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Schülertheater: Klassiker und Komödien

Junge Nachwuchskünstler zeigen bei den 35. Tagen der Schülertheater im Regensburger Thon-Dittmer-Palais ihr Können.

Mit „Alice im Anderland“ inszenierte Michael Wabra zum letzten Mal ein Stück mit dem Ensemble des Von-Müller-Gymnasiums.
Mit „Alice im Anderland“ inszenierte Michael Wabra zum letzten Mal ein Stück mit dem Ensemble des Von-Müller-Gymnasiums. Foto: Lex

Regensburg.Insgesamt präsentieren sich die Ensembles von 16 Schulen aus der Stadt, dem Landkreis sowie aus Kelheim. Junge Nachwuchskünstler zeigen bei den 35. Tagen der Schülertheater im Thon-Dittmer-Palais ihr Können.

Von-Müller-Gymnasium: Alice und die beiden Nervenärzte

Alice im Wunderland kennt jeder: Die Protagonisten Alice, Herzbube, Herzdame, den Hutmacher, den Koch, die Herzogin… Dass sich da aber zwei Ärzte einer Nervenheilanstalt in die Handlung eingeschlichen haben, ist neu. Deshalb auch der etwas andere Titel „Alice im Anderland“.

Das Anderland wurde von den Schülern des Von-Müller-Gymnasiums ersonnen und von deren Lehrer Michael Wabra. Nach 28 Jahren war diese Aufführung im Rahmen der Regensburger Tage der Schülertheater die letzte Inszenierung.

Unter tosendem Applaus seiner Schüler und der Lehrer wurde Wabra feierlich verabschiedet. 28 Stücke hatte er mit seinen Schülern eingeprobt – und jedes wurde ein klarer Publikumserfolg.

Mit „Alice im Anderland“ inszenierte Michael Wabra zum letzten Mal ein Stück mit dem Ensemble des Von-Müller-Gymnasiums.
Mit „Alice im Anderland“ inszenierte Michael Wabra zum letzten Mal ein Stück mit dem Ensemble des Von-Müller-Gymnasiums. Foto: Lex

1988 begann der Reigen. „Das Tagebuch der Anne Franck“ war die erste Inszenierung, „Alice im Anderland“ die letzte. Bei so manch einer oder einem entbrannte so die Liebe zum Schauspiel und dieser Beruf wurde zum Berufsziel auserkoren.

Auch die Darsteller dieses letzten Stücks Wabras haben das Zeug zum Schauspieler. Denkt man nur an Aaron Grasse, der die Raupe exzellent verkörpert (hoffentlich findet er ins richtige Leben zurück) oder den „Hutmacher“, dargestellt von Mia Seitz. Elena Herzog als „Alice“ sowie Felicia Mayer, die die „Grinsekatze“ gibt – alles Talente. (xtl)

Donau-Gymnasium Kelheim: „Der nackte Wahnsinn“ zum Auftakt

Mit der Komödie „Der nackte Wahnsinn“ starteten die 35. Regensburger Tage der Schülertheater.
Mit der Komödie „Der nackte Wahnsinn“ starteten die 35. Regensburger Tage der Schülertheater. Foto: Lex

Mit dem Stück „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn, aufgeführt vom Donau-Gymnasium Kelheim, wurden die 35. Regensburger Tage der Schülertheater eröffnet. Noch bis zum 20. Juli zeigen im Hof des Thon-Dittmer-Palais verschiedene Schulen aus der Stadt und dem Landkreis Regensburg sowie aus Kelheim diverse Stücke wie „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich Kleist (Gymnasium der Regensburger Domspatzen) oder „Mama Mania“ von der Staatlichen Realschule Neutraubling.

Sogar das Regensburger Blindeninstitut wird mit dem Stück „Tanz was du kannst“ erstmals auftreten. Integratives Theater wird die Johann-Michael-Sailer Grundschule zeigen.

Kulturamtsleiterin Christine Schmidbauer eröffnete offiziell die Regensburger Tage der Schülertheater und wies darauf hin, dass an insgesamt zwölf Abenden 16 Gruppen aus verschiedenen Schulen teilnehmen werden. „Das Schülertheater ist Leben pur – Integration und Inklusion!“ Dieser Spielplan sei vielfältig und bunt. Christine Schmidbauer dankte sowohl den Schülern wie den Lehrkräften für ihr großes Engagement sowie den Sponsoren für die finanziellen Zuwendungen, die in Licht, Ton und Technik geflossen seien. (xtl)

Albertus-Magnus-Gymnasium: Molière mit einem Augenzwinkern

Das AMG-Ensemble zeigte Moliéres „Der eingebildete Kranke“.
Das AMG-Ensemble zeigte Moliéres „Der eingebildete Kranke“. Foto: Lex

Einen höchst amüsanten Klassiker brachten die Schüler des Oberstufentheaters des Regensburger Albertus-Magnus-Gymnasiums auf die Bretter der Regensburger Tage des Schülertheaters im Thon-Dittmer-Palais. Weit mehr Zuschauer als beim Eröffnungsabend wollten die Aufführung von Molières (mit Dada) „Der eingebildete Kranke“ sehen.

Zur Story: Der Hypochonder Argan lässt sich von Ärzten, Apothekern und sogar seiner Ehefrau nach allen Regeln der Kunst ausnehmen. Das Hausmädchen Toinette durchschaut die Machenschaften und schlägt sich auf die Seite der Tochter.

Diese soll, um Kosten zu sparen, einen von ihr ungeliebten Doktor der Medizin heiraten. Sehenswert: Wie Argan (gespielt von Niklas Kreutz), der eingebildete Kranke, von dem talentierten Dienstmädchen Toinette (Zoe Rosbach) immer wieder schief von der Seite angesprochen wird und dies keine Folgen hat. Das mit aufwendigen Kostümen perfekt ausgestattete Ensemble zeigte sich textsicher und spielfreudig und empfahl sich durchaus für größere Aufgaben.

Das AMG präsentierte einen Molière mit Augenzwinkern. Bemerkenswert: die Musik. Theresa Velten, Sophie Roelcke, Lara Pöschl und Lukas Schamriß zauberten auf beeindruckende Weise mit Geige und Cello, alswenn sie nie etwas anderes getan hätten. (xtl)

Die 35. Schülertheatertage

  • Termin:

    Die 35. Regensburger Tage der Schülertheater finden vom 20. Juni bis 27. Juli statt.

  • Spielorte:

    Mit einer Ausnahme finden alle Aufführungen im Hof des Thon-Dittmer-Palais am Haidplatz statt. Nur die Eigenproduktion „Oddy“ (nach Homers Odyssee) des Goethe-Gymnasiums wird am 27. Juli in der Aula des Goethe-Gymnasiums vorgestellt.

  • Aufführungen

    Beginn der Aufführungen ist fast immer um 20.30 Uhr. Nur die Eigenproduktion des Gymnasiums Neutraubling „3816 km“ am 14. Juli und die Aufführung von „Der Räuber und der Leiermann“ (Schattentheater) der Von-der-Tann-Schule am 15. Juli beginnen um 21 Uhr, das Stück „Oddy“ im Goethe-Gymnasium startet um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist immer frei.

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