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A3-Ausbau: Polizei gibt Verhaltenstipps

Verkehrsfluss trotz Mega-Baustelle: Das Polizeipräsidium Oberpfalz bittet Autofahrer, Verhaltenshinweise zu beachten.

Der Ausbau der A3 wird die Region ab dem Frühjahr im Griff haben. Foto: Tino Lex
Der Ausbau der A3 wird die Region ab dem Frühjahr im Griff haben. Foto: Tino Lex

Regensburg.Die Bauarbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der A3 zwischen der Anschlussstelle Rosenhof und dem Autobahnkreuz Regensburg werden ab Februar 2018 zu Beeinträchtigungen im Verkehrsfluss führen. Deshalb veröffentlicht das Polizeipräsidium Oberpfalz Verhaltenshinweise. Diese sollen die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren, Sicherheit schaffen und Beeinträchtigungen minimieren.

Die Baumaßnahmen der Autobahndirektion Südbayern werden für Berufs-Pendler, Durchgangsverkehr und Bevölkerung in Stadt und Landkreis Regensburg in den kommenden Jahren deutlich spürbar sein. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe sprechen sich Polizei und Autobahndirektion Südbayern fortlaufend ab.

Einfache Verhaltensweisen und die Einhaltung der Vorschriften können dazu beitragen, dass der Fluss auf den Verkehrs-Schlagadern A 3 und A 93 in Gang bleibt. Dazu gehören neben der Planung von Fahrten, eine angepasste Geschwindigkeit, ein ausreichender Sicherheitsabstand zu den Vorausfahrenden, Konzentration und Aufmerksamkeit aber auch das richtige Verhalten wenn es zu einem Verkehrsunfall kommen sollte.

Zeitlichen Puffer einplanen

Verkehrsteilnehmer, die ihre Fahrten in die Domstadt, aus dieser heraus oder daran vorbei vorausschauend planen und durchführen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Verkehrsflusses, heißt es in der Mitteilung des Polizeipräsidiums. Wer mit einem zeitlichen Puffer oder außerhalb der Stoßzeiten fährt, gerate durch stockenden Verkehr oder Stauungen weniger in Zeitdruck oder Stress und erreiche sein Ziel gelassener und sicherer.

Wichtige Antworten zum Megaprojekt A3 finden Sie hier!

Die Parameter Geschwindigkeit, Abstand und gegenseitige Rücksichtnahme stellen beim Blick auf Unfallursachen auf Autobahnen, insbesondere im Bereich von Baustellen entscheidende Faktoren dar. Fahrzeuglenker, die hier verantwortungsbewusst handeln, leisten einen entscheidenden Beitrag für ihre eigene aber auch für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer und beugen darüber hinaus unfallbedingten Störungen vor.

In Punkto Geschwindigkeit und Abstand plant die Polizei auch entsprechende Überwachungsmaßnahmen vor und im Baustellenbereich. Dazu lehre die Erfahrung: „Regeln werden insbesondere dann eingehalten, wenn sie auch überwacht werden!“

Jeder geht mit Stau anders um. Welcher Stau-Typ Sie sind, können Sie uns auf unserer Facebook-Seite schreiben:

Tipps sollen Beeinträchtigungen minimieren

Kommt es trotz aller Vorsicht doch zu einem Verkehrsunfall, können die Auswirkungen in und um Regensburg sehr gravierend sein. Einfach umzusetzende Tipps und die Beachtung der rechtlichen Vorgaben können und sollen helfen unfallbedingte Beeinträchtigungen zu minimieren:

  • Bagatellunfälle:

Unfallbeteiligte sollen bei geringfügigen Schäden, soweit die Fahrzeuge noch fahrbereit sind, nach ersten Abklärungen unverzüglich beiseit fahren. „Gerade in Baustellenbereichen wirken sich Bagatellunfälle sehr schnell negativ auf den Verkehrsfluss aus, dadurch ist die Verpflichtung frühzeitig beiseite zu fahren an solchen Unfallörtlichkeiten besonders wichtig“, schreibt die Polizei. Unfallbeteiligte, die dieser Verpflichtung nicht nachkommen, können mit einem Verwarnungsgeld von bis zu 35 Euro belegt werden.

Im Baustellenbereich sind dazu ausgewiesene Unfallbuchten zu nutzen oder die Autobahn ist an der nächsten Anschlussstelle zu verlassen, wo sich die Beteiligten gefahrlos wieder zur Klärung offener Fragen zusammenfinden können.

  • Rettungsgasse:

Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen eine Rettungsgasse bilden.

Allerdings beginnen die Anfahrt-Probleme oftmals weit vor den Unfallstellen aber auch schon, wenn der Verkehr nur noch langsam fließt. Daher frühzeitig an die Bildung einer Rettungsgasse denken und dadurch auch Vorbild für andere sein.

Je eher Polizei oder Hilfsfahrzeuge wie beispielsweise auch Abschleppfahrzeuge an die Unfallstelle gelangen, umso schneller kann die Fahrbahn geräumt und der Verkehr wieder frei gegeben werden.

Eine funktionierende Rettungsgasse leistet dazu einen maßgeblichen Beitrag. Bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld von bis zu 320 € und ein einmonatiges Fahrverbot.

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  • Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten:

Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten sind zu befolgen. Sie gehen allen anderen Anordnungen und sonstigen Regeln vor, entbinden den Verkehrsteilnehmer jedoch nicht von seiner Sorgfaltspflicht.

Werden durch das Verkehrsgeschehen Ableitungen von der Autobahn erforderlich, greifen Polizeibeamte auf Umleitungsstrecken oftmals an besonders relevanten Örtlichkeiten direkt in den Verkehrsfluss ein. Ziel dieser Maßnahme ist, die Beeinträchtigungen mit Blick auf das gesamte, auch überregionale Verkehrsgeschehen zu minimieren.

Sollten sich durch eine von der Polizei angewiesene, veränderte Fahrtrichtung Fragen ergeben, folgen Sie zuerst den Anweisungen und orientieren Sie sich erst dann an geeigneten Stellen neu.

Alle Hintergründe und Informationen zum A3-Ausbau finden Sie in unserem Spezial!

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