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Kirche

Glaube und Sonne lagen in der Luft

Mit dem Bus reisten 46 Personen aus Neumarkt und Umgebung zum Katholikentag. Bei warmen Temperaturen genossen sie das Programm in der Altstadt.
Von Bettina Griesbeck

  • Vor dem Wahrzeichen von Regensburg, dem Dom St. Peter: Ein Teil der Neumarkter bespricht sich, wo es als nächstes hingeht. .Foto: Griesbeck
  • Die Neumarkter machen sich auf den Weg in die Altstadt.
  • In Regensburg gibt es viel zu entdecken.

Neumarkt/Regensburg.Am Samstag war den Besuchern des Katholikentags in Regensburg das Wetter wohlgesonnen: Im Gegensatz zu den beiden verregneten Tagen zu Beginn des Glaubensfests, schien pünktlich zum Wochenende die Sonne. „Da haben wir Glück“, sagte der Neumarkter Dekanatsreferent Christian Schrödl, als er mit einer Gruppe von Neumarktern und Landkreisbewohnern mit dem Bus in Regensburg ankam. Bevor die 46 Personen im Besuchergetümmel ihre persönlichen Programmhöhepunkte ansteuerten, wurden die vorsorglich angezogenen Regenjacken im Rucksack verstaut.

Unter ihnen war der Neumarkter Heinrich Richter. Er war mit seiner Frau und Freunden mit nach Regensburg gefahren. „Ich bin schon gespannt, wie die Stimmung in der Stadt so sein wird.“ Während er sich durch die Altstadtgassen in Besuchermenge treiben ließ, betrachtete er im Vorbeigehen die langen Schlagen vor den Veranstaltungsorten. „Da stellen wir uns nicht an“, meinte seine Frau. „Genau, wir feiern einen entspannten Katholizismus heute“, lachte Richter und schlenderte in Richtung Steinerne Brücke zur Katholikentagsmeile in Stadtamhof.

Auch ein bisschen Beten

Zur Mittagszeit legte Schwester Brigitte Helfer von den Armen Schulschwestern in Neumarkt auf dem Kassiansplatz eine Pause in der Sonne ein. „Ich war an den verregneten Tagen am Stand unserer Schwestern am Grieser Spitz, aber im Vergleich zu heute ist die Stimmung der Leute noch mal um einiges besser.“ Auf der Eine-Welt-Bühne drehten äthiopische Tänzer ihre Runden zu deren Rhythmen Schwester Brigitte auf der Bank mitwippte. Am Nachmittag stehe noch ein Gottesdienst auf ihrem Tagesplan, den sie sich zurechtgelegt hatte. „Ein bisschen Beten gehört schließlich auf dem Katholikentag auch mit dazu“, sagte sie mit einem Augenzwinkern.

Nach der kurzen aber musikalischen Verschnaufpause, machte sich Schwester Brigitte auf den Weg zur Karmelitenkirche. An einem kirchenkritischen Informationsstand blieb ihr Blick hängen. Menschen diskutierten mit den Standbetreibern über deren Plakate. „Häuptling Franziskus vom Stamm der Scheiterhaufen-Christen“ stand beispielsweise unter einem Bild von Papst Franziskus, dem per Fotomontage ein indianischer Federschmuck aufgesetzt wurde. „Kritik finde ich wichtig und angebracht, aber diese Art und Weise den Glauben abzuwerten finde ich gar nicht gut.“ „Lassen sie sich das nicht zu Herzen gehen“, rief ihr ein vorbeigehender Katholikentagsbesucher zu. Schwester Brigitte lächelte und machte sich auf den Weg zum Gottesdienst.

Viel Programm, wenig Zeit

Eine weitere Neumarkterin auf dem Katholikentag war Eva-Maria Düring – allerdings nicht als Besucherin, sondern als Teilnehmerin. In ihrer Tätigkeit als geistliche Bundesleiterin der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) reiste sie aus ihrer Wahlheimat Düsseldorf für mehrere Podiumsdiskussionen nach Regensburg. „Meine Mama und meine Schwester sind bereits hier vorbeigekommen, da ich es in der knappen Zeit leider nicht nach Neumarkt schaffe“, sagte die Bäckerstochter.

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