende Betreuung benötigen. Hier sind nicht nur die Eltern und Schulen gefragt, sondern auch viele Ehrenamtliche, um diese Aufgabe zu stemmen. Jeder Verein, der dieses Wochenende unterstützt, erhält für die SOBY 2021 ein „Maßnahmenpaket“, und jede Schule, die vorbereitende Hilfe anbietet, wird finanziell unterstützt, erklärt Carsten Schenk.

Gemeinsam für eine Sache

Man wolle jetzt das Interesse schaffen, damit sich 2021 möglichst viele Athleten einbringen können. „Wir sehen uns in einer Entwicklungslinie bis 2021“, betonte Dr. Hage. An diesem Punkt bedankte er sich ausdrücklich für die bisherige gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. „In Regensburg sind wir mit Inklusion schon ein Stück vorangekommen,“ stellte der Inklusionsbeauftragte der Stadt, Frank Reinel fest. Es habe sich in den vergangenen Jahren“ eine Art Community für Menschen mit Behinderung“ entwickelt: „Sport ist einer der gelingenden Faktoren für Inklusion“, sagte Reinel, da sich hier Menschen auf Augenhöhe begegnen können. Sportbotschafterin Annke Conradi fügte hinzu, sie wünsche sich für das Sportfest, dass möglichst viele Behinderte und Nicht-Behinderte zusammenfinden, sich gegenseitig wahrnehmen und unterstützen.

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