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Katholikentag

Veranstalter sehen Signal der Zuversicht

Der Katholikentag sorgt in der Kirche für einen optimistischeren Blick in die Zukunft. Doch wo die Reise hingeht, ist noch nicht klar.

Endspurt für den Katholikentag in Regensburg. Die Veranstalter und die Bischofskonferenz sehen eine Signal der Zuversicht. (Foto: dpa)

Regensburg.Vom 99. Katholikentag in Regensburg geht nach Einschätzung der Veranstalter und der Bischofskonferenz ein hoffnungsvolles Signal des Aufbruchs für die Kirche aus. „Die Grundstimmung war besser als vor zwei Jahren in Mannheim“, sagte der Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Alois Glück, am Samstag. „Man hat in Regensburg gespürt, dass mehr Zuversicht herrscht in der Kirche. Es gibt mehr Bereitschaft zum Dialog, Konfliktthemen werden freier und offener diskutiert.“

Marx zieht positives Fazit

Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zog ein positives Fazit des fünftägigen Laientreffens, das am Sonntag zu Ende geht. „Man konnte eine große Zuversicht erfahren, eine große Bereitschaft, sich als katholische Kirche auf den Weg zu machen“, sagte er. „Es war nach einigen schwierigen Jahren ein erfreulicher, ein Mut machender Katholikentag, der uns ermutigt, mit christlicher Hoffnung weiterzugehen.“ Mit Blick auf den Papst fügte der Münchner Erzbischof hinzu: „Der Franziskus-Effekt ist da.“

Über 15 000 Tagesgäste

Papst Franziskus hatte in der katholischen Kirche für ein neues Klima der Offenheit und des Aufbruchs gesorgt, aus dem viele Christen in Deutschland die Hoffnung auf Veränderungen ableiten. Auf Podien in Regensburg diskutierten viele der 33 000 Dauerteilnehmer des Katholikentages sowie mehr als 15 000 Tagesgäste auch kontroverse Themen wie den Umgang mit Wiederverheirateten, die Sexualmoral der Kirche, die Schwangerenkonfliktberatung oder die Kirchenfinanzen.

Bei einer Diskussionsrunde am Samstag kritisierte Kardinal Marx Millionengehälter von Managern und verlangte eine Neubewertung. „Das kann doch niemand mehr verstehen“, sagte er. Die Frage sei, was da honoriert werde. Es sei „eine Verirrung“, nur die Kapitalinteressen der Börse zu bedienen.

Am vierten Tag des Glaubensfestes in Regensburg hatten Besucher zum letzten Mal die Möglichkeit, Diskussionsrunden, Workshops oder Konzerte zu besuchen. In der historischen Altstadt drängten sich Zehntausende Gläubige, und im Unterschied zu den ersten Tagen gab es viel Sonnenschein und Wärme. Am Sonntag geht der Katholikentag mit einem großen Open-Air-Gottesdienst in einem Stadion zu Ende. (dpa)

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