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Aktion

Rotes Signal gegen Kindersoldaten

Die VMG-Schüler in Regensburg sammelten 427 Handabdrücke und übergaben diese an Bürgermeister Jürgen Huber.
Von Lena Schroeder, MZ

Bürgermeister Jürgen Huber fügte seinen eigenen roten Handabdruck der Sammlung der VMG-Schüler hinzu.
Bürgermeister Jürgen Huber fügte seinen eigenen roten Handabdruck der Sammlung der VMG-Schüler hinzu. Foto: Schroeder

Regensburg.Seit mehr als zehn Jahren findet am 12. Februar der „Red Hand Day“ statt, eine weltweite Initiative gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Hunderttausende roter Handabdrücke wurden in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker übergeben, darunter an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, den deutschen Außenminister und den Bundespräsidenten. Bereits zum zweiten Mal beteiligte sich heuer auch das Von-Müller-Gymnasium in der Erzbischof-Buchberger-Allee.

427 rote Handabdrücke sammelten die Schüler in den vergangenen Wochen und übergaben diese an Bürgermeister Jürgen Huber. Dieser versprach, die Abdrücke nach Berlin weiter zu leiten und lobte die Schüler für ihren Einsatz. „Viele denken, es lohnt sich nicht, sich zu engagieren – das stimmt nicht. Ihr seid das lebende Gegenbeispiel“, sagte Huber. „Ihr tut etwas Gutes und das wird Aufmerksamkeit erfahren. Ich finde das ganz, ganz klasse.“ Danach ließ es sich Huber nicht nehmen, tauchte seine Hände tief in die rote Farbe und fügte einen weiteren Handabdruck hinzu. Der städtische Bildungsreferent Dr. Hermann Hage tat es ihm gleich und steigerte die Zahl der Abdrücke auf 429.

Organisiert hatten den „Red Hand Day“ am VMG die beiden Lehrerinnen Natalie Scheuerer und Andrea Heusinger unter der künstlerischen Leitung von Ulrike Hess. Zuvor hatte man das Thema Kindersoldaten mit den Schülerinnen und Schülern im Religionsunterricht besprochen. Nachdem man bereits letztes Jahr an der Aktion teilgenommen hatte, äußerten heuer die Schüler von selbst den Wunsch, erneut dabei zu sein.

Anlass für den internationalen „Red Hand Day“ war das Inkrafttreten des Fakultativprotokolls über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002 in Genf. Trotz aller Bemühungen liegt die Zahl der Kindersoldaten immer noch bei 250 000 weltweit, unter anderem in Ländern wie dem Irak, Sudan und Somalia.

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