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Winter

Schnee hat Regensburg im Griff

Seit den frühen Morgenstunden sind die Einsatzkräfte unterwegs. Die Schule fiel in Regensburg aus – genau so wie einige Züge.
von Gustav Wabra

Im Landkreis Regensburg stürzten zahlreiche Bäume um. Foto: Auer
Im Landkreis Regensburg stürzten zahlreiche Bäume um. Foto: Auer

Regensburg.Am Wochenende brach der Winter auch über Regensburg ein. Die Telefone der Einsatzkräfte standen seitdem nicht mehr still. In der Stadt war die Berufsfeuerwehr die ganze Nacht über im Winter-Einsatz. Hauptaufgabe: Bäume und Äste von der Straße zu räumen, die unter der Schneelast nachgegeben hatten. Schon am Sonntag hatten die Kräfte mehrere hundert Mal ausrücken müssen. Die Feuerwehren in ganz Ostbayern hatten am Wochenende ihr Bestes gegeben, um Behinderungen möglichst klein zu halten. Zuerst verstärkten Kollegen aus der Wachmannschaft, später dann auch Kollegen aus der Freizeit.

712 Einsätze in 14 Stunden

Insgesamt meldete Johannes Buchhauser, Chef der Regensburger Feuerwehren, zwischen 8 und 22 Uhr 712 Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst. „Der normale Durchschnitt für einen klassisch ruhigen Sonntag liegt bei 299 Einsätz in 24 Stunden“, sagte Buchhauser. Die 712 Einsätze ereigneten sich in 14 Stunden. Der Schwerpunkt des schneebedingten Einsatzgeschehens lag allerdings im Landkreis Cham, aber auch in den Landkreisen Regensburg und Neumarkt sowie in der Stadt Regensburg wurden viele Feuerwehren zum Einsatz gerufen.

Ostbayern kämpft mit dem Schnee

Im Stadtgebiet erledigten die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren dutzende Einsätze. Die meisten davon schneebedingt, wie Verkehrsunfälle oder umgestürzte Bäume. Auch dies sind deutlich mehr als sonst. Im Jahresschnitt ereignen sich sonst täglich in 24 etwa sieben Einsätze, erklärt Buchhauser. Starke ganztägig, anhaltende Schneefälle führten zu zahlreichen Unfällen und umgestürzten Bäume, das meldete auch das Polizeipräsidium der Oberpfalz.

90 Unfälle in der Oberpfalz

Der gesamte Sonntag war geprägt von starken Schneefällen: Von 7 Uhr bis Mitternacht wurden insgesamt 90 Unfälle registriert. Hierbei wurden neun Personen leicht verletzt. „Besondere Probleme bereiteten und bereiten umgestürzte Bäume“, sagt Polizeisprecher Bernhard Scheimer für die gesamte Oberpfalz. So wurden im bis jetzt etwa 200 Bäume gemeldet, welche aufgrund der massiven Schneelast knickten. Die Folge waren auch örtliche, kurzfristige Stromausfälle in den Bereichen Regensburg, Schwandorf und Cham. Der ganz überwiegende Schwerpunkt der Behinderung ist in den Landkreisen Cham und Regensburg verortet.

Mehrere Nebenstrecken sind und bleiben gesperrt. Die Beseitigung dieser Bäume war bei Dunkelheit für die Einsatzkräfte zu riskant, gab Scheimer Auskunft.

Regensburger Bahnhof mit Problemen

Eine Oberleitungsstörung am Regensburger Hauptbahnhof sorgte in den Morgenstunden für Zugausfälle auf den Strecken Regenburg-Neumarkt und Regensburg-Straubing. Bislang sind vier Agilis-Verbindungen nicht bedient worden. Die Pressestelle der Deutschen Bahn in München kann derzeit noch keine näheren Angaben zur Störung und zur Dauer der Beeinträchtigungen machen. Fernverbindungen seien von der Störung im Hauptbahnhof aber nicht betroffen, heißt es. Reisende im Nahverkehr sollen sich über mögliche Zugausfälle informieren.

Wintereinbruch

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