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Unterhaltung

Angriff auf die Lachmuskeln in Wörth

Die Faschingsgesellschaft Narradonia hielt ihre Prunksitzung ab. Das Programm reihte lauter Höhepunkte aneinander.
Von Theresia Luft

Mit einer Orchesterprobe à la Karl Valentin zeigte die Stadtkapelle Wörth, dass sie auch mal den falschen Ton treffen kann.  Foto: Theresia Luft
Mit einer Orchesterprobe à la Karl Valentin zeigte die Stadtkapelle Wörth, dass sie auch mal den falschen Ton treffen kann. Foto: Theresia Luft

Wörth.Die Prunksitzung der Faschingsgesellschaft Narradonia Wörth zog alle Register. Die Lachmuskeln wurden strapaziert, Applaus gab es ohne Ende, flott ging es durchs Programm und das gut viereinhalb Stunden non stop.

Präsident Heinz Maier freute sich über die voll besetzte Turnhalle in der Wörther Schule. Nicht nur die einzelnen Garden der Narradonia Wörth trug zum Gelingen des Abends bei, auch die örtlichen Vereine leisteten ihren Beitrag zum Unterhaltungsprogramm. Höhepunkt war wie immer die Büttenrede, auf die das Publikum mit Spannung wartete. Dabei gab es so manches Detail aus der Stadt Wörth zu hören, das bestimmt noch nicht jeder kannte.

Getraud Heubl in der Bütt

Auch das Thema Kleidung, das vor allem die Damenwelt ansprach, spielte eine Rolle oder der Heinz, der das Narrenschiff 30 Jahre über Wasser hielt. Genau so mussten das Mosthäusel, das still stand, die neue OGV-Vorsitzende, Bürgermeister Rothfischer, die Straßenplanung oder ein Zeitungsinserat „Besorge alles“ daran glauben und wurden von „s’Heible Weibe“ alias Getraud Heubl in der Bütt breit getreten. Mit Begeisterung begrüßten die beiden Prinzenpaare, Jessica I. und Christian III., sowie das Kinderprinzenpaar, die Geschwister Isabella I. und Prinz Julian I., die Gäste und begeisterten mit ihrem Prinzenwalzer. Und wie kann es anders sein, beim Showtanz der Prinzenpaare wurden rasch die langen, schwingenden Röcke der Prinzessinnen und die Sakkos der Prinzen abgelegt. Mit kurzen kessen Röckchen und im weißen Hemd ging es dann mit einem flotten Tanz über die Bühne weiter.

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Prunksitzung der Narradonia in Wörth

Ohne Zugabe kam keine Gruppe von der Bühne. Um den Akteuren wenigstens eine kurze Verschnaufpause zu gönnen, moderierte Maier zwischen den einzelnen Programmpunkten gekonnt und kurzweilig. Imposant wirkten die Garden in ihrem weiß-blauen Hofstaat. Akrobatische Hebefiguren und Spagate waren im jeweiligen Gardemarsch und im Showtanz mit eingebaut.

Auch die Wörther Vereine hatten sich einiges einfallen lassen. Das Kolpingtheater begeisterte mit einem kurzen Einakter „Die Hundesteuer“, bei dem der Amtsweg, der für den Bürger nicht immer nachvollziehbar ist, auf humorvolle Weise interpretiert wurde. Die Leistungsturnerinnen des TSV Wörth übernahmen zwei Programmpunkte und zeigten mit einer bayerischen Einlage, geturnt wurde in kurzen Lederhosen und roten T-Shirts, dass Turnen durchaus auch sehr unterhaltsam sein kann. Die KLJB Wörth war das erste Mal dabei und ließ Wörther Geschichten in den Dialog von Engel und Teufel einfließen.

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„Die mexikanischen Hühner“

Die Damen des Elferrates gingen auf Zeitreise und versuchten, sich im bereits fortgeschrittenen Alter doch noch ein wenig fit zu halten, was ihnen auch sehr gut gelang. Mit einer musikalischen Einlage unterhielt das Cell-Theater Straubing. Die jungen Damen und Herren spiegelten mit ihren Liedern die Jugend wieder und erklärten die Hintergründe der Gema auf spaßige Weise. „Die mexikanischen Hühner“ – ein Schwarzlichttheater von FiLoBau war eine ganz andere Art von Beitrag und erntete ebenso eine Menge Applaus dafür. Mit einer Orchesterprobe à la Karl Valentin zeigte die Stadtkapelle Wörth, dass sie auch mal den falschen Ton treffen kann, bevor sie mit dem Klassiker „YMCA“ zum Mitmachen aufforderte.

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Wie immer zog das Männerballett alle Register und begeisterte. Bürgermeister Anton Rothfischer lobte das tolle Programm und die viele Arbeit, die dahinter steckt. Für ihn gehören der Sturm aufs Rathaus und die Prunksitzung als feste Termine zum Fasching, so Rothfischer. Monika und Bernhard Ehehalt aus Wiesent bedauern, dass in Wiesent für die mittlere Generation im Fasching nichts geboten ist und sie kommen gerne zur Prunksitzung. Für Präsident Maier war es die letzte Prunksitzung. Wie er verkündete, möchte er sich in der nächsten Faschingssaison zurückziehen. Und zum Schluss gab es wieder die „Prinzenrolle“ vom Prinz Christian III über die ganze Bühne. (llt)

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