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Umweltbewusstsein ist „Pflichtfach“

Das Regensburger Albertus-Magnus-Gymnasium wurde als Umweltschule ausgezeichnet. Die Umweltministerin überreichte den Preis.

  • Das Bauen und Einrichten von „Insektenhotels“ war nur eine von vielen Naturschutz-Aktivitäten am Albertus-Magnus-Gymnasium. Foto: AMG/Kemmeter
  • Wolfgang Feiner und Oberstudiendirektor Sebastian Thammer nahmen den Preis von Ministerin Ulrike Scharf (Mitte) entgegen. Foto: Staatsministerium

Regensburg.Mit seinen zahlreichen Projekten zur Biodiversität hat sich das Albertus-Magnus-Gymnasium im Schuljahr 2015/2016 um die Auszeichnung Umweltschule in Europa beworben. Vergangenen Mittwoch nahmen der Ökoschulbeauftragte, Oberstudienrat Wolfgang Feiner, und der Oberstudiendirektor Sebastian Thammer in der Hans-Scholl-Realschule in Weiden den Umweltpreis dankend entgegen.

Die Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des Landesbunds für Vogelschutz als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.

Nach den Grußworten des Schulleiters und des Weidener Oberbürgermeisters überreichte Umweltministerin Ulrike Scharf die entsprechende Urkunde und eine grüne Fahne, die das Gymnasium in Kürze zieren wird. Die Ministerin zeigte sich erfreut vom großen Engagement und der Kreativität der Schülerinnen und Schüler.

Schuleigener Honig

Das Thema Biodiversität wurde am Albertus-Magnus-Gymnasium in vielfältiger Weise umgesetzt. So brachten Schüler Nistkästen für Singvögel an, schufen Unterkünfte für Fledermäuse, bauten eigenhändig Insektenhotels, eröffneten eine Korken-Sammelstelle, deren Erlös dem Kranichschutz zu Gute kommt, und unterstützten durch Patenschaften diverse vom Aussterben bedrohte Tierarten. Das größte Projekt aber war die Gründung einer Schul-Imkerei, sodass nun schuleigener Honig konsumiert werden kann.

Die jungen Umweltaktivisten der Arbeitsgruppe sind stolz auf diese Auszeichnung, haben aber schon wieder neue Pläne. Das diesjährige Jahresthema ist Plastik und die damit verbundene Vermüllung der Meere. In einer ersten Aktion konnten die 600 Plastiktüten der jährlichen Nikolausaktion am AMG durch Papiertütchen aus alten Kopien ersetzt werden. Ziel ist es, auch in diesem Jahr zu beweisen, dass das AMG zurecht Umweltschule in Europa ist.

Die Umweltschule in Europa ist eine Ausschreibung der internationalen Umweltbildungsorganisation Foundation for Environmental Education, in Deutschland vertreten durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung. Gegenwärtig beteiligen sich weltweit über 20 000 Schulen; in Deutschland waren es im Schuljahr 2015/2016 mehr als 800 Schulen aus acht Bundesländern.

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