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Universität

Studenten organisieren Schlafplatzbörse

Regensburger Bürger werden gebeten, wohnungslose Studenten aufzunehmen. Die Organisatoren kritisieren das Studentenwerk.

Über Aushänge auf dem Uni-Gelände versuchen Studenten, eine Wohnung zu finden. Foto: Julia Ried
Über Aushänge auf dem Uni-Gelände versuchen Studenten, eine Wohnung zu finden. Foto: Julia Ried

Regensburg.Der studentische Sprecherrat der Universität Regensburg sucht Bürger, die einen Schlafplatz für Erstsemester zur Verfügung stellen. Benötigt werden die Zimmer und Schlafplätze laut einer Pressemitteilung für einen kurzen Zeitraum, meist nur wenige Tage. Schlafplätze können hier und auch per E-Mail (info@asta-regensburg.de) sowohl angeboten als auch über eine Suchanfrage gefunden werden. Auf Basis individueller Wunschangaben können so passende Schlafplätze vermittelt werden.

Das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz stelle in diesem Jahr trotz verschärfter Wohnungsnot keine Räumlichkeiten für Notunterkünfte zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung. „Aus diesem Grund müssen wir an die Solidarität der Regensburger appellieren“, sagt Solveig Albrecht, vom studentischen Sprecherrat an der Universität Regensburg. „Uns bleibt keine andere Wahl als die Regensburger Bürger zu bitten, wohnungslose Studierende bei sich aufzunehmen.“

Studentischer Sprecher: Seit Jahren erheblicher Mangel an Wohnraum

„Diese alljährliche Ausnahmesituation ergibt sich daraus, dass in Regensburg seit Jahren ein erheblicher Mangel an bezahlbarem Wohnraum besteht“, sagt der studentische Sprecher Quirin Quansah. „Junge Menschen, die zum Studium nach Regensburg kommen, können oft keine Wohnung beziehen.“ Der kontinuierliche Rückbau von studentischem Wohnraum in Regensburg verschärfe die Lage zusätzlich. Zu nennen seien hier beispielsweise der Abriss des Lutherheims und Wohnungen an der Otto-Hahn-Straße, für die bis heute kein Ersatz geschaffen wurde.

Von der seit Jahren angekündigte Wohnbauoffensive der Stadtregierung sei nichts zu spüren, so Quansah. Bezahlbarer Wohnraum bleibe weiterhin Mangelware, Verbesserungen habe es trotz eindringlicher Appelle bisher keine gegeben.

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