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Papstbesuch

Am Grill die Nacht zum Tag gemacht

Standbetreiber rüsten sich 2006 für den Pilgeransturm. An Eingängen und Versorgungsstationen gibt es Müsli, Wasser und Obst.

Papst Benedikt bei seinem Besuch in Regensburg.
Papst Benedikt bei seinem Besuch in Regensburg. Foto: Scherrer/Archiv

Regensburg.Wie die Pilze wuchsen am Montag im Laufe des Tages die Versorgungszelte privater Händler. Dort hat man die Nacht zum Tag gemacht und die Pilger versorgt. Die Preise an den Ständen variieren stark.

„Ich arbeite bei BMW. Ich bin Schichtarbeit gewöhnt“

Bernd Wilczynski

„Ich arbeite bei BMW. Ich bin Schichtarbeit gewöhnt“, lacht Bernd Wilczynski, der schon am Montagfrüh an einem Stand gegenüber der alten Burgweintinger Kirche mithalf und mit einem Siebener-Team den Stand durchgehend besetzte. Bis der letzte Pilger wieder weg ist, soll der Stand offen bleiben und die Menschen mit Getränken und belegten Semmeln versorgen. Mit einem Euro für die Tasse Kaffee ist dieser Stand, den Sieglinde Scheller aus Inkofen organisiert hat, geradezu ein billiger Jakob gegenüber mancher Konkurrenz, die sich die Straße hinunter ausbreitet.

Regensburg bietet genügend Trinkstationen für durstige Pilger

Auch die Diskothek Airport und das Fitnesscenter MEGA Sports betreiben einen Ausschank in der Obertraublinger Straße. Das Airport kann genügend Leute abstellen, denn es hatte heute Nacht sowieso geschlossen: Die Besucher wären wegen der Straßensperrungen nicht mehr nach Hause gekommen. 40 Stunden wird auch Hubert Starostzik nicht ins Bett kommen, schätzt er. Er hat kurz nach Mitternacht seinen Getränkemarkt im Burgweintinger Einkaufszentrum geöffnet. Das liegt auf der Laufstrecke vom Bahnhof Burgweinting zum Islinger Feld. Das Licht aus seinem Getränkemarkt dürfte die durstigen Pilger, die seit 1.24 Uhr am Bahnhof angekommen sind, angezogen haben wie die Motten das Licht. Durst leiden muss heute in Burgweinting und Obertraubling niemand: Zusätzlich zu den Ständen hat die Rewag an den Bahnhöfen und Pilgerwegen Zapfstationen eingerichtet, wo sich die Menschen kostenlos mit Wasser versorgen können.

Sehen Sie hier die wichtigsten Stationen des Papstes auf seinem Weg zum Pontifikat.

Das Leben von Papst Benedikt XVI.

Bratwurstsemmel vom Grill als letzte Stärkung vor der Messe

Die Nacht zum Tag gemacht hat auch das Ehepaar Greß von der Metzgerei Preuschl in Oberisling. Durch diesen Stadtteil führt der Nikolausweg zur Papstwiese. Hübsch dekoriert lädt ein kleines Zelt mit Bierbänken und Biertischen zum Verweilen ein. Dort stehen Ina und Thomas Greß seit gestern Mittag am Grill und verteilen Bratwurstsemmeln zum Stückpreis von 1,50 Euro. Mit einem knappen Dutzend Helfer aus Familie und Personal will man die lange Zeit überbrücken, bis die Pilger wieder nach Hause ziehen. Während der Messe wird kein Betrieb sein, schätzt Thomas Greß. Dann will auch er die paar Meter hinunter zum Islinger Feld gehen.

Auch dort wird heute niemand Hunger und Durst leiden müssen. An allen Eingängen und den Versorgungsstationen kann man sich mit Müsli, Wasser und Bananen kostenlos versorgen, solange der Vorrat reicht. Und der wird lange reichen, verspricht Diözesan-Pressesprecher Philipp Hockerts: Allein eine Million Flaschen mit aromatisiertem Pilgerwasser stünden bereit.

Mehr zum Papstbesuch in Regenburg finden Sie hier.

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