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Faschingszug

Teilnehmerrekord in Hemau erwartet

Am 3. März krümmt sich der Hemauer Gaudiwurm wieder. Seit 2018 gilt ein Glasflaschen- und Gläserverbot für Teilnehmer.
Von David Santl

Welche kreativen Einfälle die rund 1800 Teilnehmer wohl in diesem Jahr haben? Man darf gespannt sein. Foto: David Santl
Welche kreativen Einfälle die rund 1800 Teilnehmer wohl in diesem Jahr haben? Man darf gespannt sein. Foto: David Santl

Hemau.Jedes Wochenende auf einen anderen Faschingsball gehen, mit Freunden die kreativsten Kostüme aussuchen und tanzen, bis man Blasen an den Füßen hat: Nicht nur in Hemau erleben Faschingsfans zur Zeit das Paradies auf Erden.

Aber dort kommt der absolute Höhepunkt erst noch: der Gaudiwurm am Faschingssonntag. Doch für die städtischen Faschingszug-Organisatoren Josef Körbler und Andreas Ehrl gab es schon in letzter Zeit fast kein anderes Thema mehr. „Jetzt sind die Vorbereitungen zu gut 90 Prozent abgeschlossen“, berichten die beiden.

Glasverbot zeigt Wirkung

Egal wie das Wetter ist: Nach dem Zug wird der Stadtplatz zu einer riesigen Partymeile – meist ohne große Ärgernisse. Foto: David Santl
Egal wie das Wetter ist: Nach dem Zug wird der Stadtplatz zu einer riesigen Partymeile – meist ohne große Ärgernisse. Foto: David Santl

Seit 21. Dezember haben sie im Bauhof Material für die Faschingswägen bereitgestellt. Doch bereits Mitte Oktober ist der Faschingszug Thema im Rathaus. Dann wird überlegt, welches Material gebraucht wird und wie die Auflagen umgesetzt werden. Die größte Herausforderung kommt für die Organisatoren erst beim Faschingszug selbst: „Das Wichtigste ist, dass dort keine Unfälle passieren – egal ob Personen- oder Sachschäden“, erklären Körbler und Ehrl, der zum ersten Mal den Zug mitorganisiert. Bei den Planungen müssen die beiden vor allem darauf achten, dass alle Gruppen ihre Unterlagen rechtzeitig und vollständig abgeben. Jede Gruppe muss zudem einen Ansprechpartner haben und bei Wägen Achsbegleiter benennen. „Für diese gilt eine Promillegrenze von 0,0. Das muss im Voraus abgeklärt werden“, berichten sie, „wir wollen ja, dass jeder gesund heimkommt.“

Mehr Bilder vom Faschingszug 2018 in Hemau sehen Sie hier:

Tausende feierten in Hemau

Deshalb gilt seit 2018 ein Glasflaschen- und Gläserverbot für die Zugteilnehmer. „Das werden wir auf alle Fälle beibehalten, es hat sich hervorragend bewährt“, erklärt Körbler. Laut BRK habe es im letzten Jahr nur eine Schnittverletzung gegeben. „Und die stammte von einem Plastikbecher“, ergänzt Ehrl. Für die Gruppen entsteht kein Nachteil: Der Getränkemarkt Fellmeyer bietet für sie verbilligte Schnapsfläschchen und Plastikbecher an. Körbler und Ehrl fänden es schön, wenn auch die Besucher auf Gläser und Glasflaschen verzichten würden.

Faschingszüge

Narren: Nein zu Schnapsleichen

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Mit den jährlich steigenden Auflagen hat Hemau kein Problem. „Das ist gut zu bewältigen“, sind sich Körbler und Ehrl sicher. Der Eintritt wird wie gewohnt kostenlos sein und auch ein Alkoholverbot wird es heuer nicht geben. Hier appellieren die Organisatoren einfach an die Vernunft der Teilnehmer. „Die oberste Priorität hat hier ein guter Umgang mit anderen Besuchern oder Sicherheitskräften“, erklären Körbler und Ehrl. Leider seien Feuerwehrleute beim Faschingszug schon respektlos behandelt worden.

Bester Gaudiwurm 2018

Doch unschöne Szenen sind beim Hemauer Faschingszug – wenn überhaupt – nur Randgeschehnisse. „Den Faschingszug gibt es seit über 100 Jahren und er wird jedes Jahr noch größer und vielfältiger“, freut sich Körbler. Im Vorjahr hatte Hemau im großen MZ-Online-Voting für Faschingszüge mit großem Abstand den ersten Platz geholt. Zehntausende Nutzer stimmten für den Gaudiwurm als den „Besten in Stadt und Landkreis Regensburg“.

Mehr Berichte und Bilder rund um den Fasching in der Region finden Sie in unserem MZ-Spezial!

Auch heuer haben schon wieder 33 Gruppen ihre Unterlagen eingereicht. „Am Ende rechnen wir aber mit 42 bis 45 Gruppen“, erzählen Körbler und Ehrl. Auch einen neuen Teilnehmerrekord erwarten die Organisatoren. „Wir denken, dass gut 1800 Leute mitgehen werden.“ Die Gruppen würden in jedem Jahr größer werden. Eins wünscht Körbler den Teilnehmern besonders: „Früher haben die Zuschauer mehr Stimmung gemacht und die Gruppen beklatscht und angefeuert. Es wäre schön, wenn sie das wieder mehr machen würden.“

In seinen 14 Jahren als Gaudiwurm-Organisator hat er einiges erlebt. Vor allem der Heiratsantrag des Prinzenpaars vor drei Jahren bleibt ihm in schöner Erinnerung. Aber bis wann kann sich eine Gruppe eigentlich noch anmelden? „Theoretisch geht das bis zum 1. März“, schmunzelt Josef Körbler. Eins können er und Andreas Ehrl schon jetzt versprechen: „Die Themen der Gruppen sind echt super. Von Politik über Märchen bis Sport ist alles dabei.“ Doch welche Mottos es genau gibt, bleibt ein wohlgehütetes Geheimnis: „Da verraten wir nichts.“

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