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Regensburger Schüler zählt zu den Besten

Maximilian Gschwendner trat bei der „JuniorScienceOlympiade“ gegen 4100 Teilnehmer an. Seine Medaille erhielt er von Bundesministerin Wanka.

Maximilian Gschwendner (2.von rechts) bei der Preisverleihung mit Bundesministerin Wanka;
Maximilian Gschwendner (2.von rechts) bei der Preisverleihung mit Bundesministerin Wanka; Foto: AAG

Regensburg.In den Laborräumen der Fachhochschule Merseburg beugen sich 36 Schülerköpfe konzentriert über farbige Lösungen, komplexe Versuchsanleitungen und Protokollhefte. Gesucht werden die sechs besten Junior-Naturwissenschaftler für das Nationalteam, das die Bundesrepublik bei dem Internationalen Wettbewerb vertreten soll. Mehr als 40 Nationen treten im Dezember in Bali bei der Internationalen JuniorScienceOlympiade gegeneinander an.

„Die Aufgaben waren sehr anspruchsvoll und auch der Zeitdruck war enorm hoch“, berichtet Maximilian Gschwendner, der vergangene Woche der Einladung nach Merseburg gefolgt ist und als einziger Regensburger am Bundesfinale teilnahm. Durch sein hervorragendes Abschneiden in den ersten drei Wettbewerbsrunden der internationalen Olympiade hatte er das Ticket zum Finale gelöst und stellte sich zusammen mit weiteren 35 Nachwuchswissenschaftlern der großen Herausforderung.

Fächerübergreifendes Know-how

Bevor die Teilnehmer ihre experimentellen Fähigkeiten unter Beweis stellen durften, mussten sie theoretische Aufgaben in den Fächern Biologie, Chemie und Physik lösen: Von der Sauerstoffversorgung der Skelettmuskulatur über die Funktionsweise des Autokatalysators bis hin zu der Frage, welche Kräfte beim Zerreißen einer Schnur wirken, wurde fächerübergreifend naturwissenschaftliches Know-how abgeprüft.

Die praktischen Aufgabenstellungen durften am Tag darauf im Team gelöst werden. In detektivischer Kleinarbeit gelang es beispielsweise, mit Hilfe chromatographischer Verfahren echten Wildlachs von Zuchtlachs zu unterscheiden. Nach drei intensiven Prüfungstagen sorgte der Besuch der Ausstellung „Illusion – Nothing is as it seems“ im Kunstkraftwerk Leipzig für einen interessanten Perspektivenwechsel.

Die „JuniorScienceOlympiade“

  • Konzept:

    Die InternationaleJuniorScienceOlympiade ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Kultusbehörden der Länder geförderter Wettbewerb. Er verfolgt das Ziel, Spitzentalente in den Naturwissenschaften frühzeitig zu entdecken und sie in ihrem weiteren Werdegang zu unterstützen.

  • Zielgruppe:

    Der Wettbewerb wendet sich an Schüler, die 15 Jahre alt oder jünger sind. Beim Wettstreit um die Medaillen sind Teamarbeit und fächerübergreifendes Problemlösen auch beim Experimentieren im Labor wesentliche Elemente. Die Olympiade wendet sich an „Allrounder“, die sich für Chemie, Biologie und Physik interessieren.

„Mit Bravour gemeistert“

Am vergangenen Freitag wurden die Teilnehmer im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Ständehaus Merseburg geehrt. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professor Dr. Johanna Wanka, selbst Rektorin dieser Hochschule von 1994 bis 2000, überreichte die Medaillen und lobte die Nachwuchswissenschaftler: „Ihr habt die Herausforderung mit Bravour gemeistert.“

Warum opfert man für diese enorme Anstrengung freiwillig seine Freizeit? „Die Teilnahme war eine große Bereicherung für mich. Zudem hat es riesig Spaß gemacht, sich über mehrere Tage hinweg ausschließlich mit naturwissenschaftlichen Themenstellungen zu beschäftigen“, schwärmt Maximilian.

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