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Möglichkeiten neben dem Traumjob

Regensburger Berufsschüler konnten sich auf einer Informationsmesse Anregungen holen. Vieles probierten sie gleich aus.
Von Beate Lutz-Maß, MZ

  • Die Jugendlichen konnten versuchsweise an der Auswuchtmaschine für Pkw-Räder arbeiten. Foto: Lutz-Maß
  • Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (links) und Landrätin Tanja Schweiger (2.v.r.) besuchten die Messe. Foto: Lutz-Maß

Regensburg.„Wir suchen dich!“ – „Werde unser Held!“ – „Mach deinen Weg!“ Beim Rundgang durch die Stände der achten Berufsinformationsmesse, die am Donnerstag in den Räumlichkeiten der Berufsschulen I und II (BS I und II) stattfand, wurde Eines ganz deutlich: Die Wirtschaft wirbt massiv um Auszubildende. Die jungen Leute sind mittlerweile Mangelware, das Wort „Fachkräftemangel“ ist längst in aller Munde.

Mehr als 100 Unternehmen stellten die Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Betrieben vor. Kleinere und mittlere Handwerksbetriebe waren ebenso vertreten wie die großen Arbeitgeber der Region. Während an dem einen Stand ganz groß „Kfz-Mechatroniker, Autolackierer, Karosseriebauer gesucht“ auf einem Plakat steht, verspricht nebenan die Bundeswehr „Karriere mit Zukunft“. „Finde deinen Traumberuf!“ locken die „Zukunftsmacher“ in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. „Ausbildung gut. Alles gut“, versichert die Maschinenfabrik Reinhausen.

Viele Ausbildungsstellen unbesetzt

Kein Wunder, dass die Wirtschaft alles tut, um an die Fachkräfte von morgen heranzukommen: „Über 500 Ausbildungsstellen konnten letztes Jahr in unserer Region nicht besetzt werden“, betonte Gabriele Anderlik, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Regensburg, bei der Eröffnung der Ausstellung. Sie wurde von der Arbeitsagentur in Zusammenarbeit mit den drei Städtischen Berufsschulen und den Staatlichen Schulämtern organisiert. Der Leiter der Städtischen Berufsschule II, Oberstudiendirektor Anton Nenning, hatte zuvor die Bedeutung der Berufsinformationsmesse hervorgehoben, bei der die Mittel- und Realschülerinnen und -schüler entdecken könnten, „dass es neben dem einen Traumberuf noch viele andere Möglichkeiten“ gebe. Nach dem Motto „Schüler erklären Schülern“ würden die Berufsschüler die Jugendlichen der allgemeinbildenden Schulen an Arbeitsabläufe heranführen.

Besucher und Firmen

  • Aussteller:

    Über 100 regionale Arbeitgeber, Berufsfachschulen, Fachakademien, Berufsschulen und Innungen hatten alles aufgefahren, um die knapp 2000 Schüler adäquat über alle möglichen Ausbildungsberufe zu informieren.

  • Teilnehmer:

    Die Mädchen und Jungen kamen den ganzen Tag über mit Bussen aus Stadt und Landkreis Regensburg wie auch aus dem Landkreis Kelheim angefahren.

In diesem Sinne gab es in den beiden Schulen Vorführungen und Angebote zum Mitmachen. An der BS I wurde gezeigt, wie Kupferleitungen gelötet und Kunststoffrohre geschweißt werden. Es konnte an der Auswuchtmaschine für PKW-Räder gearbeitet werden, und die Funktionsweise der CNC-Maschinen zum Fräsen und Drehen von metallischen Werkstoffen wurde ebenso vorgeführt wie die Robotertechnik oder das Konstruieren mit einem 3D-CAD-Programm.

Experimentieren im Chemielabor

An der BS II gab es Mitmachangebote bei den Schreinern und Malern, bei den Druckern und Friseuren, im Chemielabor und in der Abteilung Gastronomie und Ernährung. Oberbürgermeister Joachim Wolbergs und Landrätin Tanja Schweiger zeigten sich beeindruckt vom vielfältigen Angebot.

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